AT158893B - Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen. - Google Patents

Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen.

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AT158893B
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Pintsch Julius Kg
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  Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen. 
 EMI1.1 
 

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 schnitt nach der   Linie AB   der Fig. 1, Fig. 5 eine mittels eines Thermostaten gesteuerte Öffnung einer Luftleitung und Fig. 6 die Abhängigkeit der Temperaturen der beiden Luftströme von der
Aussentemperatur. 



   Die in dem Wagen 1 angeordnete Luftheizungsanlage besteht aus dem von einem Elektromotor 2 angetriebenen Gebläse 3, das durch ein Filter 4 Frischluft ansaugt. An den Austrittsstutzen des Ge- bläses 3 schliesst sieh ein Rohr 5 an, durch das zwei etwa   gleichgrosse   Luftströme geleitet werden. 



   Der eine durchströmt den beispielsweise dampfbeheizten Lufterhitzer 6 und die   anschliessende   Leitung   8,   der andere den Lufterhitzer 7 und die   anschliessende   Leitung 9. Die Leitungen 8 und 9 verlaufen durch den ganzen Zug. Zwischen den einzelnen Wagen 1, 10, 11 usw. sind   Kupplungsstücke   12 an- geordnet. Innerhalb der Wagen sind die Leitungen 8 und 9 in einem an der Wagendecke angeordneten
Kanal 13 eingeschlossen, der bei Abteilwagen durch   Zwischenwände     14,   die den Abteilwänden 15 entsprechen, unterteilt ist.

   Der Boden des Kanals 13 ist mit   AusblaseÏffnungen 16   versehen, die zum Luftaustritt bei Belüftung des Wagens dienen und   zweckmässig mit   einstellbaren   Verschlussvorrichtungen   versehen sind. Seitlich   schliessen   sich an den Kanal 13 Abzweigkanäle 17 an, die unter die Sitzbänke geführt sind und am Ende mit Ausblaseöffnungen 18 für die im Kanal 13 gebildete Mischluft versehen sind. Die Ausblaseöffnungen 18 können ebenfalls mit   Versehlussvorrichtungen   versehen sein, die bei reiner Lüftung, bei der die Ausblaseöffnungen 16 offen sind, geschlossen werden. Auf diese kann jedoch verzichtet werden, da die Luft wegen des grösseren Widerstandes, den sie beim Durchströmen der Abzweigkanäle 17 erfährt, vorzugsweise durch die Öffnungen 16 austreten wird. 



   Aus den Rohren 8 und 9 gelangen die in den Lufterhitzern 6 und 7 auf verschiedene Temperaturen gebrachten Luftströme durch Auslässe 20 und 21 in den Wandungen der Rohre 8 und 9 in den   Sammelkanal 75.   Um das   Mischungsverhältnis   der beiden Luftströme und damit die Temperatur des Gemisches ändern zu können, sind diese Auslässe einstellbar ausgebildet. Sie werden durch je einen der Raumtemperatur ausgesetzten Thermostaten, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines thermischen oder andern Relais, gesteuert. Es genügt auch, nur die Auslässe eines der beiden Rohre 8 oder 9 zu steuern, die des andern dagegen unverändert zu lassen.

   So sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Öffnungen 20 in der den kälteren Luftstrom   führenden Leitung   9 unveränderlich, während die Öffnungen 21 der den Warmluftstrom führenden Leitung 8 durch Thermostaten gesteuert werden. 



   Die mittels eines Scharniers an der Leitung 8 vor der Öffnung 21 befestigte drehbare Klappe 32 wird durch eine an ihrem Ausleger 33 angreifende Zugfeder   34   in der Offenstellung gehalten, in der sich der Anschlag 35 gegen die Wandung des Rohres 8 legt. Überschreitet die Raumtemperatur die Kontakttemperatur des im beheizten Abteil angeordneten Thermostaten   36,   so wird die Spule 37 erregt. Der am Ausleger 33 angeordnete Anker 38 wird angezogen und legt die Klappe 32 vor die Öffnung 21. Durch die Zugfeder   34   wird die Klappe wieder geöffnet, sobald die Raumtemperatur unter die Kontakttemperatur des Thermostaten 36 abgesunken und so die Erregung der Spule 37 unterbrochen ist. 



   Bei reinem Lüftungsbetrieb bleiben die Öffnungen 21 geöffnet oder sie werden mit einer zusätzlichen Handverstelleinrichtung versehen, um die Luftzufuhr in gewissen Grenzen ändern zu können. Einfacher ist jedoch die schon erwähnte Regelung der Luftzufuhr bei Lüftung mittels der einstellbaren Ausblaseöffnungen 16. 



   Die Regelung der Temperatur der Warmluft erfolgt in der Weise, dass das   Dampfeinlassventil 23   des Dampflufterhitzers 6 von zwei mit   Ausdehnungsflüssigkeit   gefüllten Temperaturfühlern 24, 25 gesteuert wird, von denen der eine,   24,   der Temperatur der aus dem Erhitzer 6 austretenden Luft, der andere, 25, der Aussentemperatur ausgesetzt ist. Die Volumenänderungen der Füllflüssigkeit bei Änderung der massgeblichen Temperaturen werden hiebei in bekannter Weise über einen angeschlossenen Federungskörper 26 auf das Dampfeinlassventil 23 übertragen.

