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Brennkraftmaschine mit mehreren zum Betrieb bzw. zum Anlassen über getrennte
Zuleitungen zugeführten Brennstoffen Brennkraftmaf, chinen, welche mit Spiritus oder ähnlichen Brennstoffen betrieben und mit einem leichter vergasbaren Brennstoff wie Benzin oder Benzol angelassen wurden, hatten bisher den fachteil einer unwirtschaftlichen Ausnutzung. Die Unwirtschaftlichkeit beruhte darauf, dass die Verdichtung für den leichter verglasbaren Aniassbrennstoit. z.
B. auf ein Ver- dichtungsverhältnis von ungefähr i :-b bei Benzin oder i : 8 bei reinem Benzol, berechnet werden musste, während der wirtschaftliche Betrieb für Spiritus eine Verdichtung von ungefähr i : 10 bis I : 12 erfordert.
Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, dass man auch für den leichter vergasbaren Brennstoff wie Benzin oder Benzol ein höheres Verdichtungsverhältnis (von z. B. l : 10 bis 1 : 12) zulassen kann, wenn man statt der üblichen normalen Füllung eine geringere Fül- ! ung der Maschine bewirkt. Ein Klopfen des Motors tritt in diesem Falle auch bei Benzin odel Benzol erst bei verhältnismässig hohen Verdichtungsverhältnissen ein. Erfindungsgemäss wird daher die Maschine bei Verwendung des einen Brennstoffes, z. B. Spiritus. mit einer anderen Füllung als bei Verwendung des anderen Brennstoffes (z. B. Benzin, Benzol), insbesondere durch Verwendung verschieden grosser Ansaugequerschnitte betrieben.
Da die Maschine in der Regel nur während der kurzen Zeit des Anlassens, des Anfahrens und gegebenenfalls noch kurz vor dem Abstellen (zur Vermeidung von Korrosion, Wasserbildung o. dgl.) auf den Anlassbrennsotff umzustellen ist, spielt es für den Betrieb der Maschine praktisch keine Rolle,'wenn infolge der geringeren Füllung die Volleistung der Maschine beim Betriel) mit dem Anlassbrennstoff nicht mehr erreicht wird.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können als Brennstoffe ausschliesslich oder teilweise gasförmige Brennstoffe, z. B. einerseits ein flüssiger und andererseits ein gasförmiger Brennstoff, verwendet werden. Zweckmässig erhält die Maschine das für den Betrieb
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wird. Doch können beide Drosseln auch von ein und demselben Bedienungsorgan betätigt werden, wobei eine einfache von Hand oder selbsttätig, z. B. in Abhängigkeit von der Drehzahl, der Maschinentemperatur, vom Anlasser o. dgl., zu bedienende Umsteuerung im Gestänge vorgesehen sein kann, welche zur Umschaltung von Benzin-oder Benzolbetrieb auf Spiritusbetrieb dient.
'Beispielsweise besitzt die Leitung A1 mindestens den zwei-bis dreifachen lichten Querschnitt desjenigen der Leitung2, damit bei Benzin-oder Benzolbetrieb die Füllung der Maschine so weit gedrosselt wird, dass auch bei einem für Spiritusbetrieb normalen Verdichtungsverhättnis von I : 10 bis I : 12 kein Klopfen des Motors auftritt.
In Fig. 2 sind die beiden Drosseln D1 und D2 z. B. an ei" gemeinsames Gestänge G angeschlossen, so dass sie gleichzeitig geöffnet bzw. geschlossen we.', en. Zur Umschaltung dient ein Schieber S, welcher die Ansaugeleitung A entweder (wie dargestellt) mit dem Vergaser V1 (Spiritus) oder mit dem Vergaser V2 (Benzin, Benzol) verbindet und durch ein Gestänge Ga betätigt werden kann. Ferner kann noch eine besondere enge Leerlauf leitung L zwischen dem Benzinvergaser und der Ansaugeleitung A vorgesehen sein, durch welche, insbesondere bei 'kaltem Motor, ein Anlassgemisch kurz vor der Einmündung der Ansaugeleit'-mg in die Mo@orzylinder in dieselbe eingespritzt werden kann. Ein Absperrschieber S1 zum Absperren der Leerlaufleitung kann z. B. durch ein besonderes Organ vom Spritzbrett aus oder auch gemeinsam mit dem Schieber S vom Gestänge Ga betätigt werden.
Die Umschaltung von dem einen auf den anderen Brennstoff kann z. B. auch durch wechselweises Absperren des Brennstoffzuflusses zu < -Vergaserdüse erfolgen, wobei durch die normalerweise nicht ganz abschliessende Drosselklappe ohne Nachteil etwas Nebenluft zu dem im anderen Vergaser erzeugten Gemisch angesaugt werden kann. Die beiden Vergaser V1 und V2 können natürlich auch zu einem Vergaseraggregat vereinigt werden.
In Fig. 3 ist P das Gaspedal, W die Pedalwelle. H1 und H2 sind zwei lose auf der Welle gelagerte Hebel, an welche z. B. die Gestänge GI und G2 (Fig. I) angeschlossen sind und welche wechselweise durch eine Wechselkupplung K mit der Welle gekuppelt werben können.
Die Kupplung kann von Hand oder in geeigneter Weise selbsttätig gesteuert werden. In der Zeichnung erfolgt die Steuerung beispielsweise durch einen im Kühlwasserkreislauf angeordneten Thermostaten T mittels einer Kipphebelvorrichtung Kl, durch welche ruckweise von dem einen auf den anderen Brennstoff (z. B. von Benzin auf Spiritus) umgeschaltet wird, sobald der Motor eine gewisse Temperatur angenommen hat. Zweckmässig wird auch z. B. bei der Ausführung nach Fig. 2 eine ruckartige Umschaltung des Drehschiebers S vorgesehen.
Die Drosselklappe bzw. deren Gestänge oder die Hebel (Ht, H2 o. dgl.) werden durch Federn zweckmässig in unbetätigtem Zustand in Schliessstellung der Drosseln gehalten.
In Fig. 4 ist mit At die Leitung für den gasförmigen, z. B. durch einen Generator oder eine Druckflasche gelieferten Brennstoff bezeichnet, desgleichen in Fig. 5.
Als gasförmige Brennstoffe können alle für den Betrieb in Brennkraftmaschinen geeigneten Gase, z. B. Leichtgase wie Holzgas, Holzkohlengas o. dgl., Schwergase (Butan, Propan o. dgl.) verwendet werden, desgleichen beliebige flüssige Brennstoffe leichterer oder schwererer Art, insbesondere jedoch zum Anlassen der Maschine geeignete leichte Brennstoffe wie Benzin, Benzol. Das Verdichtungsverhältnis und der Querschnitt der Saugrohre richtet sich nach der jeweiligen Verdichtungsfestigkeit des verwendeten Brennstoffes.
Wird z. B. die Maschine normalerweise mit Holzgas betrieben, während das Anlassen mittels Benzin oder Benzol erfolgt, so wird zweckmässig ein Verdichtungsverhältnis der Maschine
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PATENT 'SPRÜCHE :
I. Brennkraftmaschine mit mehreren zum Betrieb bzw. Anlassen über getrennte Zuleitungen zugeführten Brennstoffen von verschiedener Verdichtungsfestigkeit, wobei als Betriebsbrennstoff Spiritus, Holzgas oder Butan oder ein anderer Kohlenwasserstoff und insbesondere als Anlassbrennstoff Benzin oder Benzol verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffztleiiungen im Verhältnis der Verdichtungsfestigkeit der verwendeten Brennstoffe für verschiedene Füllungsgrad bemessen sind.