AT153164B - Verfahren zum Entfernen von Ansätzen und Verkrustungen in Apparaten der Nahrungs- und Genußmittelindustrie mittels Salpetersäure. - Google Patents
Verfahren zum Entfernen von Ansätzen und Verkrustungen in Apparaten der Nahrungs- und Genußmittelindustrie mittels Salpetersäure.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Entfernen von Ansätzen und Verkrustungen in Apparaten der Nahrung-und Genussmittelindustrie mittels Salpetersäure. EMI1.1 Die Behandlung der mit den Ansätzen behafteten Flächen mit den neuen Mitteln erfolgt vorzugsweise bei gewöhnlicher Temperatur, u. zw. in der Regel mit verdünnten Lösungen, wobei man zweckmässig chemisch indifferente Verdickungsmittel, die ein vorzeitiges Herabfliessen der Lösungen von den Wandungen der zu reinigenden Gefässe verhindern, z. B. gemahlene Kieselgur, Infusorienerde usw. zusetzt. Zwecks Herstellung von konzentrierten Lösungen der Nitrate können denselben bzw. deren Lösungen oder Pasten die Löslichkeit erhöhende Zusätze einverleibt werden. Die Reinigungsdauer richtet sich nach der Stärke der Lösungen und der Ablagerungen in den Gefässen und Apparaturen. Es wurde ferner gefunden, dass die Bildung nitroser Gase bei der Reinigung von Apparaten der Nahrung-und Genussmittelindustrie mittels Salpetersäure auch verhindert werden kann, wenn man die Apparate mit Gemischen von Salpetersäure und solchen organischen Verbindungen behandelt, die eine NH2-Gruppe in freier oder gebundener Form enthalten. Unter Stoffen mit einer freien NH2- Gruppe sind primäre Amine oder unsubstituierte Säureamide zu verstehen ; unter Stoffen mit einer <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 <Desc/Clms Page number 3> bedeckten Gefässen der Brauereiindustrie aufgetragen. Nach einer Einwirkungsdauer von % Stunde werden die Wände abgespült und abgescheuert ; der Biersteinansatz ist auf diese schonende Weise entfernt. 3. 250'Gewiehtsteile Taurin werden in 630 Gewichtsteile 20% iger Salpetersäure unter Kühlung eingetragen. In dieses Gemisch werden 135 Gewichtsteile Kieselgur eingerührt, so dass eine gut streichfähige Masse entsteht. Das Präparat eignet sich gut zur Entfernung von Bierstein und ähnlichen Ansätzen in der Lebensmittelindustrie. 4.300 Gewichtsteile Glykokoll werden mit 720 Gewichtsteilen 35% niger Salpetersäure, die 20 Gewichtsteile Isopropylnaphthalinsulfosäure enthält, unter Kühlung gemischt und mit 180 Gewichtsteilen Indusorienerde zu einer streichfähigen Masse verrührt. Die Anwendung ist die gleiche wie im Beispiel 3. 5.12 Gewichtsteile Acetamid werden mit 25 Gewichtsteilen 50% iger Salpetersäure gemischt. Das Gemisch reagiert stark sauer und eignet sich gut zum Entfernen von Ansätzen der verschiedensten Art ; das Auftreten nitroser Gase wird hiebei vermieden. 6.10 Gewichtsteile einer 33% igen Methylaminlosung werden unter Kühlung mit 32 Gewichtsteilen einer 25% eigen Salpetersäure gemischt. Man erhält ein Produkt, das ähnliche Anwendung findet wie das Produkt gemäss Beispiel 5. 7.20 Gewichtsteile Benzolsulfamid werden mit 45 Gewichtsteilen einer 30% igen Salpetersäure unter Kühlung gemischt. Man erhält ein sehr stark saures Produkt, das ähnliche Anwendung findet wie das Produkt in Beispiel 3. Die Verwendung von Netz-und Verdickungsmitteln beim Reinigen von Metallen mittels anderer Säuren als Salpetersäure ist bereits bekannt. Ferner ist es auch bereits bekannt, den zum Beizen von Metallen verwendeten Säuren eine organische Base als Sparbeizmittel zwecks Verminderung der Korrosion hinzuzusetzen. Diese Sparbeizmittel, zu denen auch einige gemäss der Erfindung verwendete Stickstoffverbindungen gehören, werden aber stets in so geringer Menge zugesetzt, dass hiedurch eine gefahrlose Verwendung von Salpetersäure nicht erreicht wird. Für präparative und analytische Zwecke ist es bereits bekannt, dass man salpetrige Säure aus Gemischen mit Nitraten oder Salpetersäure durch Zusatz eines Überschusses von Harnstoff beseitigen kann. Hieraus war aber die Möglichkeit einer gefahrlosen Reinigung von Metallgegenständen mittels Salpetersäure noch nicht zu entnehmen. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Entfernen von Ansätzen und Verkrustungen in Apparaten der Nahrung-und Genussmittelindustrie mittels Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, dass man der Salpetersäure organische NB-Gruppen enthaltende Verbindungen zusetzt, die mit der Salpetersäure haltbare, sauer reagierende Salze oder Anlagerungsverbindungen bilden und die in solcher Menge verwendet werden, dass sie die Reduktionsprodukte der Salpetersäure quantitativ in gesundheitsunschädliche Stoffe umsetzen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Nitrate von Amidoverbindungen der Kohlensäure, wie Harnstoff, Thioharnstoff u : dgl., verwendet.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man neben den Nitraten andere neutral oder schwach sauer reagierende Stoffe, wie anorganische Salze, Netzmittel, Verdickungmittel, Korrosionsverhütungsmittel u. dgl., verwendet.4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Metallgegenstände mit Gemischen von Salpetersäure und solchen organischen Verbindungen behandelt, die eine NH-Gruppe in freier oder gebundener Form enthalten.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Salpetersäure zusammen mit primären Aminen, ihren Salzen, Additionsprodukten oder Derivaten anwendet.6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Salpetersäure zusammen mit Säureamiden, ihren Salzen, Additionsprodukten oder Derivaten anwendet.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Salpetersäure zusammen mit Sulfonamiden, ihren Salzen, Additionsprodukten oder Derivaten anwendet.
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