AT162276B - Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefäßen, insbesondere Braunschen Röhren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefäßen, insbesondere Braunschen Röhren

Info

Publication number
AT162276B
AT162276B AT162276DA AT162276B AT 162276 B AT162276 B AT 162276B AT 162276D A AT162276D A AT 162276DA AT 162276 B AT162276 B AT 162276B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
vessel
vacuum
melting point
discharge vessels
glass
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gerald Dr Kainz
Anton Kos
Original Assignee
Gerald Dr Kainz
Anton Kos
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gerald Dr Kainz, Anton Kos filed Critical Gerald Dr Kainz
Application granted granted Critical
Publication of AT162276B publication Critical patent/AT162276B/de

Links

Landscapes

  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefässen, insbesondere Braunschen Röhren 
Die Herstellung von elektrischen Entladungs- gefässen kann nach verschiedenen Verfahren erfolgen. Vielfach erfolgt sie in der Weise, dass das
Elektrodensystem auf einem Quetschfuss bzw. einer Abschlussplatte des Entladungsgefässes auf die im Quetschfuss oder in die Abschlussplatte eingeschmolzenen Zuleitungen aufmontiert wird. 



   Das System wird sodann in den Kolben hinein- gehängt und der Quetschfuss bzw. die Abschluss- platte kann mit dem Röhrenkolben vakuumdicht verschmolzen werden. Auf diese Weise können sowohl nichtmetallische, d. h. aus Glas oder
Keramik bestehende Entladungsgefässe, als auch   metallische Entladungsgefässe   hergestellt werden. 



   Gegebenenfalls lassen sich auch andere Verfahren bei der Herstellung elektrischer Entladungsgefässe anwenden. 



   In jedem Falle ist es jedoch für die Dauerhaftigkeit des   Gefässes   notwendig, insbesondere bei Entladungsgefässen, die aus Glas bestehen, dass eine spannungsfreie Einschmelzstelle erzielt wird. Hiezu ist es erforderlich, dass die Entladungsgefässe bzw. die Einschmelzstelle nach dem Verschmelzen derart abgekühlt werden, dass der im glühenden Zustand des Glases beim Verschmelzen vorhandene spannungsfreie Zustand bei jeder Temperatur des Abkühlens erhalten bleibt. 



   Dies erreicht man bekanntlich dadurch, dass man den glühenden Glasteil in einen hochgeheizten Kühlofen bringt, wodurch der Abkühlvorgang durch die Wärmekapazität des Ofens so verzögert wird, dass sich die eventuell im Glas entstehenden Spannungen sofort ausgleichen können. Dabei ist zu beachten, dass die Systemteile und andere im Entladungsgefäss vorhandene Metallteile nicht oxydieren. Die Gefahr hiezu ist besonders gross, da zumindest die der Einschmelzstelle benachbarten Metallteile sich auf einer verhältnismässig hohen Temperatur befinden. Aus diesem Grunde wird der Abkühlvorgang in einer inerten Gasatmosphäre vorgenommen. Beispielsweise kann dies mit Stickstoff als Schutzgas erfolgen.

   Das Entladungsgefäss wird also in dem hochgeheizten Ofen bis zum Erkalten ständig mit Stickstoff gespült, wodurch sich ein erheblicher Aufwand ergibt, da der Kühlvorgang entsprechend langsam zu erfolgen hat. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen, ins- besondere Braunschen Röhren, bei dem der thermische Prozess der Abkühlung der Einschmelzstelle wesentlich vereinfacht wird. 



   Nach der Erfindung erfolgt die thermische Behandlung zur Erzielung einer spannungsfreien Einschmelzstelle dadurch, dass die nach beendeter Einschmelzung noch glühende Einschmelzstelle sofort unter Vakuum gesetzt wird und im Vakuum 
 EMI1.1 
 langsame und gleichmässige Abkühlen der Glas- schmelze, frei von Luftströmungen, ist die
Gewähr zur Erzielung einer spannungsfreien Verschmelzung gegeben. Auch lässt sich auf diesem Wege nicht nur die Oxydation, sondern auch die etwaige Bildung von Nitriden, welche beim Spülen mit Stickstoff auftreten, vermeiden. 



   Zur Durchführung des Verfahrens hat es sich als zweckmässig erwiesen, das Entladungsgefäss in ein, vorzugsweise aus Glas bestehendes Gefäss, welches mit einer Vakuumpumpe in Verbindung steht, derart hineinzuhängen, dass sich die Einschmelzstelle im Vakuum befindet. Der andere Teil der Röhre bildet den Abschluss gegen die Aussenatmosphäre. Diese Anordnung entspricht in ihrem Aufbau einem Dewargefäss, da das eigentliche Entladungsgefäss noch von einem Vakuumraum umgeben ist. Auf diese Weise ergibt sich im evakuierten Gefäss infolge der thermischen Isolation des Vakuums, das eine wesentliche Wärmeübertragung ausschaltet, ein gleichmässiges Abkühlen, ohne dass hochgeheizte Kühlöfen erforderlich sind. Wenn das äussere Gefäss zudem aus Glas besteht, kann das Entladungsgefäss während des Kühlverfahrens gut beobachtet werden. 



   In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Abkühlen der Schmelzstellen elektrischer Entladungsgefässe dargestellt, die im folgenden näher erläutert ist. 



   Ein zweckmässig aus Glas bestehender Kolben 1 ist an seinem unteren Ende mit einem Anschlussrohr 2 versehen, welches über den Hahn 3 an eine Vakuumpumpe angeschlossen ist. In den Kolben 1 ist eine Braunsche Röhre 8, die die Einschmelzstelle beispielsweise bei 9 und einen Pumpstengel 10 hat, eingehängt, u. zw. ruht derselbe mit dem erweiterten Teil des Kolbens auf einer Ringscheibe, wobei in dem Ring 6 wiederum eine Gummiabdichtung 7 befestigt ist, welche zur 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 vakuumsicheren Abdichtung des Kolbens gegen die Wandung der Braunschen Röhre dient. 



