AT163684B - Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents

Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben

Info

Publication number
AT163684B
AT163684B AT163684DA AT163684B AT 163684 B AT163684 B AT 163684B AT 163684D A AT163684D A AT 163684DA AT 163684 B AT163684 B AT 163684B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rawhide
hammer according
hammer
roll
turns
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Leder & Co A G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leder & Co A G filed Critical Leder & Co A G
Application granted granted Critical
Publication of AT163684B publication Critical patent/AT163684B/de

Links

Landscapes

  • Forging (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben 
Vorliegende Erfindung betrifft einen Rohhauthammer, der aus einem Rohhautwickel hergestellt ist und ein Verfahren zur Herstellung des letzteren. 



  Als Rohhaut kann verwendet werden : die Haut aller Tiere, die eine gewisse Stärke aufweist, vornehmlich die Häute der Rindviehklasse. 



   Die bisher benützten Hämmer dieser Art hatten zylindrische Form und wurden in der Weise hergestellt, dass man den feuchten Rohhautwickel in einer zylindrischen Hohlform presste. Solche Hämmer hatten nun den Nachteil, dass im Gebrauch durch die Schläge eine Trennung der durch das Schwinden beim Trocknen ohnehin nur in losem Zusammenhang stehenden Windungsschichten bewirkt wurde ; die äusseren Windungen neigten infolgedessen sowie infolge des senkrechten Auftreffens beim Schlag dazu, sich nach aussen aufzurollen und brachen unter dem Einfluss der Schläge am Umfang aus, so dass der Hammer nach kurzer Zeit und längst vor der normalen Abnützung unbrauchbar wurde, um so mehr als er sich auch durch die Trennung der Windungen am Stiel lockerte. 



   Diese Nachteile werden nun beim erfindungsgemässen Rohhauthammer beseitigt. Derselbe ist an den Enden verjüngt z. B. in Tonnenform, wobei die äusserste Rohhautwindung unversehrt ist. Dieser Hammer wird in der Weise hergestellt, dass man den Rohhautwickel in einer Pressform mit gegen die Enden sich verjüngender Höhlung mittels auf seine Stirnenden einwirkender Pressstempel erst in feuchtem und dann in trockenem Zustand presst, derart, dass die Windungen des Rohhautwickels ineinander gestaucht werden. 



   Dank dieser Herstellungsweise ergibt sich einerseits ein Ineinanderstauchen der Windungsschichten des Rohhautwickels, welche mit welligen Vorsprüngen oder Fältelungen ineinandergreifen, u. zw. ist naturgemäss diese Wellenbildung an den verjüngten Enden, wo infolge des grösseren Radialpressdruckes und des unmittelbar wirkenden Axialdruckes das Material am stärksten verdrängt bzw. gestaucht worden ist, am grössten, und andererseits wird infolge dieser grösseren Stauchwirkung an den verjüngten Enden auch die stärkste Deformation der Fasern auftreten, so dass diese Deformation eine bleibende ist, und keine Tendenz zum Aufspringen oder Lockern der äusseren Windungen mehr besteht.

   Auch besitzt dieser Rohhautwickel ein viel einheitlicheres Gefüge als eine Wicklung bisheriger Art, da die letzte Pressung in schon stark angetrocknetem Zustand vorgenommen wird, so dass keine Erweiterung der Wickelfugen durch Schwinden eintreten kann. Infolgedessen wird eine Trennung der äusseren und inneren Windungsschichten beim Schlagen mit Sicherheit vermieden. Ferner ergibt die durch die Verjüngung der Stirnenden erzielte Neigung der Windungsschichten den Vorteil, dass dieselben beim Aufschlagen des Hammers nicht senkrecht auftreffen und infolgedessen nicht die Tendenz haben, nach aussen verdrängt zu werden. Schliesslich erhält man durch die hiebei erzielte Form zugleich auch einen sogenannten   zügigen"Hammer.   



