AT154142B - Verfahren zur Herstellung von Platten und andern flächenförmigen Gebilden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Platten und andern flächenförmigen Gebilden.

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AT154142B
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separating
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ceramic
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Maurizio Korach
Antonino Dal Borgo
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Maurizio Korach
Antonino Dal Borgo
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Platten und andern flächenförmigen Gebilden. 



   Die Erfindung betrifft einerseits ein Verfahren zur Herstellung von Platten und andern flächenförmigen Gebilden, die auf der Grenze zwischen Glas und Keramik stehen und eine im allgemeinen glatte und dichte Oberseite sowie eine poröse Rückseite aufweisen und in der Hauptsache aus Gläser, Glasuren oder Email bildenden Schmelzkörpern üblicher Zusammensetzung bestehen.

   Erfindungsgemäss werden diese Flächengebilde auf keramischem Wege in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt, indem auf eine bei der Schmelz-und Brenntemperatur beständige Unterlage, deren Oberfläche die   gewünschte   endgültige Form der herzustellenden Gebilde aufweist, unter Zwischenlegung einer an sich bekannten, im wesentlichen aus anorganischen, nach dem Brande feuerfest und locker bleibenden Stoffen, wie beispielsweise Kaolin, Tonerde, Sillimanit, Magnesiumoxyd, Dolomit od. dgl., oder geeigneten Mischungen von Stoffen dieser Art gebildeten Trennschicht die den Schmelzkörper bzw. die glatte Oberseite bildende Stoffzusammensetzung aufgebracht und niedergeschmolzen wird ;

   dieser die glatte Oberseite bildende   Sshmelzkörper   wird dabei nach Art der üblichen Gläser, Glasuren, Email od. dgl. zusammengesetzt und enthält im wesentlichen Silikate, Phosphate, Berate, Tonerde sowie die Oxyde der Alkali-, Erdalkali-und Erdmetalle.   N : 1Ch   dem Brande wird das verfestigte Flächengebilde von der Unterlage mit der fest an der Rückseite der Schmelzschicht haftenden Trennschicht oder einem Teil dieser Trennschicht abgelöst.   Zweckmässig   wird dabei in an sich bekannter Weise die Zusammensetzung des   Schmelzkörpers   und der bei der Brenntemperatur beständigen, formgebenden Unterlage derart gewählt, dass die Wärmeausdehnungskoeffizienten dieser beiden Teile sich voneinander unterscheiden. 



     Gemäss   einem weiteren Merkmal der Erfindung wird auf den zur Formgebung dienenden Unterlagskörper eine   Eigobsschicht gebracht,   die gegebenenfalls selbst die Trennschicht bildet oder ihrerseits erst unter Zwischenlegung einer Trennschicht auf den Unterlagskörper aufgebracht wird, wobei diese Engobeschicht oder ein Teil dieser Schicht nach dem Brande an dem erstarrten Schmelzkörper haften bleibt und mit diesem zusammen von dem   Unterlagskorper durch   die Wahl verschiedener Ausdehnungskoeffizienten und weitgehende Verhinderung einer Verbindung zwischen der Trennmasse (d. h. der Engobeschicht oder Engobeschicht plus Trennschicht) und der Unterlage abspringt. 



   Die Erfindung erstreckt sich ferner auf flächenförmige Gebilde, wie Platten, Kacheln, Fliesen od. dgl. von ebener oder gekrümmter Gestalt, welche die Bestandteile üblicher glasierter keramischer Waren aufweisen, aus mehreren Schichten bestehen und eine glasierte und dichte Oberseite sowie eine rauhe und poröse Rückseite besitzen. Diese   flächenförmigen   Gebilde sind erfindungsgemäss derart ausgebildet, dass die Dicke der Oberschicht bzw. der Oberschichten die Dicke der   keramischen   Rückenschicht überwiegt, und dass die gesamte Dicke der Gebilde von der Grössenordnung weniger Millimeter oder eines Bruchteils eines Millimeters ist. 



   Die Flächengebilde gemäss vorliegender Erfindung weisen gegenüber den bekannten keramischen Erzeugnissen, wie Steingutwandplatten od.   dgl.,   den Vorteil auf, dass sie infolge ihrer geringen Dicke wesentlich leichter sind. Ferner ist bei den erfindungsgemässen   Flächengebilden   die Entstehung von Haarrissen in der glatten Oberseite praktisch ausgeschlossen ; denn die bei   gewöhnlichen   keramischen Erzeugnissen zwischen der eigentlichen keramischen Masse und der Glasur auftretenden Spannungen, die sich mit der Zeit in Form vieler, die Schönheit und Qualität der Erzeugnisse beeinträchtigender Risse auflösen, fallen bei den erfindungsgemässen Erzeugnissen praktisch fort, da die keramische Rückenschicht ausserordentlich dünn und porös ist und beim Erkalten den Bewegungen der Oberschichten nachgibt.

