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Schreibstiftmantel.
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Als besonders zweckmässig hat es sich erwiesen, bei der Herstellung von Mänteln für Zeichenund Schreibstifte dem Bindemittel an sich bekannte Weichmacher zuzusetzen. Dadurch wird die Schnittigkeit des Holzes wesentlich erhöht. Die Stifte können daher leicht angespitzt werden. Als Weichmacher können beispielsweise Lösungen oder Emulsionen von Paraffinen, Ölen, Fetten und Wachsen oder Lösungen von suphurierten Ölen und Fetten und Fettalkoholen dienen. Die Weichmacher wirken entweder auf das Holz oder auf das Bindemittel. Es können jedoch auch solche verwendet werden, die sowohl das Holz als auch das Kunstharz beeinflussen. Natürlich kann die Behandlung mit den Weichmachern auch durch Tränken der fertigen Holztafeln vorgenommen werden, wodurch der gleiche Erfolg erzielt wird.
Die oben genannten Bindemittel können in der verschiedensten Weise zur Anwendung gelangen.
So können sie in fester, aber auch in flüssiger Form angewendet werden, so dass sie die Holzfolien durchdringen können. Auch können sie vor der Verwendung gelöst oder emulgiert werden. Das Aufbringen des Bindemittels mit den angegebenen Zusätzen oder ohne dieselben erfolgt bei Verwendung von flüssigen Bindemitteln oder von Bindemittelemulsionen durch Aufstreichen oder durch Durchziehen der Holzfolie durch die Bindemittellösung bzw.-emulsionen. Der Überschuss des Bindemittels wird nachträglich abgequetscht. Feste Bindemittel können, gegebenenfalls mit den Zusätzen, auf die befeuchtete Folie aufgestäubt werden.
Vorzugsweise wird bei der Herstellung der Stiftmäntel ein Arbeitsverfahren angewendet, bei dem die Holztafeln während des für das Abbinden des Bindemittels notwendigen Pressens durch den dabei aufgewendeten Druck gleichzeitig in Formen gepresst werden, so dass während des Pressvorganges zugleich die Formgebung einer Mantelhälfte eines Schreibstiftes erzielt wird.
Bei solcher Herstellung einer Schreibstiftmantelhälfte kann dabei gleichzeitig die Rille für die Mine eingepresst werden. Man kann aber auch so verfahren, dass während des Pressvorganges zur Bildung der Minenrillen eine mit Rippen versehene Metallplatte auf die etwa die Dicke einer Mantelhälfte aufweisende Holztafel aufgelegt und die äussere Form des Stiftmantels mittels der bisher üblichen Maschine gebildet wird.
Durch die oben erwähnten Holxmehlschichten, welche vorzugsweise mit Holzfoliensehichten abwechseln, wird ein spezifisch sehr leichter und poröser Werkstoff geschaffen. Die aus ihm hergestellten Schreibstifte sind sehr leicht. Ihr geringes Gewicht bietet einen insbesondere für Ausfuhrzwecke nicht zu unterschätzenden Vorteil. Das Einfügen der Holzmehlschiehten erfolgt derart, dass das Holzmehl auf die mit dem Bindemittel versehenen Holzfolienschichten aufgestreut wird. Das Holzmehl kann aber auch mit dem Bindemittel oder mit dessen Zusätzen gemischt und mit diesen aufgestäubt, aufgestrichen oder sonstwie aufgebracht werden.
Stiftmäntel, welche gemäss der Erfindung ausgebildet sind, besitzen eine gesteigerte Festigkeit.
Die Gefahr des Verwerfens und Verziehens ist behoben. Die Wasseraufnahmefähigkeit der gemäss der Erfindung hergestellten Erzeugnisse ist äusserst gering, so dass sie auch unter ungünstigen Bedingungen, wie sie beispielsweise in den Tropen herrschen, verwendet werden können. Es ist eine gute
Spitzfähigkeit gewährleistet.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an verschiedenen'Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Es zeigt Fig. 1 eine Holztafel aus Schichtholz, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Schreibstift, Fig. 3 eine Schichtholztafel von der Dicke einer Schreibstifthälfte mit zur Aufnahme der Minen dienenden Rillen, Fig, 4 einen Teil einer Pressvorrichtung zur Herstellung runder Sehreibstifte, Fig. 5 die Vorderansicht einer in einer ähnlichen Pressvorrichtung hergestellten Holztafel für eckige Stifte, Fig. 6 einen Teil einer Pressvorrichtung, welche nur zur Bildung der Minenrillen dient, und Fig. 7 einen Querschnitt durch einen Teil einer Holztafel, die aus Holzfolienschichten und Holzmehlschichten besteht, in stark vergrösserter Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Schichtholztafel besteht aus den Holzfolienschichten j, welche durch Leimschichten 2 miteinander verbunden sind. Die Fasern 3 sämtlicher dünnen Schichten 1 verlaufen parallel. Bei der Herstellung der Tafel werden die dünnen Holzschichten 1 auf beiden Seiten mit einem Bindemittel überzogen bzw. getränkt, dann aufeinandergelegt und unter Druck sowie gegebenenfalls unter Temperaturerhöhung zu einem festen Körper vereinigt. Diese Tafel wird zu Schreibstiftmantel- hälften verarbeitet.
