AT160508B - Maximumtarifzähler zur Verrechnung elektrischer Energie nach dem Grundgebührentarif. - Google Patents

Maximumtarifzähler zur Verrechnung elektrischer Energie nach dem Grundgebührentarif.

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AT160508B
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Description


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   Ein an das Verbrauchernetz 1 angeschlossenes Zählersystem 2 treibt über das Getriebe 3 das Getriebe 4 an, das mit weiteren Getrieben   5   und 6 verbunden ist. Das eine Getriebe   5   ist hiebei über ein Getriebe 7 mit einem den Gesamtverbrauch registrierenden Zählwerk 8 und ausrückbar über Getriebe 9, 10 mit dem   den Überverbrauch   in einer Registrierperiode registrierenden Zählwerk 11 gekuppelt. Das andere Getriebe 6 ist wiederum über ein ausrückbares Getriebe 12 mit der Höchstverbrauchseinrichtung 13 verbunden. 



   Die   Höchstverbrauchseinrichtung   13 weist in bekannter Weise ein periodisch erregtes, auf 
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 vorwärts bewegten Maximumzeiger 16 und eine Skala 17 auf. Das   Schlepporgan 15   der Höchstverbrauchseinrichtung 13 wirkt noch mit einer Kontaktvorrichtung 18 zusammen, die sich aus einem unter dem Einfluss einer Feder 19 stehenden Kipphebel 20 und den beiden Kontaktfedern   21,   22 zusammensetzt. Die Kontaktvorrichtung 18 ist zur Einstellung eines bestimmten Verbrauchswertes an einem konzentrisch zur Skalenscheibe 17 liegenden Ring 23 verstellbar.

   In Reihe mit den Kontaktfedern   21,   22 der Kontaktvorrichtung M liegen die Erregerspule   24   eines auf ein Zählwerk 25 für die Registrierung der Anzahl der Überverbrauchsperioden einwirkenden Relais 26 und die Erregerspule 27 eines auf das ausrückbare Getriebe   j ! C des Überverbrauchszählwerkes H   einwirkenden Relais 28. 



   Bei Entnahme elektrischer Energie aus dem Netz 1 wird innerhalb einer Registrierperiode 
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 entkuppelt. Am Ende der Registrierperiode wird das Auslöserrelais 14 kurzzeitig erregt und damit die Höchstverbrauchseinrichtung vom Zählersystem 2 entkuppelt. Das Schlepp organ 15 gelangt dann in bekannter Weise in seine Anfangsstellung. Eine Beeinflussung der Kontaktvorrichtung 18 wird, wenn in dieser Registrierperiode der eingestellte Verbrauchswert nicht erreicht wurde, von dem Schlepporgan nicht erfolgen. Die Kontaktvorrichtung 18 bleibt dann also in der Offenstellung, so dass die Relais 26, 28 der beiden Zählwerke 25, 11 nicht erregt wurden. Das Schlepporgan 15 wird jedoch auf den Kipphebel 20 der Kontaktvorrichtung 18 einwirken, sobald in einer Registrierperiode der ein- 
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 verbrauchseinrichtung 13 ersichtlich.

   Hier befindet sich ausserdem der Maximumzeiger 16 in einer noch höheren Stellung als das Schlepporgan 15. Es muss also in einer der früheren Registrierperioden der Höchstverbrauch noch höher gewesen sein als es in der letzten Registrierperiode der Fall ist. Das Schlepp organ 15 kann natürlich entsprechend dem stattfindenden Verbrauch noch weiter bewegt werden und bei genügend hohem Verbrauch den Maximumzeiger 16 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers mitnehmen. 



   Wird also in einer Registrierperiode der zulässige   Höchstverbrauch   übersehritten, so wird das Schlepp organ 15 die Kontaktvorrichtung 18 in die Schliessstellung bringen, so dass die beiden Relais 26 und 28 erregt werden. Das Zählwerk 11 wird somit mit dem Zählersystem 2 gekuppelt und von diesem angetrieben. Ferner wird das Zählwerk 25 von dem Relais 26 um einen Schritt vorwärts geschaltet. 
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 einrichtung 13 von dem Zählersystem 2 bewirken. Das Schlepporgan   M   wird dann bei seiner Zurückführung in die Anfangsstellung die Kontaktvorrichtung 18 betätigen. Diese gelangt daher jetzt in die Offenstellung, so dass die Relais 26 und 28 wieder entregt werden. Der Anker des Relais 26 fällt dann infolge seines Eigengewichtes wieder herab und das   Zählwerk wird infolge des.