   Man hat zwar diese Formgebung des Hammers auch schon durch entsprechendes Abdrehen zylindrischer Rohhautwickel erzielt, aber auf Kosten des Zusammenhaltes der Windungen, denn der Rohhautwickel wurde hiebei in seinem Gefüge nicht nur nicht verbessert, sondern im Gegenteil infolge des Durchschneidens der Fasern der äusseren Windungen noch verschlechtert und die Lebensdauer des Hammers noch entsprechend beeinträchtigt. 



   Ein solcher Hammer kann sowohl mit rundem als auch mit quadratischem oder polygonalem Querschnitt ausgeführt werden und wird zweckmässig mittels einer Stiftschraube auf dem Stiel gesichert. Auch können zur Versteifung des Gefüges des Rohhautwickels in diesen noch Querschraubenbolzen eingesetzt sein. 



   Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes nebst eine Variante ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Rohhauthammer in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt ; Fig. 2 zeigt eine Stirnansicht desselben und Fig. 3 eine Stirnansicht einer Variante. 



   Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Rohhauthammer ist aus einem einzigen Wickel 1 gebildet, dessen äusseres Wicklungsende la durch Nägel od. dgl. festgehalten ist. Der Hammer 1 ist mit einer gekrümmten Erzeugenden gegen die Stirnenden hin verjüngt, so dass er Tonnenform besitzt. In der Nähe des Stiels 3 sind zwei durchgehende Schraubenbolzen 2 zur Versteifung des Gefüges quer zu den Windungen des Rohhautwickels eingesetzt und auf dem Stiel ist derselbe mittels einer 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Stiftschraube 4 gesichert. Die Stirnenden sind als leicht kegelige Flächen ausgebildet. Der Roh- hautwickel besitzt hier kreisrunden Querschnitt als Rotationskörper, könnte aber auch als Prisma mit quadratischem Querschnitt ausgebildet und gegen die Stirnenden hin verjüngt sein oder wie in Fig. 3 dargestellt, polygonalen bzw. acht- eckigen Querschnitt aufweisen. 



   Das Verfahren zur Herstellung dieses Hammers kann beispielsweise folgendermassen ausgeführt werden :
Der in nassem Zustand gerollte, zylindrische Rohhautwickel, bestehend aus in Streifen geschnittener Rohhaut, wird in eine zweiteilige, rohrförmige Pressform eingebracht, deren Höhlung die gleiche Tonnenform besitzt, d. h. gegen die
Stirnenden hin verjüngt ist wie der fertige Hammer selbst. In dieser Pressform wird der Rohhautwickel durch eingeführte Pressstempel an den Stirnflächen einer axial und zugleich auch radial auf denselben einwirkenden Pressung unterworfen. Alsdann wird der Rohhautwickel herausgenommen, getrocknet und hierauf wieder in der Pressform gepresst. 



   Als Ergebnis dieser Behandlung werden die einzelnen Windungsschichten   1 w   des Rohhautwickels, wie aus der rechten Hälfte der Fig. 1 ersichtlich, stark ineinander gestaucht, so dass sie mit wellenartigen Vorsprüngen sowohl im Inneren des Gefüges als auch an den Stirnflächen ineinandergreifen, und jeder Schlag beim Gebrauch sich stets gleichmässig auf alle Windungen überträgt. Am stärksten verzahnt und ineinander gedrängt wird das Material natürlich an den Endpartien des Rohhautwickels, da hier ausser dem Axialdruck auch der grösste Radialdruck wirksam ist.

   Das beschriebene Verfahren bezweckt also nicht nur die genannte Formgebung des Hammers, sondern auch eine Modifikation des Fasergefüges der Rohhautschichten an den höchst beanspruchten Stellen, durch welche das oben erwähnte Ergebnis in bezug auf die Gefüge- festigkeit und den Zusammenhalt und damit eine verlängerte Lebensdauer erzielt wird. 