   Ausserdem lassen sich nach dem erfindungsgemässen Verfahren in sehr einfacher Weise auch gebogene oder andere Spezialformteile sowie Platten von grosser   Flächenausdehnung   in sehr einfacher Weise herstellen, während nach den bisher bekannten Methoden die Herstellung derartiger Teile mit grossen Schwierigkeiten und erheblichen Kosten verbunden ist. Gegenüber den bekannten Glasplatten bieten die erfindungsgemässen Erzeugnisse den Vorteil, dass sie wesentlich billiger sind, und dass sie sich bei Verwendung zur   Obärflächenverkleidung   mit Hilfe ihrer rauhen Rückseite leicht durch Mörtel oder Zemente befestigen lassen, die an Glasoberflächen im allgemeinen nur schlecht haften. 



   Das erfindungsgemässe Herstellungsverfahren weist gegenüber den bisher bekannten keramischen und glastechnischen Herstellungsprozessen von Wandplatten od. dgl den Vorteil auf, dass es wesentlich weniger Zeit beansprucht und dass die erforderlichen Anlagen viel kleineren Umfanges sind. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren lässt sich praktisch in verschiedener Weise ausführen. Der allgemeinste Fall ist derjenige, dass man zunächst aus einer keramischen Masse einen Unterlagskörper formt, dessen für die Aufnahme der Glasschicht bestimmte   Oberfläche   die als Modell für den her. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   zustellenden fläehenförmigen Glaskörper   bestimmte Gestaltung erhält. Die Unterlage konnte aber   natürlich auch   aus andern als keramischen Stoffen hergestellt werden. Der so geformte Unterlags- körper wird dann in üblicher Weise bei einer seiner Zusammensetzung entsprechenden (meist zwischen   600-15000 liegenden)   Temperatur gebrannt.

   Dabei soll zweckmässig diese   Brenntemperatur   über der zum Schmelzen der später aufgetragenen Glasurschieht   benötigten Höchsttemperatur   liegen. 



   Der als Träger der ebenen oder gebogenen   Sshmelzschicht   dienende Unterlagskörper wird gegebenenfalls vor oder nach dem Brande mechanisch nachgearbeitet, um als Modell die für die her- zustellende Platte od. dgl.   gewünschte,   genaue Form zu erhalten. 



   Dann wird auf diese als Unterlage dienende Fläche des Trägers eine Schicht aus Stoffen auf- gebracht, die bei dem nachfolgenden Glattbrand feuerfest und locker bleiben. Zur Herstellung dieser sogenannten ,,Trennschicht" kommen die verschiedenartigsten   anorganischen   Stoffe, wie   gemahlener  
Quarz,   K'1lziumoxyd,   Magnesiumoxyd, Tonerdehydrat, Tonerdeanhydrid, Sillimanit, Zirkonsand u. a. in Betracht. Diese als Trennmasse wirkende Stoffzusammensetzung wird auf die Unterlage in Pulverform oder in einer geeigneten Flüssigkeit suspendiert als dicker Brei aufgetragen.

   Gemäss der vorliegenden Erfindung ist es wesentlich, dass die Bestandteile dieser Trennschicht bei dem"Schmelz"Brande mit den Stoffen des Unterlagskörpers keine oder praktisch keine Verbindung eingehen und mit seiner Oberfläche weder zusammenschmelzen noch zusammensintern. 



   Auf diese als Trennschicht dienende Zwischenlage wird dann nach an sich bekannten Methoden die zur Bildung des eigentlichen Schmelzkörpers gewählte   Stoffzusammensetzuug   im   allgemeinen   gleichmässig aufgetragen. Hierauf wird das ganze in üblicher Weise gebrannt. Die   Höchsttemperaturen   dieses Brandes hängen von der gewählten Zusammensetzung der Gläser, Glasuren,   Emaillen   usw.   ab.   



