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Skibindung
Die Erfindung betrifft eine Skibindung mit verstellbaren Zehenbacken, deren waagrechte
Schenkel an der Vorder-und Rückkante je eine
Verzahnung tragen, die einerseits mit einer festen Zahnleiste, anderseits mit einer quer hiezu beweglichen schieberartig geführten und verstellbaren Zahnleiste zusammenwirken. Bei bekannten Skibindungen dieser Art ist nahe jeder
Seitenkante der beweglichen Zahnleiste je ein Exzenterhebel vorgesehen oder es ist in der Mitte der Leiste ein Kniehebelgesperre oder eine ähnliche Vorrichtung mit Hebelübersetzung angeordnet.
Es ist auch eine Skibindung bekannt geworden, bei welcher die verschiebbare Zahnleiste durch ein verdrehbares
Stück steuerbar ist, durch dessen Drehung in der einen Richtung die Leiste verschoben wird und die Zehenbacken festgeklemmt, bei der Bewegung in der entgegengesetzten Richtung hingegen zur Verstellung freigegeben werden.
Das auf der Grundplatte drehbar gelagerte Stück ist dabei bloss in einem Bereich von 90 verschwenkbar, so dass die wirksame Steuerfläche ziemlich brüsk zur Wirkung kommt, weshalb das drehbare Stück auch zur leichteren Handhabung mit einem hebelartigen Ansatz versehen werden muss. Um eine Lockerung der verstellbaren Zahnleiste in ihrer Klemmstellung zu verhindern, muss das drehbare Stück verhältnismässig streng um seinen Drehzapfen gelagert sein, was aber andererseits die Handhabung des drehbaren Stückes und der Zahnleiste zusätzlich erschwert. Zur Auslösung der Zahnleiste ist bei dieser bekannten Anordnung eine zwischen ihr und dem drehbaren Stück gelenkig angeordneter, eine Schleppkupplung bildender Hebel vorgesehen.
Die erwähnten Skibindungen mit ihren mehrteiligen Feststellvorrichtungen für die Zehenbacken erfordern überdies einen verhältnismässig grossen Aufwand an Material und Werkzeugen zu ihrer Herstellung und können gegebenenfalls infolge ihrer gegliederten Form durch Fahrthindernisse erfasst und geöffnet werden, wodurch der Fahrer insbesondere bei Talfahrten durch Verlust des Ski oder durch Sturz zu Schaden kommen kann.
Die Erfindung bezweckt eine Skibindung mit einer sehr einfachen Feststellvorrichtung für die Zehenbacken zu schaffen, welche die angeführten Mängel der bekannten Vorrichtungen vermeidet.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, dass in der Mittelachse der Grundplatte vor der beweglichen Zahnleiste eine spiralförmig sich verbreiternde, mit einer bogenförmigen Aus- nehmung in der Mitte des Rückens dieser beweg- lichen Zahnleiste über ein grosses Stück ihres
Umfanges selbsthemmend zusammenwirkende
Exzenterscheibe angeordnet ist, durch deren
Verdrehung die Zahnleiste in die Sperrstellung gebracht wird.
Um die Sperrstellung der Exzenter- scheibe und der beweglichen Zahnleiste zu- sätzlich verlässlich zu sichern, kann die Exzenter- scheibe an ihrer Oberseite einen den Rand der
Exzenterfläche überragenden Bordrand aufweisen und auf einem Schraubenbolzen drehbar ange- ordnet sein, so dass sie bei ihrer Verdrehung gleichzeitig in der Längsrichtung des Schraubenbolzens etwas wandert und mit ihrem vorstehenden Rand gegen die Oberfläche der Zahnleiste gedrückt wird. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine besondere Ausgestaltung der
Skibindung, womit die verstellbare Exzenterscheibe gegen äussere Einflüsse vollkommen geschützt ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt.
Die Fig. l und 2 zeigen die Bindung im Längsschnitt und in Draufsicht. Fig. 3 zeigt ein Schaubild bei abgehobener Deckplatte. Fig. 4 eine Einzelheit.
