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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 15766.
BERLINER GUSZSTAHLFABRIK & EISENGIESZEREI
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Gegenstand der voiliegenden Erfindung ist ein Universalschraubstock, der besonders zum Halten des Werkstückes bei Fräs- und Hobelmaschinen Verwendung finden soll, jedoch auch bei anderen Maschinen verwendet werden kann. Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass sowohl der feststehende Teil des Schraubstockes als auch der drehbare und die Klemmvorrichtung tragende Teil mit einer in beiden Teilen bündig liegenden achsialen Bohrung versehen i3t.
Die Klemmvorrichtung besteht aus zwei Klemmbacken, die auf einer mit Rechtsund Linksgewinde versehenen Spindel sitzen, so dass bei Drehung dieser Spindel eine gleichmässige Gegeneinander- bezw. Auseinanderbewegung der Klemmbacken erzielt wird.
Die Achse des Spannkmaules liegt in der Achse der oben genannten Bohrung, was dadurch erreicht wird, dass die zur Bewegung der Klommbacken dienende Spindel auf dem drehbaren Teile des Schraubstockes seitlich zur Drehachse angeordnet ist. Neben den bekannten Vor- zügen der um die Spannachse drehbaren Maschinenschraubstöcke, dass nämlich das Werkstück
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allem dadurch aus, dass mit ihr Werkstücke von beliebiger Hohe bearbeitet werden können, 11. zw. brauchen die Werkstücke-mögen sie nun horizontal oder vertikal bearbeitet werden-niemals aus der achsialen Lage gebracht zu werden. Durch die gleichmässige Beweglichkeit der Klemmbacken wird also immer ein völlig zentrisches Spannen ermöglicht werden.
Durch das gleiche Mittel lassen sich mit der im folgenden näher zu beschreibenden
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Die Zeichnung steHt in zwei Ausführungsformen einen derartigen Universalschraubstock dar, 11. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die Vorrichtung, Fig. 2 eine Ansicht, wobei eine zweite Ausführung punktiert hiezu gezeichnet ist, Fig. 3 gibt eine Draufsicht der Einspannvorrichtung.
Wie aus Fig. I zu entnehmen ist, trägt bei dieser Ausführung ein Winkel 9 die an der Platte f sitzende Spannvorrichtung. Mittels des Winkels g wird der Schraubstock an der Werkzeugmaschine befestigt, u. zw. derart, dass eine Drehung der Platte. f um die Horizontalachse stattfinden kann. Der'Vinkol 9 besitzt einen scheibenförmig ausgebildeten Teil h. In diesem befindet sich die schwalbenschwanzförmige Kreisnut a. In diese Kreisnut a greifen die Schrauben k und l ein, vermittels welcher Schrauben die Platte f am Winkel g festgehalten wird. Diese Schrauben können natürlich in der Kreisnut a sich bewegen, so dass ein Einstellen der Platte. 1" und demgemäss der Spannvorrichtung gegen den Winkel 9 in jeder Stellung möglich ist.
Damit aber, abgesehen von der Drehung, ein Verschieben der Platte f gegenüber dem Winkel g nicht stattfindet, besitzt die Platte f einen Ansatz f, mit dem sie in den Scheibenteil des Winkels 9 eingreift.. Zentral um die Drehachse besitzt sowohl der Scheibenteil A als auch die Platte J'je eine Öffnung, die bündig miteinander liegen, so dass das Einspannen von Werkstücken in unbegrenzten Längen möglich ist.
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dem Vierkant o kann je nach der Drehrichtung die Klemmvorrichtung gespannt oder gelöst werden. Die Klemmbacken 1 und m sind prismatisch ausgearbeitet, so dass das Werkstück immer genau zentrisch gehalten wird.
Setzt man die Platte f nun nicht auf einen Winkel, wie es die Ausführung nach Fig. 1 angibt, sondern auf eine Scheibe h (Fig. 2), die mittels Ohren d auf dem Arbeittisch bezw.'dem Bett der Werkzeugmaschine befestigt wird, so lässt sich eine Drehung des Werkstückes um die Vertikalachse erzielen. Fig. 2 ist eine Vorderansicht von Fig. 1. Bei der ersten Ausführung bildet diese Platte h den einen Schenkel des Winkels y, mittels dessen sie in vertikaler Lage gehalten wird. Bei der zweiten Ausführung, bei der sie also durch die Ohren d befestigt wird, liegt sie horizontal. Die Konstruktion der Platte/, der Spannbacken und m und der Scheibe h an sich ist genau dieselbe, wie bei der Ausführung nach Fig. 1.
Mit einem Universalschraubstpck dieser Art ist es z. B. sehr leicht, Polygone zu bearbeiten. Hat man ein Vierkant herzustellen und kann man ausserdem einen Doppelfräser verwenden, der zu gleicher Zeit zwei Seiten bearbeitet, so genügt eine Drehung der Scheibe f um 900, um den Vierkant vollkommen herzustellen. Ein Sechskant wird auf ähnliche Weise durch dreimalige Verstellung hergestellt.