   Da man es in der Hand hat, die   Zusammensetzung   des Unterlagskörpers und der Trennsehieht nach Wunsch zu wählen, so lassen sich gemäss vorliegender Erfindung alle bekannten Gläser, Glasuren, Emails usw. nach keramischen Verfahren in   flächenförmiger   Gestalt oder als   fläehenformige   Waren erschmelzen. 



   Während oder nach dem Brande löst sieh die   Sshmelzsehicht   (Glas, Glasur, Email usw.) ohne
Schwierigkeit im ganzen und rissfrei von dem Unterlagskörper ab. Man erhält nach dieser Methode   flächenförmige   Körper, die im wesentlichen nur aus Schmelzmasse bestehen und eine   vollkommen   glatte oder eventuell gewünschte matte Oberfläche aufweisen, währendihre Unterseite infolge Anhaftens eines regelbaren mehr oder weniger grossen Anteils der   Trenn-oder Mittelschicht gleichmässig rauh   ist, so dass sie sich leicht mit einem andern Körper durch Verkitten od. dgl. fest verbinden lassen. 



   Der der Formgebung dienende Träger kann nach dem Ablösen der Schmelzschicht sofort wieder zur Herstellung eines neuen flächenförmigen Glaskörpers gleicher   Abmessungen   benutzt werden. Dies lässt sich sehr oft wiederholen ; beispielsweise halten   keramische Unterlagskörper   etwa 200 Glattbrände aus. Man kommt also mit einer verhältnismässig kleinen Anzahl solcher zur Formung dienender Unterlagen aus, was den   H'rsteIIungsprozess   im Vergleich zur bisherigen   keramischen   Fabrikation ausserordentlich verbilligt. 



   Bei der erfindungsgemässen Herstellungsweise sind Formgebung und Abmessungen   flächen-     förmiger Glaskörper nur durch   Grösse und Form der   Unterlagskörper,   also relativ   wenig beschränkt.   



  Da die Gestaltung dieser letzteren genau, gegebenenfalls durch Nacharbeiten,   bestimmt   werden kann, so wird auch eine praktisch vollkommene Formgenauigkeit der erfindungsgemässen Glaskörper immer gewährleistet. Trotzdem kann man dabei die gewünschten Schmelzformlinge od. dgl.   beliebig dünn   ausführen, was bei den bekannten   keramisehen   Fabrikaten zwar häufig erwünscht, aber nicht   immer   möglich ist. 



   Ein besonders wichtiges Merkmalist darin zu sehen, dass die gemäss der Gestaltung der Unterlage geformte   Glasursehieht sieh erfindungsgemäss rissefrei,   u. zw. entweder einteilig oder, bei Unterteilung der   Unterlagsfläche   in mehrere Fächer, in mehreren Teilen von im voraus bestimmten   Abmessungen   von dem   Unterlagskörper   ablöst.

   Die Trennung zwischen Glasschicht und Unterlagskörper nach dem Glattbrand kann noch dadurch   begünstigt   (und gegebenenfalls sogar ohne Zwischenlage einer Trennschicht unter Beibehaltung der geschilderten Vorteile) ausgeführt werden, dass man die   Zusammen-   setzung der Schmelzmasse und des Unterlagskörpers nach an sich bekannten Methoden derart wählt, dass diese beiden Stoffzusammensetzungen verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweisen. 



   Durch entsprechende Wahl der Zusammensetzung der Zwischenschicht oder   Trennsehieht   in bezug auf die Stoffzusammensetzung der Gläser kann man es einrichten, dass sich die Glasschicht beim Ablösen von dem Unterlagskörper auch von der   Trennschicht   zum grössten Teil löst, oder dass anderseits die Trennschicht an der Glasschicht haften bleibt, so dass die eigentliche Trennung in der Berührungsebene zwischen der Unterseite der Trennschicht und der Oberfläche des Unterlagskörpers erfolgt. 



   Will man es erreichen, dass die Zwischenschicht an der Glasmasse haftet und die Trennung zwischen dieser Zwischenschicht und dem   Unterlagskörper   erfolgt, so kann man diese Zwischen-oder Trennschicht gegebenenfalls dicker, als eine sogenannte   Engobeschieht,   ausbilden, die nach dem Brande fest mit der Glasur verbunden ist und mit dieser einen im Vergleich zu den   Gesamtfläehenabmessungen   sehr dünnen keramischen Körper, beispielsweise eine Platte, bildet. In diesem Falle ist es zweckmässig, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 zwischen der eigentlichen Engobeschicht und dem Unterlagskörper noch eine besondere Trennschicht oben beschriebener Art vorzusehen, um das Ablösen zu erleichtern. 



