AT160640B - Packungsring für Stopfbuchsen u. dgl. - Google Patents

Packungsring für Stopfbuchsen u. dgl.

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AT160640B
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graphite
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Ohg Gustav Huhn
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  Packungsring für Stopfbuchsen u. dgl. 



   Die Erfindung betrifft einen Packungsring für Stopfbuchsen u. dgl. Erfindungsgemäss soll dieser
Ring ausschliesslich aus komprimiertem Graphit bestehen. 



   Man hat schon vorgeschlagen, Packungsringe aus einem Gemisch von Graphit und Metallpulver,   z.'B.   gepulvertem Blei, gegebenenfalls unter Zusatz eines besonderen Bindemittels, wie Wachs, Fett, Teer, Pech od. dgl., herzustellen. Derartige metallhaltige   PackUl1gsmaterialien   weisen aber den Nachteil auf, dass sie durch Säuren angegriffen werden und daher für Abdichtung gegen diese oder säurehaltige Medien ungeeignet sind. Auch die zugesetzten Bindemittel, wie Wachs, wirken vielfach nachteilig, weil solche Bindemittel, namentlich dort, wo es sich um die Abdichtung bei hohen Temperaturen handelt, leicht abgesondert werden und dann zu Unzuträglichkeiten, Verklebung u. dgl. führen. 



   Es hat sich nun   überraschenderweise   ergeben, dass es möglich ist, Packungsringe aus Graphit allein, ohne Zusatz von Metallen und Bindemitteln, durch Kompression in haltbarer Form herzustellen. 



  Dies war keineswegs vorauszusehen ; vielmehr nahm man bisher an, dass der Metallzusatz nötig sei, um überhaupt haltbare Ringe herstellen zu können, und um so grösser sein müsse, je fester die Ringe sein sollten. Auch den Bindemittelzusatz hielt man zur Erreichung dieses Ergebnisses für nötig. 



   Wie die Versuche ergeben haben, gelingt es, Flockengraphit bei Anwendung sehr hoher Druckwirkungen, vorzugsweise solcher von 9000   kg/cm2   oder mehr, in die Form von Ringen zu pressen, die   transport-und lagerfähig   sind und auch die nötige Behandlung beim Einsetzen der Ringe in die Stopfbüchsen u. dgl. gut aushalten. Diese Ringe zeichnen sich, da sie aus Graphit allein bestehen, gegenüber den erwähnten bekannten Graphit-Metallringen auch noch durch erhöhte Schmierfähigkeit aus. 



   Die Ringe können in beliebiger Form und Grösse einteilig oder auch mehrteilig, also in Form von Segmenten, hergestellt werden. Wird nach ihrer Einsetzung in die Stopfbuchse deren Brille angezogen, so platzen die Ringe, und das plastische komprimierte Graphitmaterial füllt dann die noch frei gebliebenen Räume der Stopfbuchse aus, so dass eine vollkommene Abdichtung gegen die Welle, Stange od. dgl. eintritt. Dabei bleibt das Packungsmaterial aber sehr elastisch, kann also den radialen Schwingungen der Stange, Welle od. dgl. folgen und schmier diese gleichzeitig, so dass eine Abnutzung der Stange oder Welle verhindert wird. 



   Für die Herstellung der Ringe kann man einfach so verfahren, dass loser Flockengraphit in die Matrize der Pressform eingefüllt und dann mittels des Stempels in der Form unter einem Druck von 9000   kg/cm   oder noch höherem Druck zusammengepresst wird. 



   'Es hat sich nun weiterhin ergeben, dass es für die Herstellung tadelloser Produkte wichtig ist, die Verpressung des Flockengraphit nicht in einem einzigen Arbeitsgang vorzunehmen, sondern in mehreren Stufen und nach Ausführung der einzelnen Stufenpressungen den Druck in der Formpresse vollkommen zu entspannen. Dadurch wird die Möglichkeit gegeben, dass die bei der vorangegangenen Zusammenpressung des Flockengraphit in die Masse mit eingeschlossene, komprimierte Luft entweichen kann. Man erhält auf diese Weise also praktisch luftfreie Presslinge, die infolgedessen gut haltbar und stets fast glashart sind. 



   Je nach Bedarf kann man die Pressung in zwei oder mehreren Stufen oder Arbeitsgängen ausführen. Dabei wird zweckmässig bei der ersten Pressung ein geringerer Druck angewandt als bei den späteren. Beispielsweise wendet man für die erste Pressung nur etwa einen Druck von der halben Höhe desjenigen der letzten Pressung und bei einer etwaigen zweiten   Zwischenpressung   einen Druck an, dessen 

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Höhe zwischen demjenigen der ersten und dem der letzten Pressung liegt. Man kann also beispiels- weise für die erste Pressung einen Druck von   4500 lcglcm",   für die zweite Zwischenpressung einen solchen von etwa 7000   kg/cm2   und für die   Schlusspressung   dann einen solchen von etwa 9000   kg/cm2   anwenden. 



   Das erhaltene Produkt kann beliebig frei gehandhabt werden. Wird der Ring in einen Packungs- raum eingeschoben, der entweder Spiel gegen die abzudichtende Spindel oder Welle oder aber Spiel in dem abzudichtenden Packungsraum oder auch nach beiden Richtungen besitzt, und wird nun die
Stopfbuchsenbrille leicht angezogen, so platzt der Graphitring, und der vorher fest zusammengehaltene
Flockengraphit wird mehr oder weniger wieder frei. Gleichzeitig wird Luft in die feinen, porenartigen
Zwischenräume zwischen den Graphitflocken eingesaugt. Dadurch erhält die Packung eine sehr grosse
Elastizität, auf der ihre erprobte vorzügliche Brauchbarkeit beruht. Nur auf diese Weise ist es möglich,
Flockengraphit gleichmässig in einen Packungsraum hineinzubringen und darin zu verteilen. 



   Die Packung eignet sich für Verwendung an allerverschiedensten Stellen, insbesondere auch für Rotationspumpe und sonstige Zwecke. Auch gegen Benzin, Petroleum und ähnliche flüchtige
Stoffe wird auf diese Weise eine völlige Abdichtung erzielt, u. zw. ohne dass eine merkbare Reibung durch die Dichtung verursacht wird. Eine Abnutzung der Spindel oder Welle kommt bei ihrer Ver- wendung also nicht in Betracht, wogegen anderseits die Packung aus dem gleichen Grunde sehr lange brauchbar bleibt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Packungsring für Stopfbuchsen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass er ausschliesslich aus komprimiertem Flockengraphit besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Packungsringen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Flockengraphit unter sehr hohem Druck, vorzugsweise unter 9000 kglee oder mehr, in die Ring- form gepresst wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressung des Flockengraphit in mehreren Stufen erfolgt und zwischen den einzelnen Stufen eine Druckentlastung zwecks Entweichung der eingeschlossenen Luft vorgenommen wird.
    4. Verfahren zum Abdichten von Kolbenstangen, Spindeln und Wellen mittels Stopfbuchsen od. dgl. unter Verwendung von nach den Ansprüchen 2 und 3 hergestellten Graphitringen, dadurch gekennzeichnet, dass man die unter hohem Druck gepressten Ringe aus Flockengraphit in den Packung- raum hineinschiebt und diese Ringe dann durch Anziehen der Stopfbuchsenbrille od. dgl. zerquetscht und dadurch den Packungsraum vollständig mit Flockengraphit ausfüllt.
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