   Zuges   der Feder 30 von dem Zählersystem 2 entkuppelt. Die einzelnen Teile des Maximumzählers befinden sich dann wieder in ihren Anfangsstellungen, so dass sich der beschriebene Vorgang in der nächsten Periode wiederholen kann. 



   Bei dem beschriebenen Maximumzähler wird also
1. der Gesamtverbrauch der bezogenen Kilowattstunde von dem Zählwerk   8,  
2. der Überverbrauch in einer Registrierperiode von dem Zählwerk 11,
3. die Anzahl der   Überverbrauchsperiodell   von. dem Zählwerk 25 registriert und
4. die höchste mittlere Leistung von dem Maximumzeiger 16 angezeigt. 



   Auf Grund dieser Angaben kann beispielsweise folgender Tarifvertrag vereinbart werden. 



   Tarifvertrag A : a) Vereinbarung von Grundgebührenleistung und deren Preis pro Kilowatt, b) Festsetzung einer Arbeitsgebühr für die Kilowattstunde nach 1, e) Festsetzung einer   Zuschlaggebühr   für die Kilowattstunde nach 2, d) Festsetzung einer Zuschlaggebühr für das Kilowatt nach 4, die aber nur dann in Kraft tritt, wenn die Überverbrauchsperioden eine bestimmte Anzahl erreichen oder überschreiten. 



   Aus dem Tarifvertrag A ist zu ersehen, dass er die Härten des reinen Maximumtarifs nicht enthält. Es ist hier vielmehr so, dass der Vertrag nicht auf der einmaligen Überschreitung basiert. 



  Vielmehr werden dem Abnehmer mehrere Überlastungen gestattet, für die er aber finanziell aufzukommen hat. Um aber kurzzeitige Überlastungen nicht ins Ungemessene steigen zu lassen, wird für die Festsetzung einer Zuschlaggebühr die Maximumanzeige in Betracht gezogen. Bei diesem Tarif- 

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 vertrag hat der Abnehmer das Bestreben, die   Grundgebührenleistung   nicht zu überschreiten, da ihm nur dann die effektiv bezogenen Kilowattstunden am billigsten zu stehen kommen. 



   Man kann auch noch eine andere Auswertung der vom Maximumzähler gemachten Angaben erzielen. Es sei daher zur   näheren'Erläuterung   eines weiteren Tarifvertrages darauf hingewiesen, dass bei jeder Überschreitung der eingestellten Verbrauchsgrenze von dem Zählwerk 25 eigentlich eine ganz bestimmte Verbrauchsmenge gezählt wird. Weiterhin zählt das Zählwerk 11 die in jeder Überverbrauchsperiode stattfindende Überverbrauchsmenge. Summiert man diese beiden Verbrauchsmengen, so erhalten wir für jede   Überverbrauchsperiode   die gesamte Verbrauchsmenge. Für diese Verbrauchsmenge ist nun eine Zuschlaggebühr zu zahlen. Bei dieser Verrechnungsart ist es so, dass kleine häufige Überlastungen dem Verbraucher teurer zu stehen kommen als hohe wenige Überlastungen.

   Das dürfte leicht klar werden, wenn man den Gesamtverbrauch in einer bestimmten Anzahl Registrierperioden einem zweiten gleich hohen Gesamtverbrauch gegenüber stellt, von dem der eine aber mehrere niedrige Überlastungen und der andere nur eine hohe Überlastung aufweist. Im erstgenannten Fall wird dann der Verbraucher für die bezogenen Kilowattstunden mehr zu bezahlen haben als im zweiterwähnten Fall. Diese Eigentümlichkeit des Verrechnungsverfahrens ist deshalb insbesondere   erwünseht,   da es den Abnehmer zwingt, seine   Gebührenleistung   genau zu bestimmen. 



   Ein solcher Vertrag würde etwa folgendermassen lauten : 
Tarifvertrag B : a) Vereinbarung der Grundgebührenleistung und deren Preis je Kilowatt, b) Festsetzung einer Arbeitsgebühr für Kilowatt nach 1, c) Festsetzung einer   Zuschlaggebühr   je Kilowattstunde für den gesamten Verbrauch in den Überverbrauchsperioden, d) Festsetzung einer Zuschlaggebühr für das Kilowatt nach 4, im Falle einer   Überschreitung   der vereinbarten Grundgebührenleistung oder   d')   Festsetzung einer Zuschlaggebühr für das Kilowatt nach 4, die aber nur dann in Kraft tritt, wenn die Überverbrauchsperioden eine bestimmte Anzahl erreichen oder überschritten. 



