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Österreichische
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ARTUR ROSENFELD IN WIEN. Geradführung für die Papierbogen bei Bogenanlegern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung, welche bei solchen
Bogenanlegern, bei denen die oberen Bogen durch irgend welche Vorrichtung ill) er die
Stossvorderkante hinweg allmählich vorgeschoben werden, verhindern soll, dass die vor- druckenden Papierbogen sich infolge ungleicher Reibungsverhältnisse ihrer einzelnen Teile verdrehen, hiebei seitlich aus der Bahn treten und daher schräge an die Anlegestelle gelangen. Die Vorrichtung besteht aus zwei oder mehreren auf die Seitenkanten der Bogen wirkenden Rollen, welche verstellbar an den Papiertisch oder an dem Maschinenrahmen und in der Nähe der Vorderkante des Papierstapels befestigt, nach der Breite des zu verarbeitenden Papieres eingestellt werden können.
Sie lassen die Papierhogen bei ihrer Vorwärtsbewegung seitlich nicht aus der Bahn treten, ohne sie jedoch an ihrem Vorrücken zu behindern. Bei nicht zu feinem und kleinerem Papier genügt es. die Rollen lediglich leicht drehbar anzuordnen, um ein Verschieben der Papierbogen quer zu ihrer Bowegungs- richtung zu verhindern. Für die feinsten Papiersorten mit grossem Format ist es jedoch zweckmässig, den Rollen eine Eigenbewegung zu geben, da hiedurch die Vorwärtsbewegung der Bogen unterstützt wird, und zwar 11m so bedeutender, je mehr sich die Seitenkanten derselben an die Rollen drücken, was mit einem Zurückdrehen der Bogen in ihre Bahn gleichbedeutend ist.
Es empfiehlt sich ferner noch, die Rollen schräg zu dem Papierstapel zu stellen, derart, dass sie bei ihrer Bewegung das Papier etwas herabdrücken.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausfühmngsform der vorliegenden Erfindung und zwar in Fig. 1 in der Seitenansicht, Fig. 2 in der Draufsicht, Fig. 3 und 4 zeigen in
Seiten-und Vorderansicht eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
Der Papierstapel 1 liegt auf dem Tisch 2, welcher vorn durch die Zuführung- platte 3 abgeschlossen ist. Es empfiehlt sich, auf dem Tisch 2 die bekannten Winkel 4 anzuordnen, welche nach dem Format des Papiers eingestellt werden und geeignet sind, die Wirkung der vorliegenden Erfindung zu unterstützen. An der Platte 3 sind mittels der Flügelschrauben 5, Winkel 6 befestigt, welche die zweckmässig mit Gummi oder einem ähnlichen nachgiebigen Material bekleideten Rollen 7 tragen. Um die Stellung der Rollen nach dem Format des Papiers verändern zu können, sind in der Platte 3 (hier nicht dar- gestellte) Schlitze angeordnet, mit deren Hilfe die Winkel wieder an beliebiger Stelle der Platto befestigt werden können.
Die Rollen 7 legen sich gegen die Seitenkanten der
Papierbogen und werden bei dem Vorschieben der obersten Papierbogen in Umdrehung versetzt. Bei nicht zu schwachem Papier genügt die Anordnung der Rollen in der eben beschriebenen Weise. Für die schwächeren Papiere empfiehlt es sich jedoch, wie schon
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der Antrieb der Rollen kann in beliebiger Weise erfolgen. Ferner ist es zweckmässig, die
Achsen der Rollen entsprechend der Bewegungsrichtung der Bogen zu neigen, wie dies namentlich Fig. 1 erkennen lässt. Die Rollen haben dann auch die Wirkung, dass sie die
Bogen abwärts führen, wodurch ein etwaiges Ansteigen der Bogen verhindert wird.
Die
Anordnung der Rollen muss sich nach den jeweiligen Verhältnissen richten ; so ist in den Fig. 1 und 2 eine andere Rollenlage punktiert angedeutet.
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In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulich, bei welcher die Rollen 7 mit ihren Achsen wagrecht über dem Papierstapel liegen und eine scheibenartige Verbreiterung 9 besitzen, welche auf die Kanten der Bogen wirkt. Der scheibenartige Teil der Rollen ist in der Zeichnung der Deutlichkeit wegen übertrieben gross dargestellt, die Rolle 7 verhindert in diesem Fall durch ihren über der Stapelkante gelegenen walzenförmigen Teil ein Ansteigen'der sich verdrehenden Bogen, was bei der Ausführungsform nach Fig. l und 2 durch die schräge Stellung der Rollen erzielt wurde.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Geradführung für die Papierbogen bei Bogenanlegern, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenkanten des Stapels in der Nähe der Vorderkante desselben Führungsrollen angeordnet sind, zum Zwecke, den bei feststehenden Führungswagen auftretenden Reibungswiderstand zu verringern.