   Die Regelung der Temperatur des kälteren Luftstromes erfolgt ebenfalls durch Steuerung des Dampfeinlassventils 27 des Erhitzers 7, das über einen Federungskörper 28 von einem der Temperatur der aus dem Erhitzer 7 austretenden Luft ausgesetzten Temperaturfühler 29 verstellt wird. Zu diesem tritt, wenn die Temperatur des kälteren Luftstromes in Abhängigkeit von der Aussentemperatur geregelt werden soll, noch der Aussentemperaturfühler   30. Die Temperaturfühler 25 und 30 werden hiebei, um sie gegen Einflüsse zu schützen,   die unter Umständen störend wirken könnten, abweichend von der in Fig. 2 schematisch dargestellten Anordnung zweckmässig im Ansaugestutzen des Gebläses 3 untergebracht. 



   In Fig. 6 sind die Temperaturen der Warmluft tw und die des kälteren Luftstromes   tl   in Abhängigkeit von der Aussentemperatur ta graphisch dargestellt. Die Regelung der Warmlufttemperatur erfolgt in der Weise, dass sie bei einer Aussentemperatur   von-250 etwa 600 und   bei einer Aussentemperatur von   +15  etwa +35  beträgt.   Während bei bekannten Luftheizungsanlagen der andere Mischluftbestandteil überhaupt nicht vorgewärmt wird, seine Temperatur   tk   also gleich der Aussentemperatur ist, wird hier der zur Mischungsregelung erforderliche Luftstrom, der kälter ist als der Warmluftstrom, auf die Temperatur   tl   gebracht. 



   Diese ist bei der ersten Ausführungsform gleichbleibend und beträgt beispielsweise tl1 =   20 ,   so dass sie auch bei der höchsten Aussentemperatur von   +15 ,   bei der die Heizung noch in Betrieb ist, tiefer liegt als die Temperatur   tw der Warmluft.   

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   Bei der zweiten Ausführungsform ist die Temperatur tl2 des kälteren Luftstromes bei jeder Aussentemperatur stets um den gleichen Betrag, beispielsweise 200, geringer als die Temperatur tw der Warmluft. 



   Bei der die geringsten Abmessungen der   LuMeiLungskanäle ermöglichenden Ausführungsform   ist die Temperatur   tl3   des kälteren Luftstromes bei einer tiefen Aussentemperatur   (beispielsweise -250)   gleich der Temperatur tw der Warmluft und nimmt bei steigender Aussentemperatur Werte an, die um einen immer grösser werdenden Betrag von der Temperatur   1"abweichen,   bis sie bei der Aussentemperatur   von + 15 0 auf   den Wert   t/3 = 200 absinkt   und somit um volle   150 kälter   ist als die Warmluft. 



   Die jeweils gewünschte Abhängigkeit der Lufttemperatur von der Aussentemperatur lässt sich durch entsprechende Bemessungen des Verhältnisses der Inhalte der beiden   flüssigkeitsgefün1en   Temperaturfühler 24 und 25 oder 29 und 30 leicht erzielen. Selbstverständlich lässt sich die   gewünschte   Regelung der Lufttemperatur auch mit andersartigen Thermostaten bewirken, beispielsweise mit elektrischen Kontaktthermometern, die mittels thermischen Relais die Heizmittelzufuhr zu den Lufterhitzern steuern oder direkt oder über Relais elektrische Heizelemente der Erhitzer zu-und abschalten. 



   Die auf diese Weise erreichbare Mischung kälterer und wärmerer Heizluft erleichtert die Regelung bei milder Witterung ausserordentlich. Es braucht zur Vermeidung einer   Uberheizung   niemals die Luftzufuhr ganz abgesperrt zu werden, vielmehr werden die   Schliesszeiten   abgekürzt und dadurch die Temperaturschwankungen verringert. Bei grösserer Kälte ist die Zufuhr kühlerer Luft dagegen nicht mehr notwendig, so dass beide Zuleitungsrohre voll für den Wärmetransport ausgenutzt werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen mittels eines durch Temperaturfühler regelbaren erhitzten Luftstromes und eines diesem zugesetzten Kaltluftstromes, bei der die   Warm-und Kaltluft den Abteilen je in einer besonderen Leitung zugeführt wird, dadurchgekennzeichnet,   dass die Kaltluft auf eine unter der Temperatur der Warmluft liegende Temperatur vorgewärmt ist, so dass entweder die Herabsetzung der Menge der Warmluft und damit des Querschnittes der zu ihrer Förderung dienenden Leitung   (8)   oder die Vergrösserung der Leistung der Heizungsanlage unter Beibehaltung der Menge und des Leitungsquerschnittes ohne Erhöhung der Temperatur der Warmluft erzielt ist.

Claims (1)

  1. 2. Selbsttätige Regelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaltluft auf einen von den Änderungen der Temperatur der Warmluft unabhängigen gleichbleibenden Wert vorgewärmt ist.
    3. Selbsttätige Regelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaltluft auf einen stets um einen gleichbleibenden Betrag unter der Temperatur der Warmluft liegenden Wert vorgewärmt ist.
    4. Selbsttätige Regelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaltluft auf einen um einen mit abnehmender Aussentemperatur kleiner werdenden Betrag unter der Temperatur der Warmluft liegenden Wert vorgewärmt ist.
    5. Selbsttätige Regelung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Kaltluft in einem von dem Warmlufterhitzer unabhängigen zweiten Erhitzer vorgenommen wird oder in der Weise erfolgt, dass die Kaltluft zunächst in einem Erhitzer auf die gleiche Temperatur gebracht wird wie der Warmluftstrom, wobei die Erhitzung der beiden Luftströme auch in einem gemeinsamen Erhitzer vorgenommen werden kann, und dass dann dem einen Luftstrom eine durch Thermostaten geregelte Kaltluftmenge zugesetzt und so seine Temperatur wieder vermindert wird.
AT158893D 1938-05-14 1938-05-14 Selbsttätige Regelung der Luftheizung von Eisenbahnwagen. AT158893B (de)

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