Die Grundplatte 1 trägt an ihrem hinteren Rande eine Leiste 2, die am vorderen Rande eine Verzahnung 3 aufweist und wird von einer Platte 4 überdeckt, die mit ihrem vorderen Rande über die Verzahnung hinausragt. Die Teile 2 und 4 sind mit der Grundplatte 1 fest verbunden. In der Grundplatte sind nahe der vorderen Kante zwei kurze Kopfbolzen 5 angesetzt, die durch Schlitze 6 einer beweglichen Zahnleiste 7 ragen. Die Schlitze 6 sind stufenförmig abgesetzt, so dass die Bolzenköpfe versenkt in den erweiterten Teilen der Schlitze liegen. Auf diese Weise ist die Leiste 7 als Schieber an der Grundplatte geführt. Die Leiste 7 ist ähnlich der festen Leiste zweiteilig ausgebildet und mit einer verdeckten Verzahnung 8 versehen.
Die Backen 9, welche spiegelverkehrt ausgebildet sind, tragen an den gestuften Rändern ihrer waagerechten Schenkel 9'bogenförmige Verzahnungen 10, mit denen sie unter die vor-
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springenden Ränder der Leisten 2, 4 bzw. 7 und in die Verzahnungen 3 und 8 der Leisten eingreifen können, wenn die bewegliche Leiste sich in der hinteren Endstellung befindet.
In der Längsmitte der Grundplatte 1 ist vor der beweglichen Leiste 7 ein Schraubenbolzen 11 eingesetzt, auf dem eine Exzenterscheibe 12 nach Art einer Mutter drehbar ist. Die Exzenter-
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greift. In der Mitte der Scheibe 12 befindet sich ein Buckel 14 nach Art eines runden Schraubenkopfes, der einen Schlitz 15 von solcher Breite aufweist, dass eine Münze zur Drehung der Scheibe 12 eingesetzt werden kann. Die Exzenterscheibe 12 wirkt auf breiter Umfläche mit einer bogenförmigen Ausnehmung 16 der Leiste 7 selbsthemmend zusammen, die entsprechend dem Rande 13 der Scheibe 12 gestuft ist. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Exzenterscheibe in der Sperrstellung auch durch ihren Bordrand 13 einen Druck auf die Leiste 7 ausübt und diese niederhält. Hiedurch ist zusätzlich eine Sicherung der Exzenterscheibe gegen unbeabsichtigte Drehung gegeben.
Mit 17 sind Löcher zum Befestigen der Grundplatte am Ski 20 bezeichnet.
Die Grundplatte 1 weist am vorderen Rande seitlich der Exzenterscheibe hakenförmig aufgebogene Lappen 18 auf, die den nach unten zurückgebogenen Rand einer Deckplatte 19 hintergreifen (Fig. 4), die weiterhin durch die hintere Befestigungsschraube 17'gehalten ist.
Wie ersichtlich, ist die Bindung gemäss der Erfindung sehr einfach herzustellen. Das Betätigungsorgan für die Feststellung der beweglichen Leiste ist ganz flach und unempfindlich gegen Stösse. Überdies ist es samt den waag- rechten Backenteilen 9'und den Leisten 2, 4 bzw. 7 durch die Deckplatte 19 vollkommen geschützt. Durch eine Öffnung derselben ragt bloss der Buckel 14 heraus, u. zw. gerade so viel, dass eine Münze zum Drehen des Exzenters eingesetzt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE : l. Skibindung mit verstellbaren Zehenbacken, deren waagrechte Schenkel an der Vorder-und Rückkante je eine Verzahnung tragen, die einerseits mit einer festen Zahnleiste, andererseits mit einer quer hiezu beweglichen, schieberartig geführten und durch einen verdrehbaren Knebel steuerbaren und feststellbaren Zahnleiste zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass in der Mittelachse der Grundplatte (1) vor der beweglichen Zahnleiste (7) eine spiralförmig sich verbreiternde mit einer bogenförmigen Ausnehmung in der Mitte des Rückens dieser beweglichen Zahnleiste (7) über ein grosses Stück ihres Umfanges selbsthemmend zusammen-
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in die Sperrstellung gebracht wird.