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Fernsehsender.
Gegenstand der Erfindung ist die technische Durchführung eines optischen Fernsehsendeverfahrens, wobei unter Benutzung einer einzigen Photozelle und eines Photozellenverstärkers der Bildinhalt und ausserdem die Synehronisierzeichen durch ein und dieselbe Bildpunktteilung einer Nipkowscheibe erzeugt werden. Durch eine Doppelspiralseheibe wird die Aussendung eines flimmerfreien Bildes mit verschränkten Zeilengruppen möglich. Ferner erfolgt die Erzeugung der Bildwechselzeichen auf neuartige Weise und ist dem Verfahren des flimmerfreien Sendens angepasst.
In Fig. 1 bedeutet 1 den Filmstreifen, welcher durch zwei Führungen in normalem Abstand 2 und 3 von oben nach unten durch die Zeichenebene hindurchgleitet. Ein Bogenlampenreflektor 4 wirft das Licht einer Bogenlampe 5 in einem breiten gleichmässig beleuchteten Kegel über die Filmfläche von 1 und ausserdem noch zu einem grossen Teil seitlich an dem Film vorbei. 6 bedeutet eine Metallschiene, durch welche der Tonstreifen ausgeblendet wird (Tonstreifenblende). Zwei total reflektierende Prismen oder Spiegel 7 und 8 fangen das an der Filmfläche vorbeigehende Licht des Bogens 5 auf und leiten es an einer Blende 9 vorbei. Die Prismen und die Blende sind dabei derartig eingestellt, dass das Spiegelbild der Blende 9 gerade mit dem Rande der Tonstreifenblende 6 zusammenfällt. Daher wird durch ein und dasselbe Objektiv 10 bzw.
Doppelobjektiv 10'gleichzeitig sowohl der Film 1 in ein Filmbild l'und die Blende 9 in einen weissen Rand 9'scharf abgebildet, wobei zu erreichen ist, dass dieser Rand und das Filmbild glatt aneinanderschliessen. Eine bedeutende Verstärkung der Lichtstärke des Randes 9'wird durch eine Linse 11 erzielt, welche derart bemessen und aufgestellt ist, dass sie ein Bild des Lichtbogens am Orte der Blende 9 entwirft (Kondensorlinse). Es sei bemerkt, dass
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Durch die genannten optischen Massnahmen lässt sich erreichen, dass die Lichtstärke in dem Rand 9'an sich bereits grösser ist als die Lichtstärke des Abbildes l'einer Filmebene 1, selbst wenn kein Film darin ist. Durch das Einschieben des Zelluloidstreifens wird die Lichtstärke von l'weiterhin verringert. Dadurch werden die Synchronisierzeichen, welche beim Vorbeistreichen der Bildpunkt-
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löcher der Scheibe 17 silber dem Synchronisierungsrand 9'erzeugt werden, stets den erforderlichen Amplitudenunterschied gegenüber den Bildzeichen aufweisen.
Es wird auf die Photozelle 12 durch die Linse 13 ein verkleinertes Abbild der Fläche 1'eut- worfen und ein an die Photozelle angekoppelter Verstärker 14 so eingestellt, dass beim Eintreffen der Lichtsignale des Synchronisierungsrandes 9', dessen Endstufe 15 gerade vollkommen stromlos wird. An dem Verstärkungsgrad von 14, der zur Erreichung dieser Verriegelung notwendig ist, wird während des ganzen Sendevorganges nichts mehr geändert. Die Einstellung der Lichtquelle bleibt ebenfalls unverändert.
Wird eine Abschirmung oder Verstärkung des die Filmfläche treffenden Lichtes gewünscht, so betätigt man vielmehr direkt oder durch Fernsteuerung eine optische Blende 16, welche nur denjenigen Teil des Lichtes verändert, der durch den Film 1 hindurchgeht, nicht hingegen den auf die Synchronisierungsoptik 11, 8, 9,7 fallenden Anteil.