  Nachdem der mit dem Quetschfuss bzw. der Abschlussplatte vakuumdicht verschmolzene Kolben der Braunschen Röhre in das Glasgefäss 1 hineingehängt ist, wird der Raum um die Einschmelzstelle 9 evakuiert. Hiebei ist auch die im Innenraum der Röhre befindliche Fläche der Schmelzstelle in Vakuum, da der Innenraum der Röhre über den Pumpstengel 10 mit dem vom Glasgefäss 1 umschlossenen Raum in Verbindung steht. Nach beendeter Kühlung der Schmelzstelle ermöglicht der Hahn   3,   der vorteilhaft als Dreiweghahn ausgebildet ist, das Glasgefäss von der Verbindungsleitung 4, welche zur Vakuumpumpe führt, abzuschliessen und über die Verbindungsleitung 5 Luft einzulassen. Nach erfolgter Abkühlung der Schmelzstelle kann nunmehr nach einem der üblichen Verfahren das endgültige Auspumpen und Verschliessen der Röhre vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefässen, insbesondere Braunschen Röhren, dadurch gekennzeichnet, dass die nach der Einschmelzung auszuführende thermische Behandlung mit dem Ziel einer spannungsfreien Verschmelzung durch Einbringen und Abkühlen lassen der glühenden Schmelzstelle im Vakuum erfolgt. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Entladungsgefäss in ein vorzugsweise aus Glas bestehendes Gefäss, welches mit einer Vakuumpumpe in Verbindung steht, derart hineingehängt wird, dass bei Herstellung von Vakuum im Gefäss (1) sich zu allen Seiten der Einschmelzstelle (9) ein Vakuum ausbildet.
AT162276D 1946-01-26 1946-01-26 Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefäßen, insbesondere Braunschen Röhren AT162276B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT162276T 1946-01-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT162276B true AT162276B (de) 1949-02-10

Family

ID=3651390

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT162276D AT162276B (de) 1946-01-26 1946-01-26 Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefäßen, insbesondere Braunschen Röhren

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT162276B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2138751C3 (de) Vorrichtung zur Behandlung eines flüssigen Metalls, insbesondere von Aluminium
DE2263589B1 (de) Verfahren zum herstellen von hohlzylindern, insbesondere von rohren, aus quarzglas und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2926194C1 (de) Giessvorrichtung zur Herstellung metallischer Gussstuecke mit orientierter Struktur
DE2133299C3 (de) Vertikaler Ofen zum isostatischen Warmpressen
AT162276B (de) Verfahren zur Herstellung von Entladungsgefäßen, insbesondere Braunschen Röhren
DE734115C (de) Verfahren zur Herstellung grossflaechiger Verschmelzungen zwischen Glas und Metall
DE3205501C2 (de)
DE907560C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefaessen, insbesondere Braunschen Roehren
DE464830C (de) Verfahren zum Betriebe von elektrischen Blankgluehoefen mit ununterbrochenem Arbeitsgang, bei welchen Gluehgut und Heizwicklung mittels eines Schutzgases umspuelt werden
DE2161461C3 (de) Verfahren zum schmelzmetallurgischen Herstellen von Legierungen für Dauermagnete
DE1953036A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Drucksintern von Pulverkoerpern
DE19919869A1 (de) Gußofen zur Herstellung von gerichtet ein- und polykristallin erstarrten Gießkörpern
DE721911C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einschliessen von leicht oxydierbaren Metallen in Metallroehren
DE593834C (de) Verfahren zur Vakuumbehandlung von Metallen und Legierungen mit Schmelzpunkten ueber 1200íÒ
AT142082B (de) Verfahren zum Abstechen des Pumprohres von gasgefüllten Gefäßen (Glühlampen od. dgl.).
DE421281C (de) Verfahren zum Schmelzen von Leichtmetallen, z. B. Aluminium oder Magnesium, oder vonLegierungen von Leichtmetallen, z. B. Elektron, in Induktionsoefen
DE2921192C2 (de) Gießgerät, insbesondere Vakuum-Druck-Gießgerät für die Dentaltechnik
DE857541C (de) Verfahren zur das Innere einer Elektronenroehre abschliessenden Verschmelzung zwischen Elektroden tragenden bzw. bildenden Teilen derselben
DE969499C (de) Verfahren zum Herstellen von aus Schleuderguss bestehenden, beiderseits mit Flanschen versehenen Rohren
DE498140C (de) Dichtungsmittel fuer elektrische Blankgluehoefen
DE1084446B (de) Einrichtung zum Abgiessen von schmelzfluessigen Metallen hoher Temperatur aus einem Behaelter mit einer im Behaelterboden angeordneten Abguss-oeffnung, die in ein beheizbares Abgussrohr auslaeuft
DE1143606B (de) Anlage zum Schmelzen und Giessen von Metallen oder Legierungen unter Vakuum oder Schutzgas
DE905949C (de) Verfahren zum vakuumdichten Verbinden eines Teiles aus keramischem Werkstoff mit einem Teil aus Glas
DE533576C (de) Verfahren zur Entfernung von Gasen und Daempfen aus einem mit dem Glasteil der Huelle verbundenen Metallteil der Huelle von Entladungsgefaessen
AT118023B (de) Verfahren und Einrichtung zum Entgasen von Metallhohlkörpern in elektrischen Entladungsgefäßen.