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Man hat schon früher photographische Apparate mit einem Fornrohrobjektiv verbunden, z. B. für Aufnahmen des Mondes oder anderer Gestirne, aber diese Verbindung# kann nicht in allen Fällen angewandt worden ; auch ist ihr Bau sehr kostspielig und schwierig und kann ein solcher Apparat für keine anderen Aufnahmen verwendet werden.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, einen verbesserten photographischen Apparat herzustellen, der sich für teleskopische Photographien oder Photographien von in grosser Entfernung vom Apparate befindlichen Gegenständen eignet und ebenso für gewöhnliche, direkte Aufnahmen verwendet werden kann. Die Erfindung umfasst mehrere geeignete Vorrichtungen, die in ihrer Gesamtanordnung dem erwähnten Zweck entsprechen.
Die Zeichnungen zeigen eine beispielsweise Ausführungsform des Apparates, n. zw. ist Fig. 1 ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie x-y der Fig. 1.
Der Apparat besteht aus einem Kasten a, in welchem ein verstellbarer Balg oder anderer Kasten b angebracht ist, der sich toleskopartig verlängern oder verkürzen lässt und dessen eines Ende an einem quer im Innern des Kastens a befindlichen Rahmen oder Scheidewand c befestigt ist, während sein anderes Ende seinerseits an einem, ein Objektiv e
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Objektiv e der in der Wand aB des Kastens a angebrachten Öffnung al genähert oder von derselben zurückgeschoben werden. Eine Platte oder Deckel a2 schliesst den oberen Teil des Kastens a ab. Das Diaphragma i soll die in das Objektiv e dringenden Strahlen verhindern, direkt auf die in k angebrachte Platte oder Film zu fallen.
Die Wand 03 des Kastens a ist mittels Scharniers in a5 befestigt und wird durch einen Riegel ass geschlossen gehalten, durch welche Anordnung sie, wie der Pfeil in Fig. 1 zeigt, niedergeschoben werden kann.
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einen der Achse des Objektivs (l zugeneigten Spiegel l und am oberen Teil der Wand a3 ist mittels eines Scharniers ein Rahmen ? ?) befestigt, wel 'b letzterer mit geeigneten Mitteln (z. B. mit der in Punktstrichen gezeichneten Stange ml) versehen ist, um in einer
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Besagter Rahmen m ist mit einem Spiegel m2 versehen. Die Spiegel l und m2 sind an geeigneten Rahmen 1* und m* befestigt, welch letztere ihrerseits durch Scharniere in und r an den Wänden a4 und m angebracht und mittels Riegels s und t in ihrer Lage festgehalten worden, so dass besagte Spiegel l und m2 nach aussen umgeschlagen und wieder eingestellt werden können, was hinsichtlich des Reinigens derselben sehr wichtig ist. Die Rahmen l* und M* können zeitweise, wenn der Apparat nicht gebraucht wird, mit (nicht dargestellten) Metalldeckeln zum Bedecken der Spiegel versehen werden ; es ist dies eine wichtige Vorsichtsmassregel, um ein Oxydieren der Spiegel zu verhindern.
Am Oberteil der Platte a4 des Kastens a ist mittels Scharniers ein Rahmen k befestigt, der den Plattenhalter zu tragen bestimmt ist. Besagte Platte a4 ist mit geeigneten Mitteln versehen, um sie in einer bestimmten Stellung zum Spiegel m2 festzuhalten, z. B. mittels Stange tM. Die Lage der Spiegel m2 und l mit Bezug auf die in k angebrachte empfindliche Platte muss so berechnet sein, dass der achsiale Lichtstrahl A-B des Objektivs c vom Spiegel l derart zurückgestrahlt wird, dass er genau die Mitte C des Spiegels mu trifft und von diesem senkrecht und genau in das Zentrum P der in k angebrachten empfindlichen Platte gelangt. Am Rahmen k ist mittels Scharniers ein Schirm p befestigt, welcher die in das Objektiv dringenden Lichtstrahlen verhindern soll, direkt auf die in k angebrachte empfindliche Platte zu fallen.