Durch diese rein optische Einstellung der Senderaussteuerung wird'der Vorteil erreicht, dass
1. die Stärke der Synchronisierzeichen stets konstant bleibt,
2. die Höhe der Synchronisierzeichen sehr unabhängig von sonstigen Schwankungen konstant bleibt, weil sie durch den Verschwindepunkt des Endstufenstromes eindeutig bestimmt ist,
3. der Verstärker 14 auf tadellose Linearität aller Röhrenkennlinien und damit auf gute Wiedergabe der Halbtöne der Bilder eingestellt werden kann und seine Eigenschaften nicht durch Reguliervorgänge verschlechtert werden.
Die Erzeugung der Synchronisierzeichen erfolgte wie besprochen für die Zeilenwechsel immer dann, wenn ein Bildpunktloch durch den weissen Rand hindurchläuft. Eine bereits im Patent Nr. 147428 der Anmelderin in Verbindung mit der Doppelspiralscheibe 17 beschriebene umlaufende Spiralblende 18 besorgt dabei die Abdeckung einer jeweils gerade nicht benutzten Spiralteilung der Doppel- spiralscheibe j ! y. Die Aussendung der langen Impulse für die Bildwechsel erfolgt durch zwei auf der Scheibe mit einem Versatz auf einer Zeilenteilung angeordnete Schlitze, welche in Fig. 2 mit 19 und 19' bezeichnet sind. In Fig. 2 ist eine Aufsicht auf die Doppelspiralscheibe 17 gezeichnet, wobei man zunächst das Abbild des Filmes und das Abbild des weissen Randes 9'erkennt.
Zur Erzeugung der Bildwechselzeichen dienen zwei Aussparungen 19 und 19', deren Anfänge, im Uhrzeigersinn gesehen, um eine halbe Zeilenzeit gegeneinander verschoben sind. Die radiale Breite dieser Spalte ist so reichlich bemessen-jedenfalls weit grösser als der Durchmesser eines Bildpunkte-dans beim Überstreichen der weissen Kante 9'eine sehr erhebliche Lichtmenge auf die Photozelle fällt. Diese Lichtmenge ist jedenfalls so gross bemessen, dass sie unter allen Umständen eine Verriegelung der Endstufe 15 des Verstärkers 14 herbeiführt. Dann unterscheiden sich die von den Spalten 19 und 19'gegenüber den Punktlöchern erzeugten Synchronisierzeichen von den letzteren ausschliesslich durch ihre Dauer, nicht aber durch ihre Amplituden.
Wie diese langen Zeichen von den kurzen Zeichen an der Empfangsseite durch einfache Kon- densatorwiderstandsglieder getrennt werden und wie durch das Einwirken der Schlitzzeichen mit versetztem Beginn ein Zeilengruppenversatz auf der Empfängerseite zustande kommt, ist bereits im Patent Nr. 152232 eingehend erläutert worden.
Die Modulation des drahtlosen Senders erfolgt bei dem Verfahren so, dass beim Schwarz des Bildes der Antennenstrom verschwindet. Beim Weiss des Bildes ist der Sender voll ausgesteuert und bei den Synchronisierzeichen wird der Antennenstrom übernormal verstärkt. Hiedurch wird der grosse Vorteil gegenüber dem bisher verwendeten Schwarzstossverfahren eingeführt, dass die Synchronisierzeichen alle Störungen übertönen, weil sie die lautesten Signale im Verlauf der ganzen Fernsehsendung sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur optischen Synchronisierung von Fernsehempfängern durch den Sender, wobei Bild-und Synchronisierzeichen eine gemeinsame Photozelle (12) steuern, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierzeichen, insbesondere die Bildwechselzeichen, von solcher Intensität und Dauer sind, dass bei der nachfolgenden gemeinsamen Verstärkung die Endstufe (15) des Verstärkers (14), auch bei schwankenden Empfangsverhältnissen, gerade vollkommen stromlos wird.