AT159149B - Schwingenmechanismus zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere Schwingenflugzeugen. - Google Patents

Schwingenmechanismus zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere Schwingenflugzeugen.

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AT159149B
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Leopold Brunner
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Leopold Brunner
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  Schwingenmechanismus zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere Sehwingenflugzeugen. 
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 denen zwei   kegelkrei'-end   angetriebene, flossenartig ausschwingbare Flügel vorgesehen sind, bei dem die von den Gelenklagern einwärts verlängerten   Flügel, ehäfte   an zwei Treibkurbeln od. dgl. angeschlossen sind.

   Derartige Konstruktionen besitzen den Nachteil, dass sich die, bei Bewegung der Flügel in den festen Gelenklagern auftretenden Reaktionskräfte auf den Rumpf des Fahrzeuges übertragen ; diese Reaktionskräfte ändern entsprechend der Flügelbewegung   ständig ihre Richtung   und bewirken dadurch rüttelnde Bewegungen des Fahrzeugrumpfes, was insbesondere bei Luftfahrzeugen unerwünscht ist, weil dadurch eine Nachahmung des Vogelfluges ausgeschlossen ist. Überdies beschreiben die Spitzen der Flügel bei diesem Antriebssystem eine kreisende Bewegung, was den Verhältnissen beim Vogelflug ebenfalls nicht entspricht. 



   Durch die Erfindung wird ein Antriebsmechanismus geschaffen, bei dem die rotierende Antriebsbewegung der Flügel selbsttätig derart umgewandelt wird, dass die Flügelspitzen wie dies beim Vogelflug der Fall ist, auf-und abschwingen ; überdies werden die auftretenden Reaktionskräfte zufolge einer besonderen Ausbildung des erfindungsgemässen Mechanismus zur Unterstützung dieser Umwandlung herangezogen und auf diese Weise weitgehend von dem Flugzeugrumpf ferngehalten. 



   Es wird dies durch die Erfindung dadurch erreicht, dass die Schwingenschäfte an den einander zugekehrten Enden in eine gegenläufige Drehbewegung um je einen beweglichen Gelenkpunkt versetzt werden, derart, dass die beim Drehen der Schwingenschäfte auftretenden Reaktionskräfte eine gegenläufige Verschiebung der Gelenkpunkte bewirken, zum Zwecke, die auftretenden   Reaktionskräfte   zur Umwandlung der Drehbewegung in eine Schwingbewegung umzuwandeln. 



   In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulich, u. zw. zeigt Fig. 1 den Antrieb in Vorderansicht, Fig. 2 eine Ansicht des Antriebs von oben und Fig. 3 von der Seite. Die Fig. 4und 5 stellen die Lage der Flügel in Verbindung mit dem Antrieb in Ansieht und Draufsicht dar und die Fig. 6 zeigt in drei Stellungen die Seitenansicht des Flügels. 



   Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dass der Antriebsmotor   M   auf der Querbrücke L fix montiert ist und seine Kraft über die Antriebswelle   A   und das kleine Kegelrad   Di   auf die beiden grösseren Kegelräder   D2   und   D3   überträgt.   Brücke   und Motor sind gleichachsig angeordnet und können um diese Achse X-Y 
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 durch die Horizontalebene eine gegenseitige Versetzung von   180'auf   (Fig. 2). Die   Flügelschäfte   F und   F   sind in den Kreuzgelenke   K und Ki schwenkbar, jedoch um   ihre Längsachse unverdrehbar ; sie sind so eingestellt, dass die Flügelflächen in der normal benötigten Stellung, nämlich im wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung verbleiben. 



   Die beiden Flügelschäfte werden nun längs eines, durch die Kurbeln und die Gelenkpunkte bestimmten Kegel aus der in Fig. 1 dargestellten Lage bei Inbetriebnahme des Schwingenmechanismus unter dem Einfluss des Antriebsmotors in entgegengesetzter Richtung gedreht. Hiebei bewegt sich die eine Kurbel bei Durchführung der ersten Vierteldrehung nach vorne, die andere nach hinten ; dies bewirkt natürlich das Auftreten entgegengesetzt gerichteter Reaktionskräfte in den Gelenken   Kund Xi.   Diese Reaktionskräfte können aber von den Gelenken nicht aufgenommen werden, denn die Brücke L ist ja um die Achse X-Y schwenkbar.