   Es sei noch hervorgehoben, dass der Unterlagskörper nicht unbedingt aus einem keramischen oder sonstigen   b3Îm   Glasur-oder Glattbrand   feuer- und formbeständigen metalloiden   Material zu bestehen braucht, sondern beispielsweise auch aus einem Metall hergestellt werden kann, das bei der Höchsttemperatur des Glattbrandes beständig ist. 



   Natürlich muss die auf die Unterlage aufgebrachte Schmelzmasse derart gewählt werden, dass sie während des Brandprozesses nicht von der zur Formung dienenden Oberfläche des Unterlagskörpers abfliesst, sondern strengflüssig (dickflüssig) an ihr haftet. Dies ist von besonderer Bedeutung, wenn diese Oberfläche bzw. die herzustellenden Gegenstände eine gekrümmte oder gebogene Form aufweisen. 



   Da die erfindungsgemässen   flächenförmigen   Körper, welche im wesentlichen aus der Schmelzmasse und den anhaftenden Teilen der Trennschicht oder der anhaftenden Engobeschicht bestehen, im allgemeinen sehr dünn sind, kann es für die Vereinfachung und Sicherheit des Transports oder des Gebrauchs dieser Platten zweckmässig sein, sie durch Aufbringen einer Schicht aus Kitt, Zement, Mörtel od. dgl. auf üblichem Wege, wie durch   Bsspritzen   oder durch Begiessen, zu verstärken. 



   Nachstehend sollen einige Einzelbeispiele von bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens in Betracht kommenden   Stoff Zusammensetzungen   und Arbeitstemperaturen angegeben werden, woraus die   auss3rordentliche   Vielseitigkeit dieses Verfahrens deutlich wird. 



   I. Zusammensetzungen und Brenntemperaturen von Unterlagsplatten 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> l.-trockengemahlenerundgesichteter <SEP> Tonaus <SEP> Sassuolo <SEP> (Italien) <SEP> ; <SEP> Brenntemperatur
<tb> zirka <SEP> 9500 <SEP> C.
<tb> 



  2. <SEP> - <SEP> geschlämmter <SEP> Ton <SEP> von <SEP> Velten <SEP> b2i <SEP> Berlin <SEP> ; <SEP> Brenntemperatur <SEP> zirka <SEP> 9500 <SEP> C.
<tb> 



  3.-Wildsteiner <SEP> Ton <SEP> mit <SEP> 38-40% <SEP> AIOg...................................... <SEP> 30 <SEP> %
<tb> gebrannter <SEP> Sillimanit, <SEP> gemahlen <SEP> 70 <SEP> %
<tb> Brenntemperatur <SEP> 1280-1300  <SEP> C.
<tb> 



  4.-Wildsteiner <SEP> Ton <SEP> mit <SEP> 36-40% <SEP> Al2O3 <SEP> ........................................... <SEP> 20 <SEP> %
<tb> Aluminiumoxyd <SEP> (Anhydrid) <SEP> ........................................ <SEP> 80 <SEP> %
<tb> Brenntemperatur <SEP> 1350-1500  <SEP> C.
<tb> 



  5.-Fireclay <SEP> von <SEP> Stourbridge <SEP> (England) <SEP> ................................ <SEP> 70 <SEP> %
<tb> Fireclay <SEP> von <SEP> Stourbridge <SEP> (gebrannt) <SEP> ........................................ <SEP> 30 <SEP> %
<tb> Brenntemperatur <SEP> 1280-1300  <SEP> C.
<tb> 



  6. <SEP> - <SEP> Scotch <SEP> Fireclay <SEP> ...................................................... <SEP> 40 <SEP> %
<tb> Sootch <SEP> Fireclay <SEP> Grog <SEP> 60 <SEP> lli"
<tb> Brenntemperatur <SEP> 1300-1350  <SEP> C.
<tb> 



  7. <SEP> - <SEP> Tonsubstanz <SEP> .......................................................... <SEP> 42 <SEP> %
<tb> Quarz <SEP> 50 <SEP> %
<tb> Feldspat <SEP> 8 <SEP> %
<tb> 
 Brenntemperatur 1200-1250  C. 



