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Bewehrungseinlage für plastische Massen, insbesondere Beton
Zur Bewehrung von Stahlbetonbauteilen werden gewöhnliche Stahldrähte, Stahldrahtgewebe oder
Spezialeinlagen verschiedener Art, wie z. B.
Streckmetalleinlagen, verwendet. Um die Auf- nahme der Schubkräfte zu gewährleisten, müssen diese Einlagen, insbesondere Stahldrähte, bei- spielsweise durch Abbiegungen verformt werden.
Eine weitere dieser bekannten Einlagen besteht aus einem Metallband, in dessen mittlerer Zone der Längenach aneinder gereihte, V-förmig aus der Bandebene herausgepresste Bandteile aus- gebildet sind, welche die Verankerung des
Bandes im Beton sowie die Aufnahme der Schub- kräfte bewirken. Für solche Bewehrungen musste das erforderliche Material in Form von Stahl- draht, Rundstahl, Bandeisen usw. gesondert beschafft und bearbeitet werden.
Ein derartiger
Aufwand an Werkstoff und Bearbeitungszeit ist jedoch nicht immer und in allen Fällen tragbar und erhöht jedenfalls die Baukosten.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine
Bewehrungseinlage für plastische Massen, ins- besondere Beton, welche für die verschiedensten Verwendungszwecke, wie Bauteile, z. B. Säulen,
Deckenträger, Platten od. dgl., weiters für
Strassenbeläge, Stollen-und Tunnelauskleidungen sowie für Isolierplatten usw., verwendbar sind und gemäss praktischen Versuchen den mit ihnen bewehrten Bauten bzw. Bauteilen eine besonders hohe Festigkeit und grosse Sicherheit gegen Rissbildungen bei einwandfreier Verbundwirkung dadurch gibt, dass sie aus einem oder mehreren, mit Ausstanzungen versehenen Stahlbändern besteht, wie sich diese insbesondere als Abfall bei der maschinellen Stanzarbeit ergeben.
Bei der Verwendung von Abfallbändem ermöglichen die bereits vorhandenen Durchbrechungen auch ohne gesonderte Verformung der Bänder eine gute Verankerung im Beton und wirksame Aufnahme der Schubkräfte. Zusätzliche einfache Verformungen derartiger Abfallbänder erbringen eine weitere Verbesserung der statischen Eigenschaften der erfindungsgemässen Bewehrung.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Bewehrungseinlage dargestellt u. zw. zeigt Fig. 1 einen einfach perforierten Streifen in Draufsicht, wogegen die Fig. 2 bis 4 drei verschiedene Verformungsmöglichkeiten des Streifens im Schaubild veranschaulichen.
Ein beispielsweise gemäss Fig. 1 gewähltes
Blechband 1 weist in der Mitte eine Reihe von kreisförmigen Durchbrechungen 2 auf. Solche
Bänder 1 können im einfachsten Falle ohne zusätzliche Bearbeitung oder Verformung in geeigneter Anzahl in die Zugzone einer Beton- platte, eines Balkens od. dgl. verlegt werden, wobei die der Länge nach vollen Querschnitts- bereiche der Bänder die auftretenden Zugkräfte übernehmen und die Löcher 2 eine wirksame
Verankerung im Beton sowie die Aufnahme der
Schubkräfte gewährleisten. Mit wachsender
Bandbreite erhöht sich auch die statische Wirkung der Bewehrung.
Während sich die flache Verlegung der eben belassenen Blechbänder hauptsächlich für dünne Betonplatten, z. B. Dachplatten, eignet, kann bei dickeren Bauteilen die Biegefestigkeit der in der Betonmasse eingebetteten Bewehrung durch zusätzliche Verformung zu einem räumlichen Gebilde vergrössert werden. Eine einfache Längsfaltung (Fig. 2) verleiht dem Band einen V-förmigen Querschnitt. Das derart längsgefaltete Band muss so in der Betonmasse liegen, dass die vollen Bandränder in der Zugzone liegen und der mittlere, durch die Öffnungen 2 unterbrochene Querschnittsteil die Verankerung in der Druckzone bewirkt. Bei grösseren Bandbreiten und in mehreren Reihen vorgesehenen Perforierungen 2 kann eine mehrfache Längsfaltung, zweckmässig in Zickzackform, vorgenommen werden.
Gemäss der Ausführungsform nach Fig. 3 ist das einfach perforierte Blechband 1 der Länge nach in zwei Hälften durchschnitten, welch letztere für sich getrennt, z. B. in aufrechter Lage und gegeneinander versetzt, in den Beton eingebettet werden. Um eine gute Verankerung zu erzielen, ist es zweckmässig, die zwischen den halbierten Öffnungen 2 befindlichen Zungen 3 nach der gleichen Seite oder abwechselnd nach verschiedenen Seiten abzubiegen. Auch in diesem Falle liegen die vollen Bandränder in der Zugzone des Bauteiles.
Die beiden Bandhälften können ferner in verschiedenartiger Anordnung durch Bördeln, Falzen, Verflechten, Punktschweissung usw. wieder miteinander vereinigt werden. Als Beispiel dieser Gestaltungsform der Bewehrung zeigt Fig. 4 eine Vereinigung zweier Bandhälften 1 a, 1 b
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durch Umbiegen der Zungenenden jeder Hälfte um den vollen Randteil der anderen Bandhälfte.
Es entsteht dadurch eine bandförmige Bewehrung, die sich wieder zur Verwendung bei dünnen, plattenartigen Bauteilen eignet, aber gegenüber dem glatten, zusätzlich nicht bearbeiteten Abfallstreifen (Fig. 1) durch die umgebogenen Zungen 3 eine verstärkte Haftung im Beton und Aufnahme grösserer Schubkräfte ermöglicht.
Es ist schliesslich möglich, mit Ausstanzungen versehene Bandstreifen bzw. Bandteile verformt oder unverformt, allenfalls in einer oder mehreren Lagen zu vereinigen und, falls dies jeweils erforderlich ist, zu mattenartigen Bewehrungsflächen grösseren Ausmasses auszugestalten.
Für all diese Bewehrungseinlagen eignen sich besonders die bei der Stanzarbeit gewonnenen Abfallbleche.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bewehrungseinlage für plastische Massen, insbesondere Beton, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem oder mehreren, mit Ausstanzungen versehenen Stahlbändern besteht, wie sich diese insbesondere als Abfall bei der maschinellen Stanzarbeit ergeben.