   Da die Reaktionskräfte zufolge der Versetzung der Kurbeln 

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 um   1800 ein Drehmoment   auf die   Brücke   ausüben, hat dieses eine Verschwenkung des Systems (bestehend aus Brücke samt   Schwingensehäften   und Motor) zur Folge. Diese Versehwenkung erfolgt in einer horizontalen Ebene, denn die Schwenkachse steht ja lotrecht oder annähernd lotrecht. Diese Verschwenkung dauert theoretisch so lange, als sieh das durch die Reaktionskräfte bestimmte Drehmoment im Sinne   einer solchen Verschwenkung äussern kann,   d. h. bis die beiden Kurbeln in der Horizontalebene (die durch das ganze System gelegt werden kann) angekommen sind, was nach einer Drehung um   90 , gerechnet von der dargestellten Lage   aus, der Fall ist.

   Beim Weiterdrehen der Kurbeln ändert sich der Reaktionsdruck für eine Periode von 180   (d. h. bis die Kurbeln wieder in der Horizontal- 
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 Fig. 3 gezeichneten Lage befinden. 



   Das kinematische System ist   demnach   so beschaffen, dass, obwohl die   Schwingenschäfte   F, FI um die Gelenkpunkte K, Kl eine   kegelkreisende Bewegung vollführen,   diese Kegelmantel, in der Flugrichtung gesehen, doch ständig eine von vorne nach   rückwärts   verlaufende hin-und hergehende Bewegung vollführen und dies lediglich unter dem Einfluss der Reaktionskräfte, die eben in den Gelenken K, Kl angreifen. Dies hat zur Folge, dass die ausserhalb der Gelenkpunkte liegenden Flügelschäfte bzw. deren Teile auch nicht Kegelmäntel beschreiben, sondern, je weiter man nach aussen kommt, um so flachere Kegel : die Spitze der   Schwinge schliesslich   bewegt sieh nur mehr von oben nach unten (Stellungen A.

   B,   C,   Fig. 5 und Fig. 6) und es kann diese Bewegung in Anbetracht der Länge des Flügels und der Kleinheit seines Ausschiagens annähernd als Gerade angesehen werden, die von oben nach unten verläuft. Genau   genommen besehreibt   die Flügelspitze einen Kreisbogen, der den Abstand von der Flügelspitze zu ihrem   Gelenkpunkt   als Radius hat, dessen Ebene (bestimmt durch die Achsen   a-b, e-1, Fig. 5)   aber   nunmehr   senkrecht zur   Flugrichtung   steht. 



   Dies heisst mit andern Worten, dass   die Reaktionskräfte,   dank der nachgiebigen Lagerung der Flügelschäfte in den   Gelenkpunkten   K, Kl   (bzw.   der nachgiebigen Ausbildung dieser Punkte selbst) zur Umwandlung der Drehbewegung, die der Antriebsmotor liefert, in eine schwingende, von oben nach unten verlaufende Bewegung der freien   Flügelenden,   wie sie das   Fahrzeug   braucht, ausgenutzt werden.

   Bei den bekannten   Ausführungen   wurden diese Gelenkpunkte mit Bezug auf den Fahrzeugrumpf fix ausgebildet und können daher den   Reaktionskräften   nicht ausweichen, sondern nehmen sie auf und übertragen sie über die   Querbrücke   auf das Gestell des Fahrzeuges, was die bekannten Rüttelbewegungen zur Folge hat, welche eine Nachahmung des   Vogelfluges     ausschliessen.   



   Es ist demnach ersichtlich, dass durch die Erfindung einerseits ein Ausgleich der Reaktionskräfte in sieh erzielt wird und dass anderseits auch diese Kräfte zur Umwandlung der kreisenden Antriebsbewegung in eine auf-und abgehende Bewegung der Flügelspitzen herangezogen werden, wobei der Rumpf des Fahrzeuges bei entsprechender Dimensionierung der beweglichen Teile frei von allen Reaktionskräften gehalten werden kann. 



