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Staub-, gas-und wasserdichter Reissverschluss.
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glieder befestigt sind, auf hohen Zug beansprucht, so dass bei scharfer Knickung der Schliessränder an den Befestigungsstellen der Verschlussglieder es leicht vorkommen kann, dass die Schliessränderreissen.
Um die bekannten Reissverschlüsse gegen Gas, Staub und Feuchtigkeit abzuschliessen, hat man versucht, die Verschlussglieder der bekannten Reissverschlüsse durch auf die Stoffbahnen aufgeklebte oder aufvulkanisierte Deekleisten abzudecken. Das Besetzen der Stoffbahn mit solchen Gummideckleisten machte aber nicht nur einen besonderen Arbeitsgang erforderlich, sondern belastete auch das
Kleidungsstück. Ausserdem wurde das Verriegeln der Verschlussglieder durch den unter den Leisten gleitenden Schieber insoferne erschwert, als durch die aufgesetzten Deckleisten eine gewisse Steife entsteht, die der abgleitende Schieber zu überwinden hatte. Ausserdem wurde durch Aufvulkanisieren dieser Deckleisten der Verschluss zu breit und infolgedessen auch in der Herstellung zu teuer.
Da diese Deckleisten sich nur bei glattliegenden Stoffbahnen berühren, wirken sie nur als Schutzleisten, sobald sie aber auf scharfe Biegung beansprucht werden, öffnen sie sich am Stoss.
Bei Reissverschlüssen bekannter Ausführungsform, deren Verschlussglieder ganz genau ineinandergreifen, ist oft wegen der Krümmungen und Knickungen eine Abdichtung unmöglich, da die Schliess- ränder nicht derart fest gegeneinander gepresst werden können, dass sie stets dicht aneinanderliegen.
Gemäss der Erfindung wird diesem Übelstand dadurch abgeholfen, dass an jedem Schliessrand des zu verschliessenden Bekleidungsstückes oder andern Gegenstandes eine mit einem lappenartigen Ansatz versehene Leiste aus elastischem Material vorgesehen ist, in welche Stifte aus Metall oder anderem festen Material in Abständen voneinander eingesetzt sind. Diese Stifte haben kegelförmige Köpfe, die in muldenförmige Vertiefungen der elastischen Leiste durch Druck auf die halbrunden Aussenenden der Stifte fest eingedrückt werden können. Diese Ausbildung des Reissverschlusses sichert einen zuverlässigen, dichten Schluss der beiden Schliessränder und verhindert das Eindringen von Staub, Gas oder Feuchtigkeit zwischen die Versehlussränder.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. in Fig. 1 im Längsschnitt durch den Reissverschluss und in Fig. 2 im Querschnitt nach II-II der Fig. 1.
Der Reissverschluss besteht aus zwei an den Sehliessrändern des zu verschliessenden Gegenstandes zu befestigenden Leisten 1, 2 aus elastischem Material, die jeder einen lappenförmigen Ansatz haben. In die Leisten 1, 2 sind Stifte 5 aus Metall oder anderem festen Material in gleichmässigen Abständen voneinander eingesetzt, und zwischen diesen Stiften sind in dem Rand der Leisten muldenförmige Vertiefungen 6 vorgesehen. Die Stifte 5 haben jeder am Ende, welches den gegenüberliegenden Stiften 5 zugekehrt ist, einen konischen Kopf 7, der in die entsprechende muldenförmige Vertiefung 6 des gegen- überliegenden Leistens eingreift und sich zwischen die Köpfe 7 von zwei nebeneinanderliegenden Stiften 5 legt.
Die lappenartigen Ansätze 3, 4, die mit den Leisten 1, 2 zusammenvulkanisiert sind, dienen aber
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geklebt oder aufgenäht sind.
Zum Schliessen des Reissverschlusses dient ein Schieber 8, dessen Gestalt von der Aussenform der elastischen Streifen mit den daran befestigten Stiften abhängt und der entweder vom Verschluss
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getrennt oder an einem Ende desselben festgemacht ist. Dieser Schieber wird über die Aussenenden der Stifte 5 geschoben und ruckartig an den Leisten entlang gezogen, so dass die Köpfe 7 der Stifte 5 des einen Streifens sieh zwischen die Köpfe 7 der Stifte 5 des andern Streifens einlegen. Um zu ver- hindern, dass bei starkem Pressdruck die halbrunden Aussenenden der Stifte 5 sich in die Leisten 1, 2 eindrücken, können noch Unterlagsseheiben 9 vorgesehen sein. Der Reissverschluss gemäss der Erfindung kann für die verschiedenartigsten Zwecke, z.
B. für Schuhe oder andere Bekleidungsstücke, Mäntel,
Luftreifen od. dgl., venvendet werden.