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Drehfedernde Lagerung des Stützrollenrahmens für einen statischen Auswuchtapparat
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rollen 2 durch ein Schneidenlager 4 und durch zwei Schraubenfedern 5 auf dem Sockel 6 abgestützt. Auf den Stützrollen 2 liegt die Achse 1 des Wuchtkörpers 7. Der Rahmen ist durch seine federnde Abstützung schwingfähig und kann, wenn er angestossen wird, um das Schneidenlager 4 pendeln. Man-erreicht damit, dass die Wuchtkörperachse in horizontaler Richtung hin und her schwingt und dabei Massenkräfte + M in horizontaler Richtung erzeugt. Diese Massenkräfte beeinflussen die Auflagerkräfte zwischen den Stützrollen und der Wuchtkörperachse, so dass letztere periodisch vergrössert und verkleinert werden. Man erzielt dabei nur eine periodische Vergrösserung und Verkleinerung der bewegunghemmenden Reibungskräfte R, doch der zeitliche Mittelwert der Reibungskraft bleibt derselbe.
Es ist daher bei der Anordnung nach Fig. 2 eine wesentliche Verbesserung der Genauigkeit der Einstellung des Schwerpunktes unter die Mittellinie der Wuchtkörperachse nicht zu erwarten, weil sich die mittlere Reibung nicht ändert.
In der deutschen Patentschrift Nr. 733488 wird eine Lösung der Lagerung von Umlaufkörpem für die Bestimmung ihrer Massenverteilung angegeben, bei welcher die stützenden Friktionrollenpaare gegensinnig zueinander angetrieben werden. Es wird dadurch ein Entgegenwirken der Reibungskräfte erreicht und die Einstellung der Schwerpunktslage verbessert, jedoch ist die technische Lösung mit grösserem baulichem Aufwand verbunden, weil ein motorischer Antrieb mit entsprechend vielen (mindestens acht) Zahnrädern notwendig ist. Ferner setzt diese Lagerung vollkommen gleiche Reibungsverhältnisse an allen Berührungsstellen zwischen der Umlaufkörperachse und den Friktionsrollen voraus, weil bei nur geringen Unterschieden in der Reibung ein zusätzlicher einseitiger Antrieb des Umlaufkörpers erfolgt, der die Schwerpunktslage stark verändert.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die bewegungshemmende Reibungskraft R durch eine drehfedernde Abstützung des Rahmens, die eine zusätzliche schwingende Drehbewegung desselben um die Wuchtkörperachse erlaubt. Es treten hiebei folgende Kraft-und Bewegungsverhältnisse auf. Fig. 3 zeigt die Stellung der infolge der Reibungskraft R zur Ruhe gekommenen Wuchtkörperachse, bei welcher der durch den
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Schwerpunkt S gehende Radius mit dem Lote durch die Mittellinie der Drehachse einen
Winkel (p bildet. Schwingen nun die beiden Stützrollen 2 um die Drehachse 0 mit der Geschwindigkeit riz v, so tritt am Umfang der Wuchtkörperachse Reibung in wechselnder Richtung auf, wodurch im Schwerpunkt S Reibungskräfte + R in periodisch wechselnder Richtung wirken.
Der zeitliche Mittelwert dieser Reibungskräfte entgegengesetzt wechselnder Richtung ist aber Null. Es wirkt daher entsprechend Fig. 4 im Schwerpunkt S die durch keine Reibung verminderte, bewegungserzeugende Komponente T der Schwerkraft G und die Abrollbewegung der Wuchtkörperachse geht pendelnd weiter, bis die Komponente T gleich Null ist. Dies ist nach Fig. 5 dann der Fall, wenn der Schwerpunkt S genau in der Vertikalebene des Mittelpunktes 0 der Wuchtkörperachse liegt.
Eine zweckmässige Ausführung der drehfedernden Lagerung des Rahmens der Stützrollen zeigt die Fig. 6. Der Wuchtkörper 7 ist, wie üblich, mit seiner Achse 1 auf den Stützrollen 2 gelagert. Der Rahmen 3 ist durch schräg liegende Blattfedern 8 mit dem Sockel 6 verbunden. Die Blattfedern haben eine solche Winkelstellung, dass ihre Blattebenen genau durch die Mittellinie 0 der Wuchtkörperachse 1 gehen. In Fig. 6 sind zwei solcher Blattfedern 8 dargestellt ; es können aber, wenn erforderlich, auch mehrere Federn dieser Art eingebaut werden, doch müssen ihre Blattebenen immer durch das Mittel 0 der Wuchtkörperachse gehen.
Der Rahmen mit den Stützrollen stellt in Verbindung mit den Blattfedern ein schwingungsfähiges System dar. Es kann von Hand aus angestossen werden, die Federn werden hiebei ausgelenkt und der Rahmen vollführt dann Drehschwingungen um das Mittel 0 der Wuchtkörperachse. Die Umkehrlagen der Federn des Rahmens bei der Drehschwingung sind in Fig. 6 durch gestrichelte Linien dargestellt. Die schräg stehen- den Blattfedern 8 können so mit dem Rahmen und
Sockel verbunden werden, wie Fig. 6 zeigt. Sie wirken dort als Stützfedern und sind durch das Wuchtkörpergewicht auf Druck und Knickung beansprucht. Man kann aber die Blattfedern auch derart einbauen, dass ihre oberen Enden mit dem
Sockel und ihre unteren Enden mit dem Rahmen verbunden sind und sie als Tragfedern wirken.
Der Rahmen hängt dann an den Federn und diese werden durch das Wuchtkörpergewicht auf Zug beansprucht.
Der Vorteil der Erfindung gegenüber den bestehenden statischen Auswuchtapparaten ist die Ausschaltung der Reibungskräfte und die dadurch erreichte hohe Messgenauigkeit der Bestimmung der Winkellage des Schwerpunktes. Ein weiterer Vorteil ist die Verwendung schräg stehender Blattfedern als drehfedemde Lagerung des Wuchtkörperrahmens, wodurch eine einfache und reibungsfreie Lagerstelle und gleichzeitig eine federnde Stützung erreicht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehfedemde Lagerung des Stützrollenrahmens für einen statischen Auswuchtapparat, bestehend aus zwei in einem Rahmen drehbar gelagerten Stützrollen zur Aufnahme der Achse des auszuwuchtenden Körpers, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen in der Mittellinie der Achse des auszuwuchtenden Körpers gelagert ist und durch eine zusätzlich angeordnete Federung Drehschwingungen um diese Lagerstelle vollführen kann.