AT156320B - Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in akustische oder umgekehrt. - Google Patents

Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in akustische oder umgekehrt.

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AT156320B
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spider
center
force acting
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membrane
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Inventor
Ferdinand Ing Enders
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Ericsson Oesterreichische Elek
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in akustische oder umgekehrt. 



   Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in akustische oder umgekehrt. Im Lautsprecherbau unterscheidet man bekanntlich zwei grundlegende
Anordnungen von Schwingungssystemen, nämlich solche, deren Grundfrequenz oberhalb des Hör- bereiches liegt und solche, deren Grundfrequenz bzw. störende Harmonische unter dem Hörbereich liegt. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung insbesondere der zuletzt genannten Art. Bei dieser
Art von Lautsprechern ist man bestrebt, die schwingende Masse sowie die   Richtkrrft mögliehst   gering zu halten.

   Dabei wird unter Richtkraft jene Kraft verstanden, die bestrebt ist, das Schwingung- system beim Ausschwingen nach beiden Seiten hin in seine Ruhelage   zurückzuführen.   Aus vielen bekannten Gründen lässt sich jedoch die Richtkraft nicht willkürlich verringern, vielmehr darf sie mit Rücksicht auf sichere Führung usw. einen bestimmten, von der Konstruktion und den zu verarbeitenden Energiemengen abhängigen Wert nicht unterschreiten. Hiebei ist zu beachten, dass die Richtkraft des Führungsteiles noch durch die verhältnismässig sehr grosse   Richtkraft   des Schwingkörpers (Membran) selbst vergrössert wird. Hiedurch war man nicht in der Lage, den Frequenzgang zu beeinflussen. 



   Durch vorliegende Erfindung wurde dieser Nachteil behoben. Durch praktische Versuche wurde festgestellt, dass der Frequenzgang eines Lautsprechers durch eine vom Rand gegen die Spinnenmitte gerichtete Kraft beeinflusst wird. Bisher ist lediglich eine Zentrierungsanordnung bekannt, die zwecks Erhöhung der Empfindlichkeit eine möglichst geringe Richtkraft besitzt ; diese Anordnung ist zur Frequenzbeeinflussung weder bestimmt noch geeignet. 



   Auch die bekannte Anordnung, bei der durch eine gegen die Mitte gerichtete Kraft, ähnlich wie bei einem eingespannten Stab, der auf Knickung beansprucht wird, der Membran eine Vorspannung erteilt wird, nimmt den Gedanken vorliegender Erfindung nicht vorweg, da bei jenem höchstens in einem ganz engen Bereich die Empfindlichkeit gesteigert werden kann ; eine Verbesserung des Frequenzganges ist auch hier wegen der nicht linear ansteigenden Richtkraftkurve unmöglich. 



   In der Zeichnung ist eine Ausführung eines Systems, wie es vorliegende Erfindung vorsieht, in einer schematischen Anordnung dargestellt, auf die jedoch die Erfindung nicht beschränkt bleiben soll. 1 ist der Magnetkern, 2 die Deckscheibe, 3 der Luftspalt, in dem sich die   Srhwingspule 4.   befindet. An der Schwingspulenkrone 5 ist die Führungsspinne 6 befestigt, die im Bolzen 7 fest gelagert ist. Die gegen die Spinnenmitte gerichtete Kraft kann man auf sehr einfache Weise dadurch erzeugen, dass der Spinnen-bzw. Spinnenkronenumfang verkleinert oder die Speichen der Spinne verlängert werden. Erreicht wird dies dadurch, dass oberhalb oder unterhalb der Membran ein Spannring 8 angebracht wird, der eine nach innen gerichtete, durch den Pfeil P angedeutete Kraft erzeugt. 



   Die Spannung des Ringes kann man auf mannigfaltige Art erreichen. Es wurde unter anderem gefunden, dass durch feuchtes Aufkleben der Ring nach dem Austrocknen so weit   eingeschrumpft   ist, dass die Grundfrequenz sowie gewisse Harmonische merklich erniedrigt wurden. Derselbe Effekt lässt sich auch durch Imprägnierung, Wärmebehandlung u. dgl. erreichen, wobei durch entsprechende Auswahl und Dimensionierung der Materialien eine dem gewünschten Mass der Beeinflussung (herab setzung der Richtkraft) entsprechende Spannung erzeugt werden kann, 

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Die Spannung lässt sich auch durch Verlängerung der Spinnenspeichen, durch Druekbehandlung, Hämmern u. dgl. erzielen.

   Wird nämlich der Ring P als elastischer Körper aufgefasst und wird er durch   Verlängerung   der Speichen aufgeweitet, so übt er einen grösseren Druck aus. Hiebei ist es vom Vorteil, wenn man die Schwingspulenkrone durch radiale Einschnitte, entsprechende Materialwand und Dimensionierung mechanisch nachgiebig macht. 



   Man kann auch die gegen die Spinnenmitte wirkende Kraft durch ein um den Spinnenrand oder die Spinnenkrone angebrachtes, vorzugsweise akustisch totes Material, wie Gummi u.   dgl.,   erzeugen. Eine sehr einfache Anordnung wird erzielt, wenn man in Einschnitte des Spinnenrandes oder des Spannringes ein Gummiband entsprechender   Stärke mäanderförmig   einlegt. 



   Eine analoge Einrichtung kann man selbstverständlich auch für Einrichtungen zur Umwandlung akustischer Schwingungen in elektrische (Mikrophone) verwenden. Hiebei kann man das Mikrophongehäuse oder wesentliche Bestandteile desselben als die gegen das   Membranzentrum   wirkende Kraft ausbilden. Eine solche Membran lässt sich z. B. dadurch herstellen, dass man den Rand mit 
 EMI2.1 
 andere Einrichtung   einschnürt.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Umwandlung von elektrischen Schwingungen in akustische oder   umgekehrt,   dadurch gekennzeichnet, dass der Frequenzgang der Einrichtung durch eine vom Rand gegen die Spinnenmitte gerichtete Kraft beeinflusst wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gegen die Spinnenmitte wirkende Kraft durch Verkürzung des Spinnenumfanges bzw. Verlängerung der Spinnenspeiehen erzeugt ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die gegen die Spinnenmitte wirkende Kraft durch einen oberhalb oder unterhalb der Membran aufgeklebten Spannring erzeugt ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Spannring durch Wärme, Feuehtigkeitsbehandlung oder Imprägnierung eine dem gewünschten Mass der Beeinflussung entsprechend Spannung erteilt ist.
    5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der Spinnenspeichen durch Druck oder Hämmern erzielt ist.
    6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingspulenkrone durch radiale Einschnitte, entsprechende Materialwahl, Dimensionierung u. dgl. mechanisch nachgiebig gemacht ist.
    7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die gegen die Spinnenmitte wirkende Kraft durch ein um den Spinnenrand oder die Spinnenkrone angebrachtes Material, vorzugsweise Gummi u. dgl., erzeugt ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gummiband in Einschnitte des Spinnenrandes mäanderförmig eingelegt ist.
    9. Einrichtung nach Anspruch 1 zur Umwandlung von akustischen Schwingungen in elektrische, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrophongehäuse, die Membran oder wesentliche Bestandteile des Gehäuses als die gegen das Membranzentrum wirkende Kraft ausgebildet sind. EMI2.2
AT156320D 1937-05-20 1937-05-20 Einrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in akustische oder umgekehrt. AT156320B (de)

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