Es werden die entsprechenden Stücke aus der Holzfolientafel derart herausgeschnitten, dass die Schnittebene parallel zu den Klebeebenen verläuft.
Die Mantelhälften 18 und 19 des in Fig. 2 gezeichneten Schreibstiftes, zwischen welchen die Mine 20 eingebettet ist, bestehen ebenfalls aus Holzfolienschichten 1, welche mittels Leimschichten 2 in der beschriebenen Weise zu einem festen Mantelkörper vereinigt sind. Die dünnen Holzschichten 1 verlaufen parallel zu der Stiftachse. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel verlaufen sie ausserdem parallel zu der von den beiden Mantelhälften jM und 19 gebildeten Trennebene 21. Ferner ist die Anordnung der Schichten 1 derart getroffen, dass auch ihre Fasern 3 parallel zur Stiftachse gerichtet sind.
Die Mantelhälften 18 und 19 werden z. B. durch Herausfräsen aus einer in der beschriebenen Weise, hergestellten Holzfolientafel 34 gebildet, wie sie in Fig. 3 perspektivisch dargestellt ist. Die Rillen 22 auf Aufnahme der Minen 20 sind in bekannter Weise in die Tafel eingefräst.
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Die Herstellung kann aber auch auf andere Weise erfolgen, nämlich derart, dass gleichzeitig mit dem zum Verleimen der Holzschichten 1 bei der Bildung der Tafel erforderlichen Pressvorgang die äussere Form der Sehreibstiftmantelhälften in die Tafel eingepresst wird, so dass die Tafeln z. B. für die Herstellung runder Schreibstifte den aus Fig. 4 ersichtlichen Querschnitt der Tafel 23 und für die Herstellung eckiger Schreibstifte einen Querschnitt gemäss der in Fig. 5 dargestellten Tafel 24 erhält.
Aus diesen Tafeln 23 und 24 brauchen dann zur Bildung der Mantelhälften 18 und 19 nur die Zwischen- stücke 25 herausgenommen, z. B. herausgefräst werden.
Zur Herstellung solcher Tafeln 23 bzw. 24 dient eine Vorrichtung, welche aus einer oder mehreren Formplatten 26 besteht, welche dem gewünschten Querschnitt der Schreibstifte entsprechende Vertiefungen 27 aufweist, und aus einer Pressplatte 28, welche zur Bildung der die Minen aufnehmenden Rillen mit Rippen 29 versehen ist. Zwischen den Platten 26 und 27 der Vorrichtung können auch noch Heizplatten oder-röhren od. dgl. 30 angeordnet werden, so dass das Pressen nicht, unter Druck nur sondern auch unter Hitze erfolgen kann.
Falls gewünscht wird, die äussere Form der Mantelhälften aus der Holzfolientafel mit den bisher bei der Bleistiftherstellung üblichen Maschinen herauszuarbeiten, so ist das, wie oben erwähnt, ohne weiteres möglich. In diesem Falle ist es jedoch vorteilhaft, wenigstens die Rillen 22 in die aus den Folien 1 bestehenden Tafeln 34 mit Hilfe einer Pressvorrichtung einzupressen, welche aus Pressplatten 32 besteht, die mit Rippen 33 versehen ist (s. Fig. 6).
An Stelle einer Holztafel, welche nur aus Holzfolienschiehten 1 besteht, kann auch eine Tafel gemäss Fig. 7 verwendet werden. Diese besteht abwechselnd aus Holzfo1ienschichten 1 und Holzmehlschichten 35.
Durch die Verwendung erfindungsgemäss aufeinandergesehichteter Holzfolien wird nicht nur erreicht, dass edle Hölzer bezüglich ihrer Festigkeit und Schnittigkeit durch weniger wertvolle Hölzer ersetzt werden können, sondern es ist mit Hilfe der oben beschriebenen Färbung auch möglich, den aus weniger wertvollem Holz bestehenden Tafeln das Aussehen edler Hölzer zu geben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus aufeinandergeleimten Holzfolienschichten zusammengesetzter Schreibstiftmantel, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzfolienschiehten eben und mit parallelen Fasern zueinanderausgeriehtet sind.