AT159340B - Mittel zum Löschen und Verhüten von Leichtmetallbränden. - Google Patents
Mittel zum Löschen und Verhüten von Leichtmetallbränden.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Mittel zum Löschen und Verhüten von Leiehtmetallbränden. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Mittel zum Löschen und Verhüten von Leicht- mel allbränden. Die bei der Bearbeitung von Leichtmetallegierungen häufig auftretenden Brände werden bisher durch Aufschütten von Luft abschliessenden Mitteln, wie Sand, Metallspäne u. dgl., bekämpft. Auf diese Weise konnte jedoch die Feuerbekämpfung nie befriedigend durchgeführt werden, da brennende Legierungsspäne auch unter einer Sand- bzw. Spänedecke weiterbrennen. Insbesondere erfolgte, wenn Sauerstoff der Luft von neuem hinzukam, ein erneutes Aufflackern des Brandes. Bei Zutritt von Feuchtigkeit sind diese Brände bekanntlich besonders gefährlich, da sich Knallgas entwickelt und insbesondere durch den Zutritt der Feuchtigkeit die Ausdehnung des Feuerherdes begünstigt wurde. Nach vorliegender Erfindung erfolgt die Ablöschung derartiger Leichtmetallbrände durch ein Mittel, das vorwiegend Wasser enthält. Das Wasser wird in Form einer Emulsion mit Öl zur Anwendung gebracht. Diese Emulsion enthält weiterhin noch wasserlösliche Silikate, wie Wasserglas und gegebenenfalls auch noch lösliche Stoffe, die für sich allein schon eine feuerverhütende Eigenschaft aufweisen, wie Ammoniumkarbonat. Zur Herstellung dieser Emulsion verwendet man ein Öl von möglichst hohem Flammpunkt. Zweckmässig wird man ein solches Öl wählen, das einen verhältnismässig hohen Gehalt an verseifbaren Bestandteilen aufweist. Die Verwendung eines verseifbaren Öls hat den Vorteil, dass durch Verbindung mit den zugesetzten anorganischen Bestandteilen eine haltbare Emulsion erzielt wird. EMI1.1 etwa 100-150 g Wasserglas und etwa 102du Ammoniumkarbonat enthält. Gegebenenfalls setzt man einen Emulgator oder auch ein Schutzkolloid zu. EMI1.2 Bestandteilen und % Wasser gut verrührt. Zu dieser Emulsion werden 30 g Ammoniumkarbonat in etwa 250 cm3 Wasser zugegeben. Nach einem Zusatz von 350 g Wasserglas wird die Lösung etwa 24 Stunden stehengelassen. Ein etwa gebildeter Ölschleier wird abgenommen und die erhaltene Masse durchgesiebt bzw. von gebildeten Abscheidungen oder Rückständen gereinigt. Die Reste werden nochmals mit ! Wasser und 100 g Wasserglas behandelt und ebenfalls nach mehrstündigem Stehen durchgesiebt und schliesslich der Gesamtflüssigkeit zugegeben. Die so erhaltene Flüssigkeit ist schon gebrauchsfähig. Zweckmässig wird man sie jedoch nochmals durchsieben, um etwa aufgetretene Ausscheidungen abzusondern. Die vorbeschriebene Herstellungsweise kann natürlich in geeigneter Weise noch abgeändert werden. Z. B. kann man von vornherein das Ammoniumkarbonat und das Wasserglas in einer Menge Wasser lösen und zugleich die Gesamtmenge des Öls und des Wassers zugeben. Die so erhaltene Flüssigkeit zeigt eine für Feuerlöschzwecke, insbesondere für eine Daueraufbewahrung ausreichende Haltbarkeit und Stabilität. Bei der Anwendung auf Leichtmetallbrände wird ein schlagartiges Ablöschen erzielt, während es mit den bis jetzt üblichen Mitteln nicht möglich war, derartige Brände zu löschen. Eine weitere wesentliche Eigenschaft des Lösehmittels besteht darin, dass es Metallteile nicht angreift ; insbesondere wird auch ein Verschmutzen von Maschinen usw. vermieden. Bei der bekannten <Desc/Clms Page number 2> Verwendung von Sand zum Ablöschen soleher Leichtmetallbrände war es nicht möglich, empfindliche Werkzeugmaschinen ohne kostspielige Reinigung weiter zu benutzen. Im Gegensatz dazu kann man ein Mittel nach vorliegender Erfindung sogar vorbeugend zur Feuerverhütung benutzen, da die mit der Losehflüssigkeit getränkten Späne bzw. benetzten Späne nicht brennen, wenn sie feucht sind. Man kann daher die Spänebleche der Maschine mit der Losehfliissigkeit anfüllen, um die abfallenden Späne feucht zu halten und dadurch am Werkzeug entstehendes Feuer überhaupt nicht zur Ausbreitung kommen zu lassen. Auf diese Weise ist es auch möglich, die Leistungen der Maschinen zu erhöhen. Bekanntlieh ist es verboten, wegen der grossen Ausbreitung eines entstehenden Brandes bei der Leichtmetallbearbeitung Wasser als Kühlmittel zu benutzen ; man war daher gezwungen, troeken zu arbeiten, wodurch eine geringere Leistung bzw. ein höherer Verschleiss der Werkzeuge bedingt ist. Bei Verwendung EMI2.1 ist es möglich, ohne Rücksicht auf eine etwaige Entzündung der Späne zu arbeiten, da jederzeit ein sofortiges Ablöschen erfolgt. Auch eine Verwendung der nach vorliegender Erfindung hergestellten Flüssigkeit als Kühlmittel ist ohne weiteres möglich. Weiterhin kann man aber auch diese Flüssigkeit als Bohr-oder Schneidflüssigkeit verwenden. Zu erwähnen ist noch, dass bei Verwendung des beschriebenen Mittels eine Bildung von schädlichen Dämpfen usw. nicht auftritt. Auch werden keinerlei korrodierende Einflüsse ausgeübt. Leichtmetallspäne oder Teile werden lediglieh an der Oberfläche, ohne dass die geringste Tiefenwirkung erfolgt, dunkel gefärbt. Späne mit einer derartigen Oberflächenschicht sind auch schwerer entzündbar. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI2.2 falls in der Hitze Gas entwickelnden Stoffen, wie Ammoniumkarbonat.
Claims (1)
- 2. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines verseifbaren Öls.3. Mittel nach Anspruch 2, bestehend aus einer Emulsion von 75% Wasser und zéines technischen, etwa 10% verseifbare Bestandteile enthaltenden Öls sowie etwa 100-200 g Wasserglas und etwa 10-40 g Ammoniumkarbonat.
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