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Bauspielzeug mit Keilsteinen
Es sind bereits Bauspielzeuge mit Keilsteinen bekannt geworden, die allein oder unter Zuhilfenahme von quaderförmigen Steinen die Herstellung von Bogenbauten gestatten. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Bauspielzeug mit Keilsteinen, das sich gegenüber dem Bekannten dadurch auszeichnet, dass es mit einer einzigen Art von Bausteinen sowohl das Bauen freitragender Bogenbauten verschiedener Art als auch das Bauen von Säulen, Mauern u. dgl. gestattet. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass seine Bausteine die Form von Prismen mit trapezförmiger Grundfläche besitzen, wobei die Basis und die Seitenkanten des Trapezes und die normal zum Trapez gemessene Höhe sämtlich die gleiche Grösse a aufweisen.
Ein solcher Stein gestattet auch das Aufbauen zweier oder mehrerer Bögen übereinander und das Überbrücken zweier Bögen durch einen dritten hiezu querliegenden Bogen. Vorzugsweise ist der Basiswinkel der trapezförmigen Grundfläche ein ungerader ganzzahliger Bruchteil von 180 . Der zweckmässigste Wert ist ein Winkel von 200 entsprechend neun zu einem Halbkreisbogen zusammensetzbaren Bausteinen. Eine ungerade Steinzahl für den Halbkreisbogen besitzt nämlich den Vorteil, dass sich im höchsten Punkt des Bogens nicht eine Trennfuge, sondern ein mittlerer Stein ergibt, der sich beiderseits auf schräge Flächen abstützt und an der Oberseite eine ebene Fläche aufweist, auf welcher gegebenenfalls noch weiter aufgebaut werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Fig. 1 zeigt den bevorzugten Normalbaustein in Grundriss, Aufriss und Normalprojektion auf die Seitenfläche.
Die Fig. 2,3 und 4 sind schaubildliche Darstellungen einiger typischer, aus solchen Bausteinen hergestellter Spielbauten.
Der in Fig. 1 dargestellte Normalbaustein besitzt die Form eines Prismas mit trapezförmiger Basis, dessen zueinander geneigte Kanten einen Winkel von 200 miteinander einschliessen. Von den zueinander parallelen Seitenflächen des Prismas, ist die grössere ein Quadrat mit der Seitenlänge a. Die Seitenkanten des Trapezes sind gleich der Basislänge a des Trapezes. Dadurch sind auch die beiden restlichen Seitenflächen Quadrate mit der Seitenlänge a. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass auch auf die geneigten Flächen des Prismas die quadratische Fläche des Bausteines genau anschliessend aufgesetzt werden kann, wie dies z. B. in Fig. 4 dargestellt ist.
Mit derartigen Bausteinen lassen sich die verschiedensten gefällig aussehenden Spielbauten errichten.
Aufeinandergesetzte Steine ergeben gemäss Fig. 2 Säulen von wechselnder Stärke, die sich nebeneinandergereiht zu lückenlosen Mauern schliessen. Der Haupteffekt liegt aber in der Bogenbauweise, die in Fig. 3 an einem typischen Beispiel dargestellt ist. Hier ist aus 18 bogenförmig aneinandergereihten Steinen ein Kreisbogen errichtet, der, unter Zuhilfenahme kleiner seitlicher Stützbögen aus den gleichen Steinen, freitragend aufstellbar ist. Dementsprechend lassen sich die verschiedensten, nach unten oder oben gewölbten Bogenbauten in allerlei Kombinationen herstellen.
Zur Bildung verschiedener weiterer bogenförmig gewölbter Bauten ist die Anwendung einiger Ergänzungssteine zweckmässig. Der Ergänzungsstein b (Fig. 4) besitzt die Form eines Prismas mit der Basis eines gleichschenkeligen Dreieckes das die Trapezfläche des Normalsteines zu einem Parallelogramm ergänzt. Der Ergänzungs- stein c besitzt ebenfalls die Form eines Prismas, hat jedoch ein gleichseitiges Dreieck zur Basis, dessen Seitenlänge der geneigten Trapezseite des Normalsteines gleich ist. Durch diesen Stein ist es möglich, spitze Bögen von der Form der Fig. 4 zu bauen.
Weitere zweckmässige Ergänzungssteine sind solche, welche aus der Addition oder Subtraktion des Normalsteines und des Steines b entstehen, wodurch sich Prismen ergeben, die ein Parallelogramm als Grundfläche besitzen. Auch Steine, die den Normalstein zum Würfel ergänzen, kommen in Betracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauspielzeug mit Keilsteinen, insbesondere zur Herstellung freitragender Bogenbauten, dadurch gekennzeichnet, dass die Bausteine die Form von Prismen mit trapezförmiger Grundfläche besitzen, wobei die Basis und die Seitenkanten des Trapezes und die normal zum Trapez gemessene Höhe sämtlich die gleiche Grösse (a) aufweisen.
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