AT157890B - Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen.

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  Verfahren zum Betrieb von   Einspritzbrennkraftmasehinen.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb von mit   Leichtbrennstoffen,   z. B. Benzin, betriebenen Brennkraftmaschinen, bei welchen der Brennstoff in flüssigem Zustand unmittelbar in den Zylinderraum oder in einen mit diesem durch   eine Überströmöffnung   in Verbindung stehenden
Nebenraum, z. B. in eine Vorkammer, Wirbelkammer, besondere Ventiltasche oder in den Kanal des   Einlassventils   unmittelbar vor dem Ventil eingespritzt wird. 



   Bekannt sind Viertaktmaschinen mit einer geringen Überdeckung von Einlassbeginn und Aus- lassende, von etwa   150 bis 200 auf   den Kurbelwinkel bezogen und bei denen das Einspritzen des Brenn- stoffes erfolgt, unmittelbar bevor der Arbeitskolben seine obere Totlage erreicht oder in dem Augen- blick, in dem sich der Kolben in seiner oberen Totlage befindet, wobei der Auslass noch offen ist. Dem- zufolge muss bei den bekannten Anordnungen ein gewisser Brennstoffverlust mit in Kauf genommen werden, weil ein Teil des eingespritzten Brennstoffes durch den noch geöffneten Auslass den Zylinder wieder verlässt, ohne zuvor Arbeit zu leisten. Auch erreicht infolge der geringen Überdeckung von
Einlassbeginn und Auslassende bei den bekannten   Brennkraftmasehinen   die   Spül-und Aufladewirkung   nicht den erwünschten Grad. 



   Um nun die Spülwirkung zu verbessern, wird vorgeschlagen, die   Überschneidung   von Einlass- beginn und Auslassende   grösser   zu wählen, als dies bisher   üblich   war. Um gleichzeitig Brennstoff- verluste   auszuschliessen,   wird ausserdem so spät mit dem Einspritzen begonnen, dass kein Brennstoff mehr nach dem Auspuff gelangen kann. 



   Dementsprechend besteht die Erfindung in der Verbesserung eines Verfahrens zum Betrieb von   Viertaktbrennkraftmaschinen,   welche mit Leichtbrennstoffen, z. B. Benzin, betrieben werden und bei denen der Brennstoff unmittelbar in den Zylinderraum oder in einem mit diesem in Verbindung stehenden Nebenraum oder in den Raum unmittelbar vor dem Einlassventil eingespritzt und das Brenn- stoffluftgemisch, durch eine Zündkerze zeitlich gesteuert, entzündet wird. 



   Die Erfindung besteht darin, dass die Überdeckung von Einlassbeginn und Auslassende mehr als   20  auf   den Kurbelwinkel bezogen beträgt und die Einspritzung des Brennstoffes in dem Augenblick erfolgt, in welchem der Auslass schliesst, oder es beginnt die Einspritzung unmittelbar vor dem Schliessen oder nach dem Schliessen des Auslasses. Nach der Erfindung kann die   Überdeckung   zwischen 40-90 unter Umständen sogar mehr Kurbelwinkelgraden betragen. Dadurch erzielt man eine ausgezeichnete
Spülung und Aufladung ohne Brennstoffverluste und eine bedeutende Leistungserhöhung bei sinkendem
Brennstoffverbrauch. 



   Das oben für   Viertaktmaschinen   geschilderte Verfahren lässt sich sinngemäss auch für Zwei- taktbrennkraftmaschinen anwenden. Die normale Überdeckung von Zweitaktmaschinen für Leicht- brennstoffe und   Funkenzeitzündung   beträgt etwa 1100. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Betrieb von Zweitaktbrennkraftmaschinen, welche mit   Leichtbrennstoffen,   z. B.
Benzin, betrieben werden und bei denen der Brennstoff unmittelbar in den   Zylinderraum   oder in einen mit diesem in Verbindung stehenden Nebenraum, z. B. in eine Vorkammer, Wirbelkammer oder in eine besondere Ventiltasche eingespritzt wird und bei welchen die Überschneidung von Einlassbeginn und Auslassende zwischen 1100 und   140  auf   den Kurbelwinkel bezogen beträgt.

   Es ist die Erfindung für Zweitaktbrennkraftmaschinen mit Spülung durch ein Gebläse als auch für Maschinen ohne Gebläse 

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 brauchbar. Bei der Spülung ohne Gebläse wird zweckmässig durch ausserordentlich rasches Öffnen des Auslasses und gleich darauf folgendes Öffnen des Einlasses der Saugzug der abziehenden Abgase mit zur Spülung herangezogen. Es entsteht dadurch im Zylinderraum unmittelbar nach dem Öffnen des Auslasses ein Unterdruck, welcher die Spülluft ansaugt und diese selbst im Zylinder auf keinen wesentlichen Widerstand eines Abgaskissens mehr stösst.

