AT157388B - Verfahren zur Aufarbeitung von gangarthaltigen Mineralien, vorzugsweise von aschehaltigen Kohlen. - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von gangarthaltigen Mineralien, vorzugsweise von aschehaltigen Kohlen.

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AT157388B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aufarbeitung von gangarthaltigen Mineralien, vorzugsweise von aschehaltigen
Kohlen. 



   Vorliegende Erfindung betrifft die Trennung von Mineralien von ihrer Gangart mittels einer
Flüssigkeit, die ein spezifisches Gewicht besitzt, das zwischen dem des Minerals und der Gangart liegt. 



   Insbesondere betrifft sie die Abtrennung von Kohle von den mitgebrachten Verunreinigungen, wie z. B. anderes Gestein. Ebenso können nach dem vorliegenden Verfahren verschiedene Mineralien voneinander getrennt werden. 



   Gemäss der Erfindung werden die zu trennenden Stoffe mit der wässrigen Lösung eines aktivierend wirkenden Mittels, vorzugsweise Gerbsäure, benetzt, mit Wasser gewaschen und dann, vorzugsweise unter   Luftabschluss,   in einer Trennfliissigkeit mit geeignetem spezifischem Gewicht, das zwischen denjenigen der zu trennenden Stoffe liegt, eingebracht. Die hiebei getrennt anfallenden Anteile werden dann kontinuierlich entfernt und ausgewaschen. Die Waschwasser werden vorteilhaft mit dem akti- vierenden Mittel versetzt und   nach Möglichkeit   wieder verwendet. Verunreinigungen durch die Scheideflüssigkeit werden vorher aus den Waschflüssigkeiten abgetrennt. Die so wiedergewonnene Scheide- flüssigkeit kann natürlich ebenfalls wieder verwendet werden. 



   Als aktivierende Mittel kommen Oxalsäure, Gerbsäure, Kondensationsprodukte von sulfuriertem
Naphthalin und Formaldehyd,   Natriumbicarbonat, Melasse   u. a. in Betracht. Durch die Verwendung eines solchen Aktivierungsmittels wird der Verlust an Trennflüssigkeit bedeutend herabgesetzt, insbesondere im Vergleich zur Verwendung von Wasser allein als Benetzungsflüssigkeit. So verliert man pro Tonne behandeltes   Material etwa 1#344 kg Trennflüssigkeit,   wenn man nur mit Wasser vorbenetzt, während bei Zusatz von   0#1% Oxalsäure   zum Vorbenetzungsbad sich nur ein Verlust von 67 g ergibt.

   Bei Verwendung von   0'5  iger Natriumbiearbonatlösung   beträgt der Verlust pro Tonne 112 g, bei Verwendung eines Kondensationsproduktes von Naphthalinsulfosäure und Formaldehyd in Form   1% iger Lösung, 25 9   bei Verwendung von Gerbsäure in Form einer   0'006% igen Lösung, 56 y   per Tonne, bei einer   0#5%igen Melasselösung   140   9   und   schliesslich   bei Verwendung einer   0'01"igen Losung   des obenenvähnten Kondensationsproduktes ebenfalls   140 g   pro Tonne. Die Vorbehandlung mit der aktivierenden Lösung dauert etwa 10 Sekunden, eine Zeit, die für die Entfernung der leichten Verunreinigungen, die auf der Oberfläche schwimmen, genügt.

   Als Trennflüssigkeit wird eine organische Substanz, u. zw. vorzugsweise ein Chlorkohlenwasserstoff angewandt. Die Trennflüssigkeit soll einen hohen Siedepunkt haben, einen niedrigen Schmelzpunkt, eine niedrige Löslichkeit in Wasser und natürlich eine entsprechende Beständigkeit unter den Arbeitsbedingungen. Vorteilhaft wurden im einzelnen besonders folgende Trennflüssigkeiten verwendet : 
 EMI1.1 
 heptan, 1,1, 2-Tribrompropan, Trichlorjodmethan, 2, 2-Diehlor-1, l-dibromäthan, 3-Chlor-1, 2, 2-tribrompropan, Dibromdiehlormethan, 1, 2, 3-Tribrompropan, 1, 2, 2-Tribrompropan, dibromdichlormethan, 
 EMI1.2 
 

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 EMI2.1 
 toluoljodbenzol,   1-Jod-2-chlorbenzol,   1, 3-Dibrombenzol, 1,   2-Dibrombenzol,     Trichloräthylen,     4-Chlor-   äthan und Tetrachlorkohlenstoff. 



