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der Wandstärke und des Aussendurchmessers stark verlängert. Es verlässt diese Zone jedoch in einer unebenen und unrunden Form und bedarf noch einer Nachbearbeitung in anschliessenden Walzenzonen, im besonderen einem Glätteil E, dem sieh vorteilhaft noch eine Walzenzone F anschliesst, die das Werkstück auf genau runde Form bringt.
Die Zone E, die etwa in derselben Weise sich verjüngt wie die Zone E, wirkt neben der Glättung drehend und vorschiebend auf das Werkstück und macht die Wandstärke gleichmässiger. Da sie gleich-
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leicht aus dem fertiggewalzten Rohr herausnehmen.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellten Walzen, die im besonderen zur Bearbeitung sehwaehwandis : er Rohre dienen, weisen zweckmässig zwischen dem steilen Streckte4il C und dem anschliessenden Glätteil E
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vertiefte Nuten bekannt.
Während bei der Walzenform nach Fig. 1 und 2 die Neigung des schmalen steilen Streekteils (' gegen den Einzugsteil B etwa 120 beträgt, beträgt sie bei dem Beispiel der Fig. 4 zur Bearbeitung
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unter welcher diese Ebene die Schrägfläche der Schulter C schneidet. Der Ziffernwert dieses Winkels lässt sich in verhältnismässig weiten Grenzen ändern. Er muss derart sein, dass die Länge der Schulter in Richtung des Werkstückdurchganges grösser ist als der Vorschub des Werkstückes von einer Walze zur nächsten, und vorzugsweise grösser als der Reibungswinkel zwischen Metall und Walzenfläche, derart, dass das Metall in der Längsrichtung unter der Schulter wegfliessen kann.
Da nun beispielsweise der Reibungswinkel zwischen erhitztem Stahl und Walzenoberfläche etwa 220 beträgt, so ist
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grösser sein als der Querflusswinkel, damit ein Fliessen in der Längsrichtung des Werkstücks und damit ein Strecken des Werkstücks statt einer Erweiterung des Rohrinnendurchmessers erfolgt. Mit ,,Querflusswinkel" (Fig. 3) wird der Winkel T bezeichnet, den in einer quer zur Werkstüekaehse durch die wirksame Mitte der Strecksehulter C gelegten Ebene eine Tangente P an die wirkende Arbeitswalze im Mittelpunkt Y ihres Berührungsbogens mit dem Werkstück und eine Tangente Q an den Dorn 60 durch den Mittelpunkt Z ihres Berührungsbogens mit dem Werkstück bilden.
Gewöhnlich ist der Querflusswinkel so klein, dass eine ausreichende Streckung des Werkstücks noch erfolgt, wenn der Längsflusswinkel bis auf 300 sinkt. Demnach soll unter ,,steil" im Sinne der Beschreibung und des Anspruchs jeder Winkel verstanden sein, der etwa zwischen 300 und 700 liegt.
Statt mit den schwach kegelig von vorn nach hinten verlaufenden Walzen 6 der Fig. I und 2
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stück sieh bewegenden Dorn und den steilen Schultern. Stehen die beiden Scheibenwalzen 6b entsprechend Fig. 5 und G einander gegenüber, so sind sie von gleicher Gestalt und bestehen aus drei konzentrischen kegelförmigen Flächen, von denen die innerste 101' in Vorschubrichtung des Werkstücks gegen die äusserste 102 versetzt ist und im wesentlichen die gleiche Neigung aufweist. Die Teile 102 wirken als Einzugsteil und sind schwach gegeneinander in Vorschubriehtung geneigt. Die Zonen 101 wirken entsprechend den Zonen E als Glätteil.
Bei der Ausführung nach Fig. 7 und 8, bei der die eine Walze 6e gegen die andere Walze 6b
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so angeordnet, dass beide Schultern zusammen den schmalen Streckteil ergeben.
Die Walzenachsen 104 sind gegen die Werkstüekaehse ausreichend geschränkt, um den Vor-
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Pfeile angedeutet, im entgegengesetzten Sinne, während die Walzen 6b, 6e im gleichen Drehsinne umlaufen.
Bei der Ausführung nach Fig. 9 ist der steile Streckteil durch eine Schulter C3 am Dorn 60a gebildet, der drehbar ist oder einen drehbaren Kopf trägt, jedoch axial unverschiebbar ist. An den
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und 4.'Für die Bemessung des Streckteils C3 gilt das bei den früheren Ausführungsformen Gesagte.
PATENT-ANSPRACHE : l. Schrägwalzwerk zur Bearbeitung rohrförmiger Werstücke zwischen einem auf die Werkstückinnenseite wirkenden Dorn und auf die Aussenseite wirkenden umlaufenden Walzen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem schwach geneigten Einzugsteil und einem ebenfalls schwachgeneigten Glätteil der Streckteil in Form einer sehmalen steilen Schulter angeordnet ist, wobei die Neigung des Streckteils so beschaffen ist, dass der sieh beim Walzen ergebende Querflusswinkel (T, Fig. 3) der Werkstoffteilchen kleiner ist als der im wesentlichen durch die Neigung des Streckteils gegenüber der Dornachse bestimmte Längsflusswinkel Fig. 4).