   Es bedeutet eine solche Spülweise aber auch einen Vorteil dann, wenn ein Gebläse zu Hilfe genommen wird, weil durch den Umstand, dass die eintretende Spülluft nicht auf den Widerstand eines Abgaspolsters stösst, der   Gebläsedruck   niedriger gehalten werden kann. Es eignet sieh die Spülweise mit Hilfe des Saugzuges der Abgase, insbesondere für Flugmotoren, weil die Abgase im Auspuffrohr infolge der geringeren Luftdichte in grösserer Höhe ebenfalls nur einen geringeren Austrittswiderstand vorfinden. 



   Auf der Zeichnung ist die Betriebsweise einer Einspritzbrennkraftmaschine nach der Erfindung mit Benzin als Brennstoff in zwei Lineardiagrammen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 das Diagramm für ein Viertakt-und Fig. 3 für ein Zweitaktverfahren. 



   In Fig. 1 entspricht die Linie   x-x   zwei vollen Umdrehungen der Kurbelwelle, den Arbeitshub 1, den Auspuff II, den Ansaugehub   Ill   und den Verdichtungshub   IV   einschliessend. To bezeichnet jeweils die obere und Tit die untere Totlage des Arbeitskolbens. A'kennzeichnet das Öffnen   und 1"   das   Schliessen   des Auslasses. Entsprechend kennzeichnet   E'das Öffnen   und E" das chliessen des Einlasses. Bei Z erfolgt die Zündung durch den überspringenden Funken. 



   Wie Fig. 1 zeigt,   überdecken   sieh die Aus-und Einlassperiode im Bereich   x   des oberen Totpunktes zwischen dem Auspuff   11   und dem Ansaugehub   Ill.   In dem Augenblick, in welchem die Auslassöffnung   bei A" geschlossen   wird, setzt der Einspritzvorgang bei S'ein und endigt z. B. bei S". 



  Durch die   Uberdeckung a :   wird eine gute Spülwirkung erzielt. Ein Verlust an Brennstoff ist durch 
 EMI2.1 
 oder später endigen, als durch das Diagramm gemäss Fig. 1 angedeutet ist. Der Grenzfall des Einspritzbeginnes ist gegeben, wenn der Einspritzvorgang unmittelbar vor dem   Schliessen   der Auslassöffnung erfolgt. Wieweit dies ohne Brennstoffverlust möglich ist, hängt von der Art des benutzten Spülverfahrens ab bzw. davon, welchen Weg die eingespritzten Brennstoffteilehen, durch die Spülluft mitgerissen, von der Einspritzdüse bis zur Auslassöffnung zurückzulegen haben. Wesentlich ist, dass der Brennstoff nicht mehr durch die geöffnete Auslassöffnung in den Auspuff gelangen kann. 



   Wie das Beispiel gemäss Fig. 2 zeigt, ist die Erfindung auch für Zweitaktverfahren brauchbar. 



  In diesem Diagramm entspricht die Linie   X-X   einer Umdrehung der Kurbelwelle und die Aus-und Einlasszeiten   A', A", E', E" werden symmetrisch. zum   unteren Totpunkt Tu zwischen Expansionshub   1   und Verdichtungshub 11, z. B. durch den Kolben, gesteuert. Die   Brennstoffeinspritzung S'-S"   vollzieht sich ebenfalls nach Schluss der Auslassöffnung und die Zündung erfolgt bei Z. 



   Unwesentlich für die Erfindung ist es, ob das Öffnen und   Schliessen   der   Aus-und Einlassöffnungen   durch den Kolben, durch Ventile, bewegliche   Zylinderlaufbüchsen   oder durch Drehschieber und sym-   metrisch   oder unsymmetrisch zu den Kolbentotpunkten erfolgt. Auch ist es im Rahmen der Erfindung gleichgültig, ob das Spülen nach dem   Querstrom-,   Gegenstrom-,   Gleichstrom-oder Umkehrverfahren   erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Betrieb von mit Leiehtbrennstoffen, z. B. Benzin, betriebenen Brennkraftmaschinen, bei welchen der Brennstoff in flüssigem Zustande unmittelbar in den Zylinderraum oder in einem mit diesem in Verbindung stehenden Brennraum oder in die Leitung knapp vor dem Einlassventil eingespritzt und bei einem unter dem Selbstzündungsdruck liegenden Druck durch Funkenzeitzündung entzündet wird, gekennzeichnet durch eine Überschneidung von Einlassbeginn und Auslassende von mehr als 20 für Viertakt-und mehr als 1100 für Zweitaktmaschinen auf die Kurbelwelle bezogen und dadurch, dass der Brennstoff erst knapp vor Schluss, bei Schluss oder mehr oder weniger nach Schluss der Auslassöffnung eingespritzt wird.
AT157890D 1937-01-30 1938-01-28 Verfahren zum Betrieb von Einspritzbrennkraftmaschinen. AT157890B (de)

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