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Mischer für gasförmige Stoffe.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mittels welcher in einfachster Weise gasförmige Stoffe, zu welchen auch Luft gezählt wird, in gewünsch- tem, vorteilhaft einstellbarem und nach Einstellung gleichbleibendem Mengenverhältnis gemischt werden können.
Es sind Vorrichtungen zur Herstellung von
Leuchtgas-Luftgemischen bekannt, bei welchen
Gas und Luft voneinander getrennt mittels Schöpf- vorrichtungen, wie Kolben oder Rotationspumpen, und in bestimmtem Verhältnis durch vom Betrieb der Schöpfvorrichtung abhängige Ventile oder
Hähne in den Pumpenraum angeschöpft werden und das Gasluftgemisch dann in die gemeinsame Druckleitung befördert wird. Zur Betätigung der Vorrichtung ist eine Antriebsvorrichtung erforderlich. Es wurden auch Kompressoren zur Herstellung eines unter Druck stehenden Gemisches von Leuchtgas und Luft vorgeschlagen, bei welchen in zwei Kammern je ein Gebläserad für Gas und Luft rotiert. Bei dieser Vorrichtung sind, da es sich um einen Kompressor handelt, die Schaufelräder nach innen offen ausgebildet. Auch diese Vorrichtung benötigt motorischen Antrieb.
Demgegenüber sind bei dem neuen, lediglich eine Dosier-und Mischvorrichtung, nicht aber einen Kompressor darstellenden Mischer, der in bekannter Weise aus einem oder mehreren in zylindrischen Gehäusen rotierenden Schaufelrädern besteht, erfindungsgemäss die'zwischen den Schaufeln gebildeten Mischkammer nach aussen geöffnet und es erfolgt der Antrieb des bzw. der Mischkammerräder durch den bzw. die Gasstrahle, unter Ausschluss jedes Kraftantriebes.
Sowohl die Zuleitungsrohre für die einzelnen gasförmigen Stoffe wie auch das Gemischableitungsrohr münden vorteilhaft tangential zum bzw. zu den Mischkammerrädern in das Gehäuse ein.
Bei Verwendung von nur einem Mischkammerrad liegen alle Gaszuleitungen und das Gemischableitungsrohr in der Ebene des Rades. Die Gasbzw. Luftzufuhr erfolgt unter Druck oder durch Saugwirkung durch die getrennten Zuleitungen in die Kammern des Mischkammerrades, in welchem eine Durchwirbelung und innige Mischung erfolgt, so dass eine bestimmte Menge gut durchgemischten Produktes die Kammern verlässt. Die Menge des aus den Kammern ge- lieferten Gasgemisches, sowie sein Mischungs- verhältnis, kann durch Änderung des Druckes, unter welchem die gasförmigen Stoffe zugeführt werden oder durch Änderung der Einführungs- querschnitte aus den Zuleitungen variiert werden.
Zu letzterem Zwecke kann im Zylindergehäuse ein zweiter, mit Querschlitzen versehener, un- abhängig vom Mischkammerrad koaxial verdreh- barer Zylinder eingesetzt sein, durch dessen Ver- drehung die Breite der Eintrittsschlitze aus den
Gasumleitungen zu den Mischkammer verändert werden kann. Auch durch Änderung der Um- drehungsgeschwindigkeit des Mischkammerrades kann die gelieferte Gemischmenge dem Bedarf angepasst werden.
Werden zwei oder mehrere koaxiale Gemisch- kammerräder verwendet, so ist gewöhnlich jedes für ein besonderes Gas bestimmt. Es erfolgt dann in den einzelnen Kammern keine Durchmischung, sondern nur eine Dosierung, die Mischung findet erst im gemeinsamen Ableitungsrohr statt. Bei dieser Ausführung kann auch durch Wahl verschiedener Tourenzahlen der einzelnen Mischkammerräder bzw. durch ihre Änderung eine Änderung des Mischungsverhältnisses erreicht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Mischgerätes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 die Vorrichtung in einem Schnitt senkrecht zur Drehachse des Mischkammerrades, Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung.
Im Gehäuse 1 ist das mit am Umfang versehenen Mischkammer 3 versehene Rad 2 um die Achse 4 drehbar gelagert. In das Gehäuse münden (im Ausführungsbeispiel) zwei Gaszuleitungsrohre 5, 6 tangential ein ; beispielsweise wird durch das Rohr 5 ein Gas, durch das Rohr 6 Luft zugepresst, im Rohr 8 erfolgt das Abströmen des Gemisches. Im Gehäuse 1 ist, das Rad 2 am Umfang umschliessend, ein Zylinder 7 vorgesehen, der unabhängig vom Mischkammerrad um die gleiche Achse 4 drehbar ist und an den Einmündungsstellen der Zuleitungsrohre 5, 6 sowie an der Ausmündungsstelle in das Ableitungsrohr 8 Schlitze 9, 10 bzw. 11 besitzt.
Durch Verdrehung dieses Zylinders 7 wird der Zuströmquerschnitt zu den Gasmischkammem im Rade 2 und damit die Menge des Gemisches und bzw.
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oder seine Zusammensetzung geändert bzw. geregelt.
Die Fig. 2 enthält als Ergänzung zum vollgezeichneten linken Teil rechts strichliert ein zweites Mischkammerrad 2', welches gleichfalls auf der Achse 4 läuft. Bei Anordnung beider Räder 2 und 2'mündet beim Rad 2 lediglich das Zuführungsrohr 5 ein, während das zweite Gaszuführungsrohr 6'zum Rad 2'führt. Das Ableitungsrohr 8 ist über das zweite Rad 2'verbreitert. In den Mischkammerrädern 2, 2'erfolgt hier lediglich die gewünschte Mengenzuteilung, die Mischung findet erst im Ableitungsrohr 8 statt.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet ausserordentlich genau und gleichmässig und liefert jeweils, bei Beibehaltung der Verhältnisse, dauernd Gemische gleicher Zusammensetzung und in gleicher Menge. Sie eignet sich daher vorzüglich für Anlagen, bei welchen ein gleichbleibendes Gas-Luftgemisch Bedingung für eine gute Dauerfunktion ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mischer für gasförmige Stoffe aller Art, der aus einem oder mehreren, in zylindrischen Gehäusen rotierenden Schaufelrädern besteht, da- durch gekennzeichnet, dass die von den Schaufeln gebildeten Mischkammer nach aussen geöffnet sind und der Antrieb des bzw. der Mischkammerräder durch den bzw. die Gasstrahle, unter Ausschluss jedes Kraftantriebes, erfolgt.