   Betrachtet man die   Bewegung   der Schwingen relativ mit Bezug auf eine fixe   Achse (X-Y als   fixe Achse hinsichtlich des   Fahlzeuges),   so ergibt sich folgendes :
Die Kreuzgelenke K, Kl   (Fig.     1, 2) schwingen   um die Achse X-Y und bewegen sieh auf Kreisbögen mit dem Durchmesser des Abstandes dieser Gelenke und dem Mittelpunkt auf dieser Achse in der Ebene   a-b, c-d in Fig.   4.

   Die kegelkreisende   Bewegung der Flügelschäfte   mit Bezug auf die Kegelachse wird, zufolge der Kreisbewegung dieser Gelenke (Fig. 4) nicht mehr mit kreisförmiger Basis, sondern mit einer solchen vor sich gehen, die aus zwei Halbkreisen besteht, die durch Gerade verbunden sind, wobei die Längen dieser Geraden gleich und durch das   Mass des Ausschwingens der   Quer-   brücke   bestimmt sind. Hiebei wälzen sich die Kegelräder   D2, Da   auf D1 ab, was indessen bedeutungslos ist.

   Je weiter nun der betrachtete Punkt des   Flügelholmes   von   , A entfernt   ist, um so mehr verliert 
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 und abgehende Bewegung ausführt, da sie ja keine Veranlassung mehr hat, einen in der Fahrtrichtungsebene liegenden Kreis zu beschreiben (dies würde sie nur tun müssen, wenn die Gelenkpunkte unverschiebbar wären). Die   Flügel     schwingen demnach um   ein, durch den Kurbelradius und die Distanz von Kurbel zu Gelenkpunkt   bestimmtes     Mass   auf und ab (Betrag Set, Fig. 5) ; die den Gelenkpunkten näher zu liegenden Teile des Flügels vollführen auch eine vor-und zurückgehende Bewegung (betrachtet in der Fahrtrichtung), wie dies die Fig. 4 in Draufsicht und die Seitenabbildungen zu Fig. 5 in Seitenansicht erkennen lassen. 



   Es verursacht keine Schwierigkeiten, die kinematischen Verhältnisse so aufeinander abzustimmen, dass jeder   Flügelholm   mit seinem Aussenende einen Kreisbogen beschreibt, der in einer Ebene senkrecht zur Flugrichtung liegt. Ist der Flügel kurz und leicht, so wird zu seiner Bewegung weniger Kraft verwendet, daher entsteht auch eine geringere Reaktionskraft und der Mechanismus wird weniger verschwenkt. 



   An Stelle des Motors   Jl   kann auch eine einfachere Antriebsvorrichtung treten, z. B. dann, wenn 
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 dann die Verwendung eines an sich bekannten Gummibandes, wie dies zum Betrieb von Spielzeugflugzeugen bereits der Fall ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwingenmechanismus zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere Schwingenflugzeugen, bei dem eine rotierende   Antriebswegung   in die Schwingenbewegung umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingenschäfte (F, Fl) an den einander zugekehrten Enden in eine gegenläufige Drehbewegung um je einen beweglichen Gelenkpunkt (K,   K1)   versetzt werden, derart, dass die bei Drehen der   Schwingensehäfte     (Fry,)   auftretenden Reaktionskräfte eine gegenläufige Verschiebung der Gelenkpunkte bewirken, zum Zwecke, die auftretenden Reaktionskräfte zur Umwandlung der Drehbewegung in eine Schwingenbewegung auszunutzen.

Claims (1)

  1. 2. Sehwingenmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkpunkte (K, XJ auf einer Querbrücke (L) sitzen, die um eine, bei horizontaler Fortbewegungsrichtung des Fahrzeuges im wesentlichen lotrechte Achse (X-Y) schwingen kann.
    3. Schwingenmechanismus nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelschäfte (F,F1) an Kurbeln (C, CJ angeschlossen sind, die durch ein gemeinsames, querachsiges Mittelrad DJ gegenläufig angetrieben werden.
    4. Sehwingenmechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbeln (C, Cl) gegenseitig um 1800 versetzt sind.
    5. Sehwingenmechanismus nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (M) und die Querbrücke (L) gleichachsig angeordnet sind. EMI3.1
AT159149D 1936-09-28 1936-09-28 Schwingenmechanismus zum Antrieb von Fahrzeugen, insbesondere Schwingenflugzeugen. AT159149B (de)

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