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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 16235. FRANZ NECHVILE iN WIEN.
Pflanzenspritze.
Bei Pflanzenspritzen zur Bekämpfung bezw. Unschädlichmachung der verschiedenen Pflanzenschädlinge wird in der Regel eine ätzende Flüssigkeit in verdünntem Zustande, z. B. Kupfervitriol in Mischung mit irgendeinem Pulver wie Sehwefel- oder Kalkpulvnr oder beides zusammen, angewendet. Soll bei derartigen Spritzen das Gemisch richtig nutzbar gemacht werden bezw. zur Wirkung kommen, so ist ein feines und gleichmässiges Zerstäuben desselben notwendig, was wieder nur dann wirkungsvoll erreicht werden kann, wenn die Mischung schon in dem Gefässe, aus weichem sie durch die Pumpe angesaugt wird, gut umgerührt wird.
Dies hat man bisher sowohl durch Rührvorrichtungen wie auch durch Einleiten von Luft in den Behälter getan, doch besitzt die letztere einfachere Art immer noch eine Reihe von Uberständen, um an deren allgemeine praktische Verwendung denken zu können. Nebst der Kompliziertheit kann der Luftstrom infolge Verwendung eines mit der Pumpe zusammenhängenden Behälters nur an bestimmten Stellen desselben
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Vorliegender Erfindung nach wird ein äusserst wirksames Umrühren des Gemisches in einfacher Weise dadurch erreicht, dass ein Teil der von einer Pumpe aus dem Behälter
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zweckmässig düsenartige Öffnungen während der Druckperiode der Pumpe in den Behälter zurückgedrückt wird.
Ferner ist durch Anwendung eines beliebigen Gefässes, in welches der zur Pumpe führende und mit dem Saugventile versehene Saugschlauch einfach eingeführt wird, sowohl ein Absaugen wie auch ein Umrühren des Gemisches an einer be- liebigen Stolle möglich, wobei überdies noch der Vorteil erreicht wird, dass Absaugen und
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Beiliegende Zeichnung zeigt eine fahr- und tragbare Pflanzenspritze in Fig. 1 in der Ansicht mit teilweisem Schnitte und in Fig. t2 in der Draufsicht, während Fig. 3 eine Ausführungsform des Saugventiles darstellt.
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vorrichtung beseht beispielsweise aus einem Reifen, auf welchen das Fass mit dem vorspringenden Rand aufgestellt oder in welchen es bei kleineren Dimensionen eingestellt Am Ende des Saugschlauches 12 ist das Saugventil angebracht (Fig. 3). Dasselbe besteht aus dem eigentlichen Ventil Ja, unter welchem sich das übliche Saugsieb 16 befindet. Hinter bezw. über dem Säugventil sind im Ventilgehäuse zweckmässig düsenartig gestaltete Öffnungen 17 angeordnet, welche nach der dargestellten Ausführungsform ge-
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Die Wirkungsweise dieser Spritze besteht darin, dass bei der Druckperiodo der Pumpe wohl der grösste Teil der während der Saugporiode angesaugton Flüssigkeit durch das Druckventil 9 in den Windkessel 8 gedruckt, dagegen ein Teil derselben als scharfe dünne Strahlen durch die kleinen Öffnungen in den Behälter 13 zurückgedrückt und dieser derart für das Umrühren des Gemisches direkt nutzbar gemacht wird. Da durch denselben Schlauch, also an der gleichen Stelle, sowohl Flüssigkeit angesaugt als auch ein Teil derselben zurückgedrückt wird, ist somit die denkbar günstigste Verteilung des Gemisches vor der Schlnuchmündung gewährleistet.
Die Gleichmässigkeit der Vermischung bis zur Entleerung des Gefässes wird noch dadurch begünstigt, dass der Schlauch an einer beliebigen Stelle und beliebig tief in das Gefäss gebracht werden kann. Wird das Saugventil direkt an der Pumpe angeordnet, dann sind die Öffnungen bei diesem vorgesehen. Die Öffnungen 17 können statt hinter, direkt bei dem Ventile angeordnet sein, z. B. in der Weise, dass man dessen Sitz mit Vertiefungen bezw. Kerben versieht, durch welche ein grösserer oder geringerer Teil der Flüssigkeit austreten kann.
Insbesondere bei Anordnung eines grösseren Windkessels, der zweckmässig neben der Pumpe auf der Platte befestigt wird, ist es möglich und erwünscht, einen Rührstrom bei stillstehender Pumpe zur Verfügung zu haben, weil alsdann der Windkessel soviel Luft und Gemisch fassen kann, dass es nur der Öffnung des Hahnes beim Spritzrohr bedarf, um z. B. einen Baum genügend zu bespritzen. Verbindet man einen solchen Windkessel mit dem Gefässe durch einen Schlauch 19, in welchen ein von Hand oder durch Innendruck zu öffnendes Ventil (Hahn 20) eingeschaltet ist und weicher in eine Düse endet, dann wird nach Öffnen dieses Ventiles ein kontinuierlicher Luft- bezw.
Flüssigkeitsstrom in den Hchntter getrieben, der das Rühren bewirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pflanzenspritze, bei welcher ein wirksames Umrühren der mit Pulver gemischten Flüssigkeit in einem Behälter dadurch bewirkt wird, dass ein Teil der von einer Pumpe (5)
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angeordnete, gegebenenfalls regelbare und düsenartige Öffnungen (17) während der Druckperiode in den Flüssigkeitsbehälter zurückgedrückt wird.