     II.   Zusammensetzungen von Engobe-und Trennschichten. 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 



  1 <SEP> - <SEP> Zettlitzer <SEP> Kaolin <SEP> .................................................... <SEP> 15 <SEP> %
<tb> Aluminiumoxyd <SEP> ....................................................... <SEP> 85 <SEP> %
<tb> 2. <SEP> - <SEP> Kamig-Kaolin <SEP> ,,OOOO" <SEP> ................................................. <SEP> 33#3%
<tb> Aluminiumhydrat <SEP> ..................................................... <SEP> 66#7%
<tb> 3. <SEP> - <SEP> Floridakaolin <SEP> ......................................................... <SEP> 18 <SEP> %
<tb> indischer <SEP> Sillimanit <SEP> ................................................. <SEP> 22 <SEP> %
<tb> Tonerdeanhydrid <SEP> 60
<tb> 4. <SEP> English <SEP> China <SEP> Clay <SEP> (St. <SEP> Austell) <SEP> .................................

   <SEP> 30 <SEP> %
<tb> Magnesiumoxyd <SEP> (geschmolzen, <SEP> fein <SEP> gemahlen) <SEP> ............................ <SEP> 70 <SEP> %
<tb> 5. <SEP> - <SEP> English <SEP> Ball <SEP> Clay <SEP> (Dorset) <SEP> ....................................... <SEP> 20 <SEP> %
<tb> Dolomit <SEP> 80 <SEP> %
<tb> 6.-Bentonit <SEP> 1-50/,
<tb> Aluminiumoxyd <SEP> 98-57"
<tb> 
 III. Zusammensetzungen und Brenntemperaturen für Gläser, Glasuren, Emails u. dgl. 



     1.-für 900-920'C   : 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
 EMI4.3 
 ergänzt werden, um gewünschte Farbtöne zu erhalten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Platten und andern   flächenförmigen   Gebilden, die auf der
Grenze zwischen Glas und Keramik stehen, eine im allgemeinen glatte und dichte Oberseite sowie eine poröse Rückseite aufweisen und in der Hauptsache aus Gläser, Glasuren oder Email bildenden Schmelzkörpern üblicher Zusammensetzung bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Flächengebilde auf keramischem Wege in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden, indem auf eine bei der Schmelz-und Brenntemperatur beständige Unterlage, deren Oberfläche die gewünschte endgültige Form der herzustellenden Gebilde aufweist, unter Zwischenlegung einer an sich bekannten, im wesentlichen aus anorganischen, nach dem Brande feuerfest und locker bleibenden Stoffen, wie beispielsweise Kaolin, Tonerde, Sillimanit, Magnesiumoxyd, Dolomit od. dgl.

   oder geeigneten Mischungen von Stoffen dieser Art, gebildeten Trennschicht die den Sehmelzkörper bzw. die glatte Oberseite bildende Stoffzusammensetzung aufgebracht und niedergeschmolzen wird, und dass nach dem Brande das verfestigte Flächengebilde von der Unterlage mit der fest an der Rückseite der Schmelzschicht haftenden Trennschicht oder einem Teil dieser Trennschicht abgelöst wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise die Zusammensetzung des Schmelzkörpers und/oder der Trennmasse sowie der bei der Brenntemperatur beständigen, formgebenden Unterlage derart gewählt wird, dass die Wärmeausdehnungskoeffizienten dieser beiden Teile sich voneinander unterscheiden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Unterlagskörper vor dem Aufbringen des schmelzbaren Materials eine Engobeschicht aufgebracht wird, die gegebenenfalls selbst die Trennschicht bildet oder ihrerseits erst unter Zwischenlegung einer Trennschicht auf den Unterlagskörper aufgebracht wird, wobei diese Engobeschicht oder ein Teil dieser Schicht nach dem Brande an dem erstarrten Schmelzkörper haften bleibt und mit diesem zusammen von dem auch hier formgebenden Unterlagskörper durch die Wahl verschiedener Ausdehnungskoeffizienten und weitgehende Verhinderung einer Verbindung zwischen Trennmasse und Unterlage abspringt.
    4. Flächenförmige Gebilde, welche die Bestandteile üblicher glasierter keramischer Waren aufweisen und eine glasierte und dichte Oberseite sowie eine rauhe und poröse Rückseite besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasurmasse die keramische Masse überwiegt, und dass die Dicke der Gebilde von der Grössenordnung weniger Millimeter oder eines Bruchteils eines Millimeters ist.
AT154142D 1935-08-23 1936-06-09 Verfahren zur Herstellung von Platten und andern flächenförmigen Gebilden. AT154142B (de)

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