   Natürlich könnte die Verjüngung des Hammerkörpers auch in der Weise erzielt werden, dass dessen Mittelpartie zylindrisch und die Endpartien kegelstumpfförmig, oder aber bei polygonalem Querschnitt prismatisch und pyramidenstumpfförmig ausgeführt würden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Rohhauthammer, dessen Kopf aus einem Rohhautwickel besteht, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe an den Stirnenden verjüngt ist, wobei die äusserste Rohhautwindung unversehrt ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung des Rohhauthammers gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den Rohhautwickel in einer Pressform mit gegen die Enden sich verjüngender Höhlung mittels auf die Stirnenden einwirkender Pressstempel erst in feuchtem und dann in trockenem Zustande presst, derart, dass die Windungen des Rohhautwickels ineinandergestaucht werden.
    3. Rohhauthammer gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen des Rohhautwickels mit Wellen oder Fältelungen ineinandergreifen.
    4. Rohhauthammer gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf Tonnenform hat.
    5. Rohhauthammer gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf quadratischen oder polygonalen Querschnitt hat und sich gegen die Stirnenden hin geradlinig verjüngt.
    6. Rohhauthammer gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe des Stiels zwei durchgehende Schraubenbolzen quer durch die Windungen des Rohhautwickels eingesetzt sind.
    7. Rohhauthammer gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf mittels einer Stiftschraube auf dem Stiel gesichert ist.
AT163684D 1938-12-24 1946-11-27 Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben AT163684B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH163684X 1938-12-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT163684B true AT163684B (de) 1949-07-25

Family

ID=4416740

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT163684D AT163684B (de) 1938-12-24 1946-11-27 Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT163684B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005010B (de) * 1952-07-15 1957-03-21 Leder & Co A G Hammer aus Hautmaterial

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005010B (de) * 1952-07-15 1957-03-21 Leder & Co A G Hammer aus Hautmaterial

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102006010042A1 (de) Hartkörper für den autogenen Verschleißschutz von Walzenoberflächen
AT163684B (de) Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben
CH206994A (de) Rohhauthammer und Verfahren zur Herstellung desselben.
DE2514294A1 (de) Walze fuer die druckbehandlung von warenbahnen
DE69406609T2 (de) Verfahren zur Herstellung des Zugdorns eines Blindniets
DE526851C (de) Verfahren zur Herstellung eines Borstenringes mit einem Fassungsring aus Metall fuer Rundbuersten
WO2000056480A1 (de) Verfahren zur herstellung von stahlkugeln
DE2451060A1 (de) Stahlnagel
DE854483C (de) Grubenstempel
DE729050C (de) Verfahren zur unmittelbaren Herstellung eines Zellwolle-Spinnbandes
DE1627666A1 (de) Matrize und Verfahren zur Herstellung von kalibrierten Nieten oder sonstigen Teilen
AT131607B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung künstlicher Wursthüllen.
DE930745C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kugeln, z. B. fuer Kugellager
DE953401C (de) Verfahren zur Herstellung von Achsschenkeln mit Gabelkopf
DE811019C (de) Gardineneisen, Haken u. dgl. und deren Herstellung
DE593560C (de) Verfahren zur Erzeugung von Laengsrillen in einem Rohrmast
AT115909B (de) Treiber für Webstühle aus durch Harz miteinander verbundenen Faserstofflagen.
DE113204C (de)
DE594847C (de) Verfahren zur Herstellung einer Endenverdickung an Rohren in einem Schraegwalzwerk mit auf Zug beanspruchter Dornstange
DE767042C (de) Schmiedeverfahren fuer mehrfach gekroepfte Kurbelwellen
DE1660759A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Filzprodukten
AT248365B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kaltverformten Bewehrungsstahlsträngen für den Betonbau aus Walzstahl
DE548317C (de) Herstellung von kurbelfoermigen Schlittschuhschluesseln
DE394495C (de) Vorrichtung zum Pressen von Rohren in Wellenform
DE263735C (de)