<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Now 15827. FRIEDRICH BURGEMEISTER IN CELLE (HANNOVER).
Gaswäscher.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Gaswäscher zur Reinigung von Gasen. Der Apparat soll in der Leuchtgasindustrio an Stelle der Skrubber Verwendung finden, bei welchen eine Einlage von Horden, Blechen, Koks, Platten u. dgl. üblich ist, um das Gas beim Durchströmen von Teer und Ammoniak zu befreien. Es sind Gaswäscher bekannt geworden, bei denen eine Zerteilung des zugeführten Wasserstromes durch Siebe.
Platten oder drehbare Fluges bewirkt wird. Diese Apparate arbeiten aber mit grossen Flüssigkeitsmengen und zum Teil mit besonderer Antriebskraft, so dass der Betrieb sehr kostspielig wird. Bei der Vorrichtung nach vorliegender Erfindung wird die Reinigung der
EMI1.1
dadurch ermöglicht, dass die durch eine Düse in den Apparat gelangende Flüssigkeit auf in solcher Entfernung unter der Düse und untereinander angeordnete Platten oder Ringe
EMI1.2
so dass eine innige Berührung der Flüssigkeit mit dem Gase eintritt und eine grosse An- reicherung der Flüssigkeit stattfindet. Der Gaswäscher kann auch zur Niederschlagung von Teer und anderen Unreinigkeiten, insbesondere auch von Staub aus Hochofengas und
EMI1.3
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Apparates dar, u. zw. in Fig. 1 einen Längsschnitt, in Fig. 2 einen Schnitt durch einen Zerstäuberring in vergrössertem
EMI1.4
der Zerstänberringe.
Oben auf dem Gehäuse des Gaswäschers (Fig. 1) befindet sich ein Standrohr a, in welches durch eine Locbdüse l Flüssigkeit zugeführt wird. Im vorliegenden Falle erfolgt
EMI1.5
gewissen Abständen voneinander befestigt, am Standrohr a aufgehängt sind. Am Grunde der Löchen f können zweckmässigerweise trichterförmige Ansätze vorgesehen sein, welche verhindern sollen. dass die Flüssigkeit an den Aufhängestangen g herabläuft.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende : Sobald aus der Düse l der Flüssigkeits-
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Gases im ganzen Innenraume des Apparates erzielt.
Die Anzahl der einzubauenden Zerstäubungsringe richtet sich nach der Höhe und der Verwendung der betreffenden Apparate. Bei bestehenden Gasanstalten können die vorhandenen mit Horden u. s. w. ausgestatteten Skrubber leicht dadurch umgebaut werden, dass nach Beseitigung der Horden der Aufbau der Berieselungseinrichtung sowie der Zer- stituberringe vorgenommen werden kann.
Statt der Zerstäubungsringe können auch Zerstäubungsplatten mit konvexer, konkaver oder ebener Oberfläche und kegelförmiger Seitenfläche angeordnet werden. Auch kann in diesem Falle die konvexe Oberfläche mit Löchern versehen sein, welche das Durchtropfen der Flüssigkeit gestatten. Die unteren Kanten der Zerstäubungsringe bezw.-platten können auch, anstatt wie in Fig. 2 dargestellt, mit einer Schneide versehen zu werden, am Ende der Kogelflächen einfach abgerundet werden. Die Schneide hat den Zweck, das an den Kegelflächen herabrieselnde Wasser sicher nach der.
Mitte des nächsten Ringes ablaufen oder abtropfen zu lassen, da es bei einfacher Abrundung leicht vorkommen kann, dass das an den Kegelflächen herabrieselnde Wasser einseitig über die Mitte hinausgeführt wird, so dass es auf den nächsten Ring nicht oder nur unvollkommen auftrifft.