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Sehallempfangseinrichtung, insbesondere für Flugzeug-Abhorehgeriite.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schallempfangseinrichtung, die es ermöglicht, aus einem
Gemisch von Tönen und Geräuschen solche einer bestimmten Frequenz oder eines bestimmten Frequenz- bereiches auszusieben.
Die Erfindung findet vorzugsweise Anwendung beim Empfang von Schallwellen aus der Luft, beispielsweise bei Flugzeughorchgeräten. Hiebei handelt es sich bekanntlich darum, den Ort eines sich nähernden Flugzeuges dadurch zu bestimmen, dass man feststellt, aus welcher Richtung das
Geräusch des Motorauspuffes oder das Summen des Fahrwindes am Flugzeugkörper herkommt. Diese
Geräusche besitzen eine Frequenz von etwa 40-300 Hertz, liegen also im Bereich tiefer Töne, für welche die für Telephon-und Rundfunkzweeke verwendeten Mikrophone nur eine geringe Empfindlichkeit besitzen. Die handelsüblichen Mikrophone eignen sich daher erfahrungsgemäss nicht für Horchgeräte, bei denen es sich darum handelt, diese äusserst schwachen tiefen Geräusche zu empfangen.
Die Erfindung betrifft eine Schallempfangseinrichtung, insbesondere für Flugzeugabhorchgeräte, deren Kennzeichen darin besteht, dass der Tonempfänger aus einer in einem Helmholtzschen Resonator passender Dimension angeordneten konusförmigen Membran besteht, deren Schwingungen mit Hilfe einer mit der Membran in Verbindung stehenden und in einem elektromagnetischen Spulenfeld schwingenden Zunge in elektrische Strom-bzw. Spannungsschwankungen umgewandelt werden, die mit Hilfe einer elektro-akustischen Toneinrichtung hörbar gemacht werden.
Derartige Vorrichtungen, bei denen eine in einem elektromagnetischen Spulenfeld schwingende Zunge bzw. Anker mit einer konusförmigen Membran in Verbindung stehen, sind bei elektromagnetischen Lautsprechern bekannt. Die erfindungsgemässe Schallempfangseinrichtung unterscheidet sich von diesen bekannten Lautsprechern dadurch, dass die Membranschwingungen durch die auf- . treffenden Schallwellen und nicht durch das elektromagnetische System hervorgerufen werden.
Die Membran wird zweckmässigerweise aus Zelluloid in Form eines in Schallrichtung offenen Kegels gebildet und ist an ihrem offenen Ende möglichst elastisch, beispielsweise mittels Filz, an der Wandung des Resonators befestigt. Der Schallresonator wird zweckmässigerweise als abgestumpfter Doppelkegel ausgebildet, an dessen grösstem Querschnitt die Membran befestigt ist.
Die Einstellung der Resonanzkurve des Resonators wird durch in den Wandungen des Trichters angeordnete, grössenveränderliche Öffnungen bewirkt. Als Baustoff für den Resonator wird ein eigenschwingungsarmer Werkstoff, beispielsweise Holz, Gips od. dgl., verwendet. Die Richtungsempfindlich- keit des Resonators wird dadurch verstärkt, dass man ihn in eine dämpfende Umhüllung aus Filz, Kork od. dgl. einbettet.
Die erfindungsgemässe Schallempfangseinrichtung wird zweckmässigerweise, wie es an sich bei Horchgeräten bekannt ist, im Brennpunkt eines parabelförmigen Schalltrichters angeordnet. Hiedurch wird die Richtungsempfindlichkeit der Anordnung wesentlich verstärkt.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Gesamtaufbau eines Horchgerätes, das transportabel ist und beispielsweise von der Infanterie verwendet werden kann. Der Schalltrichter 1 ist an einem an sich bekannten, allseitig drehbaren und mit Seiten-und Höhenrichtkreisen ausgerüsteten Halter 2 befestigt, der auf einem zusammenlegbaren Dreifuss. 3 steht. Im Innern des Schalltrichters 1 befindet sich der Resonator 4 mit einem elektromagnetischen Mikrophon. Die im Mikrophon erzeugten Ströme werden über
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Kegel ist allseitig mit Ausnahme einiger ebenfalls grössenveränderlieher Regulieröffnungen geschlossen.
Die Wände des Resonators sind mit einer schalldämpfenden Umhüllung 44 aus Filz od. dgl. bedeckt.
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einer Stossstange an ihrer Spitze an der schwingenden Zunge 61 des Elektromagnetsystems 6 starr befestigt. Die Zunge 61 schwingt einerseits im Felde eines Permanentmagneten ? und anderseits im Innern einer Drahtspule 6.' !, in der die Schallwellen in elektrische Stromschwankungen umgewandelt werden.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt. Sie lässt sich insbesondere auf fahrbare Grossanlagen mit gegebenenfalls mehreren Schallempfangstrichtern anwenden.
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1. Schallempfangseinrichtung, insbesondere für Flugzeugabhorchgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass der Tonempfänger aus einer in einem Helmholtzschen Resonator passender Dimension angeordneten konusförmigen Membran besteht, deren Schwingungen mit Hilfe einer mit der Membran in Verbindung stehenden und in einem elektromagnetischen Spulenfeld schwingenden Zunge in elektrische Strom- bzw. Spannungsschwankangen umgewandelt werden, die mit Hilfe einer elektro-akustisehen Toneinriehtung hörbar gemacht werden.