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Tonabnahmevorrichtung für optische Bildtonfilme
Bei Tonabnahmevorrichtungen für optische
Bildtonfilme ist es bekannt, den geraden Leucht- draht der Lichtquelle statt eines Spaltes auf der
Tonspur abzubilden. Anderseits ist es auch bekannt, das abbildende Lichtstrahlenbündel der lichtelektrischen Zelle mittels in den Strahlengang eingeschalteter Spiegel, Spiegelprismen od. dgl. zuzulenken. Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei denen die Abbildung des Spaltes der Tonspur durch Spiegelungen mittels eines Spiegels oder
Spiegelprismas zugelenkt wird. In beiden Fällen tritt durch die Spiegelung ein nicht unerheblicher
Lichtverlust ein.
Die Erfindung besteht dem Bekannten gegen- über darin, dass bei einem Lichttongerät, bei dem der Leuchtfaden einer elektrischen Lichtquelle auf der Tonspur abgebildet wird, und die Achse des abbildenden optischen Systems zwischen
Lichtquelle und Film ohne Ablenkung verläuft, diese Achse senkrecht zur Achse der Tonabnahme- rolle innerhalb der ebenen Schicht liegt, welche durch die um die Tonabnahmerolle laufende Ton- spur bestimmt ist, dass die Abbildung der Licht- quelle auf der Tonspur in einem kleineren Abstand von der Lichtquelle als der Durchmesser der Tonabnahmerolle erfolgt und dass die Lichtquelle samt dem abbildenden optischen System ganz oder teilweise in der hohlen Tonabnahmerolle angeordnet ist.
Bei der erfindungsgemässen geradlinigen Anordnung ist eine Aperturerhöhung weit über das bisher erreichte Mass mit einem Minimum an Lichtverlusten und in mechanisch einfachster Weise möglich.
Ferner ist wesentlich, dass die Lichtquelle, deren Leuchtfaden abgebildet wird, innerhalb der Tonabnahmerolle angeordnet werden kann.
Es ist bekannt, die photoelektrische Zelle innerhalb der hohlen Tonabnahmerolle anzuordnen. Dies ist jedoch in bezug auf den Effekt kein äquivalentes Mittel.
Bei neueren Tonfilmgeräten werden z. B. zur Erzielung einer stereoakustischen Wirkung zwei lichtelektrische Zellen verwendet, die unabhängig voneinander durch zwei Tonspuren gesteuert werden. Es ist nun mit grossen Schwierigkeiten verbunden, zwei Zellen samt den optischen Mitteln zur Abbildung der beiden Tonspuren innerhalb des ausserordentlich beschränkten Raumes der
Tonabnahmerolle unterzubringen.
Jedoch auch bei Verwendung nur einer Photozelle ist eine Unterbringung derselben bei Abbildung des Fadens der Lichtquelle auf der Tonspur schwer durchführbar, da ein Spalt zwischen
Tonspur und Photozelle eingeschaltet werden muss und die Mittel zu dessen Abbildung auf der
Photozelle in dem engen Raum der Filmrolle kaum unterzubringen sind.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2
Ausführungsbeispiele gemäss der Erfindung dar- gestellt. Die Fig. 3 bis 7 zeigen zum Vergleich andere, nicht in den Rahmen der Erfindung fallende Anordnungen.
Die Fig. 1 zeigt in Achsansicht und im Achsschnitt eine Anordnung gemäss der Erfindung.
Der über die hohle Tonabnahmerolle 1 laufende
Film 2 weist bei 3 die Tonspur auf. An der Achse 4 der Rolle 1 sind die Lichtquelle 5 und der Kondensor 6 montiert, der den Leuchtfaden der Lichtquelle auf der Tonspur abbildet. Ausserhalb der Tonabnahmerolle ist das Objektiv 7 und die nicht dargestellte lichtelektrische Zelle angeordnet.
Die optische Achse des abbildenden optischen
Systems steht senkrecht auf der Achse der Tonabnahmerolle und liegt innerhalb der Schicht, die durch die um die Tonabnahmerolle laufende Tonspur bestimmt ist. Die Stromzuführung 8 zur Lichtquelle erfolgt durch die hohle Achse 4.
Fig. 2 zeigt im Achsschnitt eine analoge Anordnung, bei der die Lichtquelle 5 und der Kondensor 6 auf einen Tragarm 9 so angeordnet sind, dass der Leuchtfaden und die optische Achse des Kondensors in der Ebene der Tonspur liegen, während der Lampenkörper und ein Teil des Kondensors samt dem Tragarm ausserhalb der Tonabnahmerolle 1 liegen. Diese Anordnung hat den Vorteil leichterer Zugänglichkeit zu diesen Tonapparaturteilen, ohne das Einlegen des Films zu behindern.
Die übrigen Figuren zeigen andere Ausführungsmöglichkeiten, bei denen die beiden Elemente Leuchtfaden und Kondensormitte1punkt nicht gemeinsam innerhalb der Tonabnahmerolle liegen, die demnach nicht in den Rahmen der
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Erfindung fallen. Diese Figuren zeigen als Beispiel die Nachteile, die durch diese abweichende Anordnung gegenüber der erfindungsgemässen in Kauf genommen werden müssen.
Fig. 3 zeigt eine Ausführung, bei der der Kondensor 6 innerhalb, die Lampe 5 aber ausserhalb des Bereiches der Tonabnahmerolle 1 angeordnet ist. Wie ersichtlich, wird hier fast die Hälfte der Kondensoröffnung abgeblendet. Ähnlich liegt der Fall bei einer Ausführung gemäss Fig. 4. Hier liegen sowohl der Kondensor 6 als auch die Lampe 5 ausserhalb der Abnahmerolle. Das Ergebnis ist wiederum eine beträchtliche Abblendung der Apertur. In Fig. 5 ist eine Ausführung unter Verwendung eines reflektierenden Mittels 9 dargestellt. Hier tritt eine Abblendung der Apertur nicht ein, jedoch ein merklicher Lichtverlust durch die Spiegelung.
Diese Anordnung ist ausserdem mechanisch sehr ungünstig, weil ein unbehindertes Einlegen des Filmes unmöglich ist. Das gleiche gilt für die Ausführung nach Fig. 6, bei der an Stelle des Spiegels ein Prisma vorgesehen ist. Eine Beleuchtung ohne Verwendung von Spiegeln ist allein noch möglich nach Fig. 7, jedoch ist es hier notwendig, die Zahl der optischen Mittel auf mehr als das Doppelte zu erhöhen. Das bedeutet Mehrkosten, wesentliche Lichtverluste und eine Verschlechterung der optischen Abbildungsgüte und dies ist wiederum gleichbedeutend mit einem nochmaligen Lichtverlust.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tonabnahmevorrichtung für optische Bildtonfilme, bei welcher der Leuchtfaden einer elektrischen Lichtquelle auf der Tonspur abgebildet wird und die Achse des abbildenden optischen Systems zwischen Lichtquelle und Film ohne Ablenkung verläuft, und diese Achse senkrecht zur Achse der Tonabnahmerolle innerhalb der ebenen Schicht liegt, die durch die um die Tonabnahmerolle laufende Tonspur bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildung des Leuchtfadens auf der Tonspur in einem kleineren Abstand von der Lichtquelle als der Durchmesser der Tonabnahmerolle erfolgt und dass die Lichtquelle (Tonlampe) samt dem abbildenden optischen System ganz oder teilweise in der hohlen Tonabnahmerolle angeordnet ist.