   Kerosin, Benzin und Naphthalin und andere Kohlenwasserstoffe, besonders solche mit niedrigem Siedepunkt und Dampfdruck, können als Verdünnungsmittel zur Veränderung des spezifischen Gewichtes verwendet werden. 



   Man kann weiter ein   Gemiseh   von   CILBR   und   C2H2Cl4   herstellen, das eine Variation der spezifischen Gewichte von 2,39 bis 1, 59 gestattet. Man kann so das spezifische Gewicht einstellen, dass die mittleren Fraktionen mit einer für die Austragung aus der Vorrichtung günstigen Geschwindigkeit absinken. 



   Man kann mit dem vorliegenden Verfahren auch verschiedene Arten des gleichen Minerals trennen, so z. B. Anthrazitkohlen mit spezifischen Gewichten von 1,3 bis 1,7 und   Bitumenkohlen   mit solchen von 1,1 bis 1, 5. Unter anderem kann man das Verfahren verwenden bei Asbest, Bitumenkohlen, Quarz, Feldspat und fast allen Mineralien. 



   So kann man Kohle herstellen mit jedem Aschegehalt wie man wünscht. Insbesondere ist es nunmehr   möglich,   solche Kohlen aufzuarbeiten, die einen besonders hohen Aschegehalt und einen Gehalt an brennbaren Stoffen von nur 15 bis   35   enthalten. Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens liegt darin, dass die Aufarbeitung sehr schnell erfolgen kann. Wenn man als aktivierende 
 EMI2.2 
 sogar tragbar, die abfliessende Flüssigkeit weglaufen zu lassen, da die Verluste an Gerbsäure dann verhältnismässig gering sind. Gerade mit solchen geringen Konzentrationen erhält man aber eine sehr wirksame   Rückgewinnung   der Trennflüssigkeit bzw. Scheideflüssigkeit. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Aufarbeitung von gangarthaltigen Mineralien, vorzugsweise von asehehaltigen Kohlen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Ausgangsmaterial   zunächst   mit einer ein aktivierendes Mittel, wie z. B. Gerbsäure, Oxalsäure u. dgl., enthaltenden Flüssigkeit behandelt, darauf die Kohle bzw. die Mineralien in einer, vorzugsweise in Bewegung befindlichen   Trennflüssigkeit   mittleren spezifischen Gewichtes von den Verunreinigungen seheidet und gegebenenfalls die verwendeten Flüssigkeiten in den Prozess   zurückführt.  

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zerkleinerte Kohle in eine Lösung von Gerbsäure in Wasser einbringt, die auf der Oberfläche der Lösung schwimmenden Stoffe entfernt, die Kohle aus der Lösung abzieht, sie mit Wasser wäscht, den Satz aus der verwendeten Waschflüssigkeit entfernt, den Gehalt der letzteren an Gerbsäure so weit ergänzt, dass sie als Benetzungsflüssigkeit in der ersten Stufe des Prozesses verwendet werden kann, die feuchte Kohle in eine mit Wasser bedeckten, aber damit nicht mischbare Trennflüssigkeit einbringt, die ein solches spezifisches Gewicht hat, dass die Asche und schweren Verunreinigungen schnell, die mittleren Bestandteile langsam sinken und die Kohle oben schwimmt, wobei man das ganze Trennungsbad von der Einbringungsstelle weg bewegt,
    die mittlere Fraktion zwischen Kohle und Asche aussondert und die Trennflüssigkeit von den abgetrennten Materialien isoliert und wieder in den Prozess zurückführt.
AT157388D 1937-08-28 1937-08-28 Verfahren zur Aufarbeitung von gangarthaltigen Mineralien, vorzugsweise von aschehaltigen Kohlen. AT157388B (de)

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