AT162300B - Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen hoher Festigkeit und Formkörper daraus - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen hoher Festigkeit und Formkörper daraus

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AT162300B
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Theodor Dr Ing Kleinert
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Lenzinger Zellwolle Und Papier
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  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen hoher Festigkeit und Formkörper daraus 
Es ist bekannt, Kunstharzpressstoffe unter Zu- satz von festigkeitssteigernden Gerüstsubstanzen herzustellen. Als solche werden in der Regel faserige Materialien, wie Holzmehl, Holzschliff,
Zellstoffasern u. dgl. verwendet. Beim Einmischen der Fasermaterialien in die Kunststoffe, insbesondere von Fasermaterial grösserer Stapellänge, ergeben sich jedoch durch Verknäuelung der Fasern Inhomogenitäten und damit Ungleichmässigkeiten in den Festigkeitseigenschaften der fertigen Produkte.

   Es ist weiters bekannt, geschichtete Kunststoffe herzustellen, bei welchen, zwecks Erhöhung der Festigkeitseigenschaften,
Schichten von Gerüstsubstanzen, wie Papier, Textilgewebe, Blätter von   Holzfournieren   und andere flächenhafte Materialien hoher Festigkeit in die Kunststoffe eingebettet werden. Dieser Aufbau der geschichteten Kunststoffe bedingt, dass die Festigkeitseigenschaften in Richtung der Schichtung und senkrecht dazu verschieden sind. 



   Es sind auch bereits Verfahren bekannt, bei welchen porige Füllstoffe als Kunstharzträger verwendet werden. So hat man z. B. zur Herstellung von Kunstleder vorgeschlagen, ein Papiervlies oder Zellwollwattevlies mit wässerigen Kunststoffemulsionen zu tränken. Des weiteren wurde ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus zellstoffhaltigem Material vorgeschlagen, welches darin besteht, dass zerkleinertes zellstoffhaltiges Material, wie Sägespäne, Stroh, Heu usw., mit einer Zellstoffverbindungen enthaltenden Lösung behandelt, verformt und Bädern ausgesetzt wird, bei welchen die Zellstoffverbindung der Lösung in Cellulose übergeführt wird. 



   Demgegenüber betrifft das vorliegende Verfahren die Herstellung eines Werkstoffes und Formkörper aus diesem durch Verpressen von porigen organischen Materialien mit Kunstharzbindemitteln thermoplastischer oder warmhärtbarer Art mit einer nach allen Richtungen hin hohen Festigkeit. Das Verfahren besteht darin, dass   Natur-oder Kunstschwämme   als Harzträger verwendet werden. 



   Es können hiezu gepulverte Kunstharze mit dem Schwammaterial vermischt und dann warmgepresst werden. Hiebei tritt ein Zusammen- fliessen des Kunststoffes ein und er durchdringt in diesem Zustande die Hohlräume der Poren- körper. In ähnlicher Weise können auch die porigen Materialien mit Lösungen von Kunst- harzen in flüchtigen Lösungsmitteln wie Alkohol,
Aceton, chlorierten Kohlenwasserstoffen u. a. imprägniert und nach Abtreiben des flüchtigen
Lösungsmittels die imprägnierten Materialien durch   Druck-und Temperaturanwendung   ver- dichtet werden. In beiden Fällen tritt durch die
Temperatur-und Druckanwendung ein Ver- schwinden der Hohlräume der Porenkörper ein, so dass schliesslich ein porenfreier Werkstoff erhalten wird, welcher die Gerüstsubstanz mög- lichst gleichmässig in Kunstharz eingebettet auf- weist. 



   Durch zahlreiche Versuche wurde gefunden, dass Werkstoffe besonders hoher Festigkeit erhalten werden, wenn Kunstschwämme aus Viskose und Faserstoffen mit einem mittleren Porendurchmesser von nicht wesentlich mehr als 3 mm verwendet werden. 



   Das Schwammaterial kann in Gestalt einzelner grosser Stücke, aber auch in Form einer Vielzahl kleinerer Stücke, beispielsweise in Erbsengrösse, verwendet werden. Letztere haben sich insbesondere für die unmittelbare Herstellung von Formkörpern komplizierter Querschnittsformen als vorteilhaft erwiesen. In gleicher Weise können auch bisher nutzlose Abfälle der gesamten wertvollen porigen Schwammaterialien verwendet werden. 



   Für das vorliegende Verfahren können beliebige thermoplastische oder thermisch härtbare Kunstharze Anwendung finden. Als bevorzugt geeignet haben sich thermisch härtbare Kunststoffe vom Typus der Phenoplaste erwiesen. 



   Auf Grund ihrer guten technologischen Eigenschaften, insbesondere ihrer allseitig hohen Festigkeit, stellen die   erfindungsgemäss   hergestellten Werkstoffe ein   ausgezeichnetes   Material für hochbeanspruchbare Maschinenteile, wie z. B. Zahnräder, Lager u. dgl., wie auch für Gebrauchsartikel aller Art dar, für welche eine gesteigerte Festigkeit von Bedeutung ist. 



   Ein ganz besonderer Vorzug der Erfindung liegt darin, dass beliebige Formkörper direkt ohne 

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 Abfall und Nachbearbeitung verpresst werden können, wie dies aus geschichteten Kunststoffen in der Regel nicht möglich ist. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen hoher Festigkeit und Formkörper daraus durch Verpressen von porigen organischen Materialien mit Kunstharzbindemitteln thermoplastischer oder warmhärtbarer Art, dadurch gekennzeichnet, dass als Harzträger   Natur-oder Kunstschwämme   verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere zur Herstellung von Formkörpern komplizierter Querschnittsformen Natur oder Kunstschwämme in kleinstückiger Form verwendet werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass Kunstschwämme aus Viskose und Faserstoffen, deren mittlerer Porendurchmesser 3 mm nicht wesentlich übersteigt, verwendet werden.
AT162300D 1947-04-14 1947-04-14 Verfahren zur Herstellung von Werkstoffen hoher Festigkeit und Formkörper daraus AT162300B (de)

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