AT153637B - Gegen die im Einschaltstrom enthaltene Gleichstromkomponente unempfindliches Überstrom-Momentrelais für Wechselstrom. - Google Patents

Gegen die im Einschaltstrom enthaltene Gleichstromkomponente unempfindliches Überstrom-Momentrelais für Wechselstrom.

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  Gegen die im Einschaltstrom enthaltene Gleichstromkomponente unempfindliches Überstrom-   Momentrelais   für Wechselstrom. 



   Aufgabe der Erfindung ist das an sich bekannte Problem des Einschalten   leerlaufender   Transformatoren, Induktionsregler, Eisendrosseln u. dgl. vermittels Schaltgeräten, welche mit Überstrommomentauslösung versehen sind. Beim Einschalten solcher Geräte treten bekanntlich sehr hohe   Stossströme   auf (bis zum zehnfachen Wert des Vollaststromes), die verhältnismässig langsam abklingen. 



  Die Grösse der Stromstärke hängt ausser von den magnetischen Eigenschaften des legierten Bleches hauptsächlich vom Zeitpunkt der Einschaltung, bezogen auf die sinusförmige Spannungskurve, ab. Den Verlauf der   Einschaltstromstösse   zeigt Fig. 1, woraus ersichtlich ist, dass der Stromstoss vollständig asymmetrisch ist, also eine sehr grosse Gleichstromkomponente hat. 



   Ein gewöhnliches Überstrommomentrelais, das z. B. bei 1. 5fachem Nennstrom auslösen soll, wird nun beim Einschalten bei den vorstehend beschriebenen Verhältnissen den Schalter sofort wieder zur Auslösung bringen, so dass der Transformator od. dgl. gar nicht eingeschaltet werden kann. 



   Es sind bereits Relais bekannt, die dieses Problem lösen. Die Erfindung löst diese Aufgabe jedoch auf eine neue Art. 



   Das Relais besteht aus dem Ferraris-Triebsystem, das als Verriegelungsglied arbeitet, und dem magnetisch arbeitenden Auslöseorgan. 



   Fig. 2 und 3 zeigen in Auf-und Grundriss eine Ausführungsform der Erfindung. 



   Das Ferraris-System besteht aus der Scheibe a, dem Eisenkern mit Luftspalt b, der Stromspule c und dem Kurzschlussring g. Die Scheibe wird im stromlosen Zustand durch die Feder e gegen den Anschlag n gezogen. In dieser Lage befindet sich der Schlitz in der ausgezogenen Stellung. Der im Streufluss arbeitende Ansprechanker d wird durch den Arretierbolzen i, welcher an der innern Kante des Schlitzes h aufliegt, blockiert. Durchfliesst nun die Spule c ein normaler Wechselstrom, so entwickelt die Scheibe   a   bereits unter dem tiefsten Auslösestrom ein Drehmoment, welches die Gegenkraft der Feder e überwindet und die Scheibe a in Pfeilrichtung gegen den festen Anschlag o dreht.

   Der Schlitz h kommt nun in die strichpunktierte Lage, so dass der Arretierbolzen freigegeben ist, womit, wenn nun der eingestellte Auslösestrom erreicht wird, der   Anspreehanker   d angezogen werden kann, was dann die Auslösung der Verklinkung k und   i !   des Kraftspeichers durch den Hebel p und damit die Schalterauslösung bewirkt. Es ist dabei wesentlich, dass die Eigenzeit des Relais sehr gering gehalten werden kann, weil nur noch die Anzugszeit des magnetischen Auslöseorgan beteiligt ist. Es ist dies das Arbeiten des Relais unter normalen Verhältnissen. 



   Tritt nun beim Einschalten eines leerlaufenden Transformators od. dgl. ein   Stromstoss   nach Fig.   l   auf, so wird in der Ferraris-Scheibe   a,   wegen der grossen Gleichstromkomponente nur ein sehr geringes Drehmoment erzeugt. Infolge des   überwiegenden   Drehmomentes der Feder e sowie dank der Massenträgheit der entsprechend ausgebildeten   Ferraris-Scheibe   und der vom Ansprechanker durch den Arretierstift i   übertragenen   Reibungskraft macht die Scheibe a lediglich eine der Grösse des Stromstosses entsprechende geringe Bewegung in   Pfeilrichtung,   ohne aber den Schlitz h in die strichpunktierte Lage zu bringen.

   Es wird nun der Ansprechanker, welcher auf Grund des Stromstosses einen kräftigen Impuls erhielt, durch den Arretierstift i am Anziehen verhindert, so dass der Kraftspeicher des Relais nicht zur Auslösung gelangt und somit der Schalter eingeschaltet bleibt, da der Strom nun langsam auf den Leerlaufstrom abklingt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRACHE' : 1. Gegen die Gleichstromkomponente des Einsehaltstromes von Transformatoren und ähnlichen Apparaten unempfindliches Überstrommomentrelais für Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausschaltglied des Relais mittels einer Ferraris-Scheibe, die so gebaut ist, dass sie nur auf Wechselstromkomponenten anspricht, die grösser sind als die im Einschaltstrom enthaltene, gegen ungewolltes Ansprechen verriegelt ist.
    2. Überstrommomentrelais nach Anspruch 1 mit magnetischem Auslöseglied, dadurch gekennzeichnet, dass dieses und die Ferraris-Scheibe durch denselben magnetischen Kreis betätigt werden.
    3. Überstrommomentrelais nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der Ferraris-Scheibe derart abgeglichen ist, dass deren Trägheit die Bewegung verzögert, so dass die höchsten Stromspitzen abklingen, bevor eine Freigabe des Auslöseorgan erfolgen kann.
    4. Überstrommomentrelais nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass trotz der Blockiervorrichtung die Eigenzeit des Relais nur in der Anzugszeit des magnetischen Auslöseorgans besteht.
    5. Uberstrommomentrelais nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Gleichstromkomponente im Auslöseorgan wirksame Kraft am Verriegelungssystem in Form von Reibung ausgenutzt wird. EMI2.1
AT153637D 1937-07-02 1937-07-02 Gegen die im Einschaltstrom enthaltene Gleichstromkomponente unempfindliches Überstrom-Momentrelais für Wechselstrom. AT153637B (de)

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