   Aus den zwei angeführten Tarifverträgen kann ohne weiteres erkannt werden, dass auch das Elektrizitätswerk ohne Einheitspreise grosser Höhe ansetzen zu müssen, auf seine Rechnung kommt. 



   Es ist natürlich noch nicht unbedingt notwendig, die Anordnung so zu treffen, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist. So kann die Zählung des in den Überverbrauchsperioden stattfindenden gesamten Verbrauches auch dadurch bewirkt werden, dass ein Differentialgetriebe vorgesehen wird, dessen einer Getriebeteil über ein Getriebe mit entsprechender Getriebeübersetzung mit der von dem Relais 26 beeinflussten Achse, dessen anderer Getriebeteil mit dem verschwenkbaren Zahnrad des Getriebes 10 und dessen dritter Getriebeteil mit dem Zählwerk 11 gekuppelt ist. Der Antrieb des Differentialgetriebes erfolgt hiebei so, dass der dritte Getriebeteil die Summe der Bewegungen der beiden andern Getriebeteile ausführt, wodurch das Zählwerk 11 den gesamten Verbrauch in den Überverbrauchsperioden registriert.

   Weiterhin kann auch die Steuerung der beiden Zählwerke 11 und 25 von der Höchstverbrauchseinrichtung 13 auch auf mechanischem Wege bewerkstelligt werden. Der Antrieb des Zählwerkes 11 vom Zählersystem 2 könnte wiederum auch auf elektrischem Wege, beispielsweise durch Impulsgebung, erfolgen. Die beiden Zählwerke 11 und 25 können dann in einem besonderen Gehäuse angeordnet werden. Der   Höchstverbrauchszeiger   kann auch, für den Fall, dass eine Höchstanzeige nicht für erforderlich erachtet wird, in Wegfall kommen. 



   In der Fig. 2 ist eine Zählwerkseinrichtung mit einem Zählwerk 38 dargestellt, auf das bei Über-   schreitung   der festgesetzten Verbrauchsenergie sowohl der auftretende Überverbrauch als auch die eingestellte Verbrauchsmenge übertragen wird. Zu diesem Zwecke ist das Zählwerk 38 mit einem Summiergetriebe 31 verbunden, das bei Überschreitung der festgesetzten Verbrauchsgrenze entsprechend dem   stattfindenden Überverbrauch   vom Wattstundenzähler über eine Antriebseinrichtung 28 und entsprechend der eingestellten Verbrauchsmenge von der Antriebsvorrichtung 26 angetrieben wird. 



   In Fig. 3 ist in Diagrammform ein beliebiger Belastungsverlauf aufgezeichnet, u. zw. während der Dauer einer Registrierperiode T. Die strichpunktierte Linie stellt den Mittelwert dieser Belastung während der Zeit T vor. Die strichlierte Linie gibt den Wert der eingestellten Pauschalgrenze. Die punktierte Linie ist die Zeit-Weg-Kurve des Maximumzeigers. Im Punkt A, dem Schnittpunkt der Zeit-Weg-Linie des Maximumzeigers mit der Pauschalgrenze, wird das Zählwerk 11 und 25 der Fig. 1 eingeschaltet. Die Fläche, welche durch die Pauschalgrenze die Linie der mittleren Belastung, die Ordinatenachse und die Ordinate im Zeitpunkte T begrenzt ist, stellt den Überverbrauch über der Pauschalgrenze dar, welcher vom Zählwerk 11 angezeigt wird.

   Die Fläche, welche von der Ordinatenachse, der Pauschalgrenze, der Ordinate im Punkt T und der Abszissenachse begrenzt wird, ist identisch mit der Anzeige des Zählwerkes 25, unter   Berücksichtigung eines Multiplikationsfaktors,   der entweder durch geeignete Wahl   von Übersetzungsrädern mechanisch berücksichtigt werden   kann oder mit dem rechnerisch die Angaben des Zählwerkes 25 vervielfacht werden. Die Summe aus den beiden 
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Claims (1)

  1. EMI4.2
AT160508D 1935-11-27 Maximumtarifzähler zur Verrechnung elektrischer Energie nach dem Grundgebührentarif. AT160508B (de)

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