AT158388B - Verfahren zur Veredelung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden. - Google Patents

Verfahren zur Veredelung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden.

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AT158388B
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  Verfahren zur Veredelung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Veredlung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden. Es ist z. B. bekannt,   Zündschnüre   durch die Umkleidung mit thermoplastischen Vinylkondensaten in bezug auf elektrische Isolierung zu verbessern und gegen Korrosion zu schützen. 



  An der Wirkungsweise der Zündschnüre wird dadurch aber nichts geändert. 



   Es ist auch bekannt, Garne oder Fäden dadurch zu veredeln, insbesondere wasserfest zu machen, dass man sie z. B. mit Lösungen von Celluloid oder Cellulose lackiert. Hiebei erhält aber das fertige
Garn einen   unerwünschten   harten, drahtartigen Charakter, weil die Garne bei dieser Behandlung zu tiefgehend imprägniert werden. Man hat auch schon Garne oder Fäden mit Cellulosehydratbändern umsponnen. Da diese aber selbst wasserempfindlich sind, besitzen die damit umsponnenen Garne für viele Zwecke keine genügende Wasserfestigkeit. 



   Nach der Erfindung erfolgt die Veredlung dadurch, dass man Fasern, Garne und sonstige Faserverbände pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft, mit aus Polymerisationsprodukten ungesättigter organischer Verbindungen (z. B. Vinylpolymerisate) oder Mischpolymerisate dieser Stoffe bestehenden bzw. diese enthaltenden plastischen Massen auf trockenem Wege in der Wärme umkleidet. 



   Durch die Umkleidung nach der Erfindung wird ein ganz neuer Werkstoff mit neuem ganz ausgezeichneten Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich Wasserdichtheit und Unbrennbarkeit geschaffen. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren kann z. B. so ausgeführt werden, dass man Polyvinylchlorid oder ein Mischpolymerisat aus Vinylchlorid und Acrylsäureester oder Vinylacetat oder   Äthylcellulose   oder Acetylcellulose, gewünschtenfalls mit Zusatz von hochsiedenden Weichhaltungsmitteln, bei Temperaturen von etwa   80-160oC   in einen erweichten Zustand bringt und mit einer Strang- bzw. Schlauchpresse durch enge Düsen auf die Garne oder Fäden aufpresst. Dadurch, dass die plastische Masse trocken, d. h. ohne vorherige Auflösung, in wärmeplastischem Zustand verwendet wird, wird eine tiefgehende 
Imprägnierung des Garnes bzw. des Fadens vermieden und man erhält so völlig wasserfeste Garne von viel höherer Geschmeidigkeit und Festigkeit, als dies bei dem eingangs beschriebenen Verfahren möglich war.

   Da das Garn bzw. der Faden das hoch erhitzte   Mundstück   und die Düse der Presse sehr rasch durchläuft, tritt keine Verringerung der Festigkeit ein. 



   Man kann die Umkleidung der Fasern, Fäden oder Garne auch mit sogenannten   Längsbedeckungs-   maschinen vornehmen, wie dies in ähnlicher Weise bei der Drahtisolierung mit Gummi üblich ist. Man führt mehrere Garne durch die Rillen geheizter Rillenwalzen hindurch, in welchen sie von beiden Seiten mit gut vorgewärmten Bändern oder Streifen aus den genannten Polymerisationsprodukten oder Cellulosederivaten bedeckt werden ; letztere umschliessen in den Rillen die Garne oder Fäden fest und verschweissen miteinander. Die umkleideten Fäden bzw. Garne werden dann durch Scheren voneinander getrennt. 



   Durch die Behandlung der Fasern oder Garne gemäss vorliegendem Verfahren wird im Gegensatz zur Behandlung mit Lösungen eine   nachträgliche   Schrumpfung der Umkleidungsmasse verhindert und gleichzeitig die Dehnung des fertigen Garnes herabgesetzt. Infolge dieser Eigenschaften in Verbindung mit Festigkeit, Geschmeidigkeit und Wasserfestigkeit eignet sich ein so veredeltes Garn z. B. als Rosshaarersatz, zur Herstellung von Damenhüten, Gürteln, Haargarnteppichen, Dekorations- 

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 stoffen,   Strandsehuhen,   Stuhlsitzgeweben usw. Garne bzw. Gewebe, die mit Vinylchlorid enthaltenden Polymerisationsprodukten umkleidet sind, sind ausserdem unbrennbar. 



   Beispiel 1 : Eine durch Vermischung von 65 Teilen Polyvinylchlorid und 35 Teilen Trikresylphosphat, z. B. auf einer heissen Walze hergestellte homogene Masse wird in eine auf   etwa 150-160'C   geheizte Schlauchpresse, wie sie in der Gummiindustrie zum Umspritzen von Drähten verwendet wird, eingefüllt. Durch das mit einer engen Düse versehene   Mundstück   der Presse wird ein Baumwollgarn geführt und mit der wärmeplastischen Masse umpresst. 



   Beispiel 2 : Durch heisses Verkneten von 75 Teilen eines aus   85%   Polyvinylchlorid und   15%     Polyaerylsäureäthylester   bestehenden Mischpolymerisates mit 25 Teilen Phthalsäurebutylester wird eine homogene Masse hergestellt, zu Fellen von   0'3-0'5 mm Dicke   ausgewalzt und diese   Walzhaut   in Bänder von zirka 10 cm Breite aufgeteilt. Zwei dieser Bänder führt man durch Heizkanäle, in denen sie auf   100-1300 C erwärmt werden,   der Rillenwalze einer   Längsbedeekungsmasehine   zu, während zwischen ihnen gleichzeitig eine Anzahl von Garnen in die Rillen der Walze eingeführt wird. Die Garne werden darin von den Bändern fest umschlossen und die Bänder fest miteinander versehweisst.

   Nach dem Austritt aus der Rillenwalze werden die mit der Masse umkleideten Garne durch Scheren voneinander und von dem Abfall getrennt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Veredlung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden, dadurch gekennzeichnet, dass man Fasern, Garne und sonstige Faserverbände pflanzlicher. tiers heur oder minerais (heur Herkunft, mit aus Polymerisationsprodukten ungesättigter organischer Verbindungen (z. B. Vinylpolymerisate) oder Mischpolymerisate dieser Stoffe bestehenden bzw. diese enthaltenden plastischen EMI2.1
AT158388D 1935-11-22 1936-10-17 Verfahren zur Veredelung von Fasern, Garnen und sonstigen Faserverbänden. AT158388B (de)

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