Am oberen Teil der Seitenwände des Kastens a sind die Ränder eines geeigneten Stückes Tuch oder anderen biegsamen Stoffes befestigt, zum Zwecke, den oberen Teil des Apparates so zu umhüllen, dass kein Licht eindringen kann. Das besagte Tuchstück ist ausserdem an den Rahmen w und k befestigt. Die Ränder des Rahmens m sind mit dem Rand des Rahmens A durch Schnüre oder andere geeignete Befestigungsmittel o1 verbunden,
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Apparat durch einfaches Herablassen der Rahmen m und k mittels ihrer Scharniere auf ein kleines Volumen reduziert werden kann ; der Spiegel m2, der Schirm p und das Zeugstück o legen sich dabei in dem Kasten a zusammen, bis der Apparat von neuem gebraucht werden soll.
Zwischen dem Plattenträger und dem Rahmen k wird eine Momentverschlussvoirichtung eingeschaltet, dessen beweglicher Schieber (oder Rolladen) eine schmale Öffnung aufweist, die mit veränderlicher Geschwindigkeit vor der empfindlichen Platte vorbeigeführt werden kann, um eine sukzessive Belichtung der letzteren zu gestatten.
Die eine Seitenwand des Kastens a ist neben der Wand c mit einer Öffnung versehen, welche das Einschieben eines Plattenhalters x, resp. einer Mattglasplatte gestattet, um den Apparat als gewöhnliche photographische Kammer zu verwenden. Eine lichtdicht abschliessende Türe oder Klappe y ist neben jener Öffnung der Seitenwand ungeordnet, um dieselbe abzuschliessen, wenn die Spiegelanordnung verwendet wird.
Die Arbeitsweise des Apparates ist genau dieselbe wie diejenige der bekannten photographischen Apparate.
Man stellt zuerst eine Mattglasscheibe in den Rahmen Ic und entfernt den Verschluss der Öffnung al der Wand a ; nun dreht man die Stellschraube h, bis das optische Bild auf der besagten Mattglasschoibe in k erscheint. Dann wird die Mattglasseheibe durch einen eine empfindliche Platte enthaltenden Plattenträger ersetzt. Dann wird der in k angeordnete Momentverschluss betätigt und hiedurch die Aufnahme des teleskopischen Bildes bewirkt. Soll der Apparat als gewöhnliche Camera verwendet werden, so wird das Objektiv e durch ein gewöhnliches Objektiv ersetzt, der Spiegel l entfernt, die Türe y geöffnet und durch dieselbe eine Mattglasscheibe eingeschoben, welche es gestattet, wie mit einem gewöhnlichen Apparat zu visieren.
Hierauf wird durch die Türe y die Mattglasscheibe entfernt und ein Plattenträger x eingeschoben und wie gewöhnlich verfahren, um eine direkte Aufnahme zu machen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Photog1'alJhischer Apparat für die Nah-und Fernaufnahmen und durch Spiegel bewirkter Zickzackführung der Lichtstrahlen vom Objektiv zur lichtempfindlichen Platte. dadurch gekennzeichnet, dass'in dem zur Lichtführung dienenden, die Spiegel enthaltenden Kasten (a) an der Eintrittsöffnung für die Lichtstrahlen eine photographische Camera mit fester Rückwand und beweglicher Objektivwand angeordnet ist, die vermittels einer seit- lieh in dem Kasten (a) angebrachten und lichtdicht verschliessbaren Öffnung wie eine ge- wohnliche Camera gehandhabt und benutzt werden kann,
wobei der Apparat nach Entfernen der Mattscheibe und Einsetzen eines entsprechenden Objektivs mit Hilfe der Spiegelführung für Fernaufnahmen verwendbar ist, wobei dann die Mattscheibe bezw. die lichtempfindliche Platte in einem an der Hinterseite des Kastens angeordneten festen Rahmen (k) oingeschoben wird.