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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Begasen der Gewebe des menschlichen Körpers (Insufflation) durch Kanüleneinstich und zum gleichzeitigen Absaugen überschüssiger Gase aus der
Umgebung der Einstichstelle, die aus biegsamen Zu-und Ableitungen und einem starren, beide Leitungen umschliessenden Handstück besteht.
Gemäss der Erfindung ist an solchen Einrichtungen vorgesehen, dass die Zuführungs-und Absaug- leitungen sowohl im starren Handstück als auch im biegsamen Schlauchteil konzentrisch ineinander- geführt sind, wobei die an die innere Rohrleitung angeschlossenen Kanüle durch eine als Absaugöffnung dienende Durchbrechung der äusseren Leitung mit Abstand hindurchgeführt ist. Das Absaugen des Überschussgases ist besonders beim Begasen von Zahnfleieh und Zahnwurzeln mit Ozon von grösster
Wichtigkeit, weil das Eindringen von Ozon in den Luftweg starken Hustenreiz verursacht. Bei einer bekannten Einrichtung für diese Zwecke besteht die Absaugleitung in einer besonderen, neben der
Zuleitung liegenden Leitung, die am Handstück der letzteren angeklammert ist.
Das Überschussgas wird in diesem Fall mittels einer besonderen Auffanggloeke, welche die in einer Kanüle endigende Zuleitung im Bereich dieser Kanüle umfängt, abgesaugt. Im Gegensatz zu den bekannten Spül-und Massiereinrichtungen mit doppelrohrigem Mundstück, die in die zu behandelnden Körperhöhlen eingeklemmt sind, sich also dort ohne Festhalten mit der Hand selbst halten, ist bei den Begasungseinrichtungen der durch die Erfindung verbesserten Art das Handstück stets während der Begasung von der Hand zu führen, entsprechend der gewünschten Einführungsrichtung zu drehen und dauernd zu halten.-
Im Hinblick auf diese Umstände ergibt sich durch die Erfindung eine äusserst leichte, handliche Einrichtung, die ein wendiges Arbeiten ohne übermässige Ermüdung ermöglicht.
Um auch in engen Räumen ein solches wendiges Arbeiten zu ermöglichen, ist zusätzlich an Stelle einer grossen Auffangglocke bei der Erfindung eine einfache Durchbrechung des Saugrohrteiles des Handstückes vorgesehen, die mit ihrem Rand das Kanülenende eng umgibt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch das Handstück und Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie 11-II in Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine Gesamtanordnung der Einrichtung.
Das gasförmige Heilmittel wird aus einem Vorratsbehälter 10 entnommen und durch einen engen Zuführungsschlauch 1 entsprechend dem in Fig. 1 eingezeichneten Pfeil der Operationsstelle zugeführt. Das operationsseitige Ende dieses Schlauches ist auf den Anschlussstutzen 2 beines Durchlassstückes 2 aufgeschoben, das auf der andern Seite einen Gewindestutzen 2 a trägt. Auf diesen Gewindestutzen ist eine Überwurfmutter 3 zum Festspannen einer Kanüle 4 aufgeschraubt. Das Durchlass- stück 2 trägt in der Mitte einen zahnradähnlichen Kranz, der im operationsseitigen Ende einer als Handstück dienenden Rohrhülse 5 befestigt ist.
In das rückwärtige Ende dieser Hülse 5 sind ein Ableitungsschlauch 6 und ein metallener Schutzschlauch 7 für diesen eingeschoben und darin gehalten.
Der Schlauch 6 ist an eine Saugpumpe 9 angeschlossen und ebenso wie die Schläuche 1 und 7 biegsam.
Über das operationsseitige Ende der Hülse 5 ist eine Kappe 8 lösbar gestülpt, welche gleichzeitig auch die Überfangmutter 3 umschliesst. Die Kanüle 4 ragt durch eine seitliche Öffnung 8 a der Kappe 8 ins Freie. Die Öffnung 8 a ist so gross, dass aus der Opera1 ionsstelle wieder entweichende Gase durch diese Öffnung wieder abgesaugt werden können.
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Der Gasverlauf ist bei dieser Einrichtung folgender : Durch den Schlauch 1 und die enge Mittelbohrung des Durchlassstückes 2 tritt das Gas in die Kanüle 4 und durch sie in die Operationsstelle ein. Da an den Schlauch 6 eine Absaugvorrichtung angeschlossen ist, wird ständig Luft durch die Öffnung 8 a der Kappe 8 und die Zahnlücken des Durchlassstückes 2 hindurch in den Schlauch 6 gezogen.
Diese Luft reisst auch die an der Operationsstelle austretenden Heilgase mit sich.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Einrichtung zum Begasen der Gewebe des menschlichen Körpers (Insufflation) durch Kanüleneinstich und zum gleichzeitigen Absaugen überschüssigen Gases aus der Umgebung der Einstichstelle bestehend aus biegsamen Zu-und Ableitungen und einem starren, beide Leitungen umschliessenden Handstück, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführungs-und Absaugleitungen sowohl im starren Handstück als auch im biegsamen Schlauchteil konzentrisch ineinandergeführt sind, wobei die an die innere Rohrleitung angeschlossene Kanüle durch eine als Absaugöffnung dienende Durchbrechung der äusseren Leitung mit Abstand hindurchgeführt ist.