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Trockener Gasmesser.
Es ist bekannt, dass trockene Gasmesser einen mit steigender Belastung ständig zunehmenden Messfehler aufweisen. Nach dem Stammpatent Nr. 153369 wird dieser Mangel durch entsprechende Formgebung der Steuerorgane, wie Schieber und Ventile, dadurch behoben, dass hin und her gehende
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einsetzende Drosselung des Auslasses lässt sieh nach dem Hauptpatent die Dämpfung der Membranbewegung und damit die Verbesserung der Messfehlerkurve erzielen. Dadurch erfolgt jedoch eine Erhöhung des durch den Gasmesser hervorgerufenen Druckverlustes, die zwar verhältnismässig gering, aber doch unerwünscht ist und durch die Zusatzerfindung vermieden bzw. verringert werden soll.
Gemäss der Erfindung wird nun dieser zusätzliche Druckverlust dadurch vermieden bzw. auf ein Mindestmass herabgemindert, dass die Drosselung des Auslasses auf jene Zeitpunkte bzw. Stellen des Schieberweges beschränkt wird, in denen der Schieber sich mit Maximalgeschwindigkeit bewegt. Die Anmelderin hat durch eingehende Versuche gefunden, dass unter diesen Umständen der Aufwand an Arbeit zur Dämpfung, also der zusätzliche Druckverlust, im Verhältnis zur erzielten Abbremsung der hin und her gehenden Teile besonders günstig ist.
Die Drosselung zu diesen angegebenen Zeitpunkten bzw. an den entsprechenden Stellen, wird durch entsprechende Bemessung der Steuerorgane (Schieber und Schieberrost) sowie der Übertragungsglieder zwischen Kurbeltrieb und Schieber erzielt. Hiebei wird erfindungsgemäss auch die Kinematik des Kurbeltriebes, also vor allem die endliche Schubstangenlänge, aber auch eine allenfalls vorhandene Schränkung (Desaxierung) usw. berücksichtigt. Die Erfindung kann durch Abänderung des Schiebers und Beibehaltung des normalen Schieberrostes oder durch Abänderung des Rostes unter Beibehaltung des normalen Schiebers oder durch Abänderung beider Teile gegenüber der üblichen Ausführung verwirklich werden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Fig. 1 zeigt im Längsschnitt eine Schiebersteuerung mit normalem Schieberrost und gemäss der Erfindung ausgebildeten Schieber in der Lage vor Erreichung der maximalen Abschlussgeschwindigkeit beim Hingang. Fig. 2 zeigt dieselbe Anordnung bei einer andern Kurbelstellung, u. zw. in der Stellung der maximalen Geschwindigkeit beim Rückgang. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit normalem Schieber und gemäss der Erfindung ausgebildetem Schieberrost. Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausführung eines Schieberrostes.
In den Fig. 1 und 2 ist der Kurbelkreis schematisch mit r und die Schubstange mit 1 bezeichnet.
Bei Vierkammergasmessern sind, wie üblich, zwei um 900 versetzte Kurbeln und zwei Schieber vorgesehen, von denen nur einer dargestellt ist. Die Schwinge G treibt mittels des Zapfens m den Schieber X an, der auf dem normalen Rost Z gleitet.
Erfindungsgemäss ist nun der Schieber und seine Verbindung mit der Kurbel so ausgebildet, dass die vorzeitige Drosselung des in den. Auslass A überströmenden Gases nur dann auftritt, wenn der Schieber mit Maximalgeschwindigkeit den Auslass abschliesst. Zur Erzielung der vorzeitigen Drosselung dienen Lappen L oder sonstige Einbauten, die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel um die Strecke w gegen die Lauffläche zurückversetzt sind. Der Schieber kann auch die in Fig. 1 durch strich-
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lierte Linien angedeutete Form haben. Die Lappen oder Einbauten sind, wie ersichtlich, nur an der einen Seite des Schiebers vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2 ist bei Rechtsdrehung der Kurbel die folgende : Beim Hingang des Schiebers (Fig. 1) erfolgt die Drosselung des Auslasses etwa dann, wenn die Sehiebergesehwindigkeit ein Maximum ist, entsprechend dem in bekannter Weise konstruierbaren Punkt V'tiiax auf dem Kurbelkreis. Beim Rückgang des Schiebers (Fig. 2) tritt die maximale Schiebergeschwindigkeit bei einer andern Stellung der Kurbel auf, entsprechend dem Punkt Fuma. t auf dem Kurbelkreis und die sonst den Druckverlust erhöhende Drosselung wird auch in diesem Falle dank der Bewegung des Schiebers mit Maximalgeschwindigkeit rasch wieder aufgehoben, so dass eine gute Dämpfungswirkung ohne merkbaren zusätzlichen Druckverlust erzielt wird.
Bei Linksdrehung der Kurbel sind die beiden Stellungen entsprechend vertauscht.
Dieselbe Wirkung wie durch die Einbauten am Schieber kann auch bei normal ausgebildetem Schieber X (Fig. 3) durch Ausbildung des Schieberrostes gemäss der Erfindung erzielt werden. Gemäss Fig. 3 dienen hiezu an den Roststegen angeordnete Lappen, Fortsätze oder Verbreiterungen L', die zur Erzielung einer Drosselung gegen die Lauffläche zurückversetzt sind. In Fig. 4 sind weitere Ausführungsformen der Stege eines Sehieberrostes gemäss der Erfindung im Schnitt dargestellt. Der Steg L'rechts ist um das Mass If gegen die Lauffläche versetzt, während der Steg L'links mit einer Durchbrechung versehen ist, welche bis auf die bisher allgemein übliche Stegform zurückreicht.
Diese Lappen od. dgl. können, wie in Fig. 4 in strichlierten Linien angedeutet ist, auch an der andern Seite der üblichen Roststege angeordnet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Trockener Gasmesser nach Patent Nr. 153369, dadurch gekennzeichnet, dass durch entsprechend Bemessung der Steuerorgane und Übertragungsglieder zwischen Kurbeltrieb und Schieber (unter Berücksichtigung der Kinematik des Kurbeltriebes) die Drosselung des Auslasses zu jenen Zeitpunkten erfolgt, in denen der Schieber sich mit Maximalgeschwindigkeit zum Abschluss des Auslasses bewegt, zum Zwecke, die Membrandämpfung mit geringen zusätzlichen Druckverlusten zu erzielen.