<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Die erwähnten zylindrischen und genau zentrierten Schablonenscheiben oder-zylinder an den Nabenstirnseiten haben gleichzeitig den Zweck, dass der Rohgusspropeller auf der Drehbank zwischen den Zentrierungsbacken der Planscheibe leicht und sicher in der richtigen zentrischen Lage eingestellt und eingespannt werden kann, was auch vor allem Zeitersparnis bedeutet. Das Zentrierungsstück hat eine Bohrung, um bei Kontrolle der Steigungsausmessungen eine senkrechte und zentrische Einstellung der Propelleraehse zur Planscheibe als Basisebene zu ermöglichen und auch schon ein Auswuchten des Modelles vornehmen zu können.
Ein Ausführungsbeispiel eines solchen dreiflüglichen Sparmodells ist in den Fig. 1-5 dargestellt.
Fig. 1 ist die Längenansicht und Fig. 2 die Queransicht des Propellermodells, Fig. 3 ein Axialschnitt, Fig. 4 eine Queransicht und Fig. 5 die Draufsicht der bezügliche Detailkonstruktion der Nabe.
Auf den Seitenflächen des prismatischen, dreiseitigen Zentrierungsstückes 1 sitzen die Nabenteile 2 mit den Flanschen 3 und 4 der Propellerflügel 5 auf, die um den Zapfen 6. verdrehbar angeordnet sind, dessen Verdrehungsachse parallel zur Sehne der Flügelerzeugenden 7-8 (Fig. 1 und 2) ist. Die Befestigung der Flügel auf dem Herzstück erfolgt beispielsweise durch Schrauben 9, bei Hohlausbildung des Herzstückes können diese Schrauben auch auf der Innenseite desselben sitzen. Die verschiedenen Steigungseinstellungen werden auf einer Skala 10 (Fig. 5) angegeben. Die Fixierung der eingestellten Flügel kann ausserdem durch Passstifte 11 erfolgen. Das Herzstück erhält eine Bohrung 12, durch welche eine Zentrierungsachse 13 hindurchgeht.
Die äussersten, schmalen Längskanten 14 des Herzstückes sind zylindrisch abgedreht, um als Zentrierung für die Formscheiben 15 und 16 des Rohrstüekes 17, die in letzteres eingeschraubt sind, sowie für die Formseheiben 18 und 19 des vorderen Nabenteiles zu dienen. Die vordere und hintere Stirnscheibe 15 und 19 ist mit je drei Schrauben 20 mit versenkten Köpfen am Herzstück befestigt.
An den Längskanten des Herzstückes 1 sind Längsschablonen 21 eingesetzt, welche der äusseren Längskontur der Propellernabe entsprechen. Die Zwischenräume im Bereiche der Nabe werden durch eine Formmasse 22 entsprechend ausgefüllt, entsprechend dem äusseren Nabenumfang und den anschliessenden Hohlkehlen der Flügelwurzeln. Über die Nabenansätze (2) einerseits und die Umfangs-
EMI2.1
entsprechend ausgeschnittene Netze aus Metall oder andern Stoffen gespannt werden, oder sie können auch mit Bandagen umwickelt werden. Diese Teile dienen gleichzeitig als Schutz für die eingebauten Einstellteile und bilden eine geeignete Unterlage für die Formsehichte, die in einer der endgültigen Nabenkontur entsprechenden Stärke aufgetragen wird.
Durch diese Massnahme wird auch ein sparsames Auftragen von Formmasse möglich und wird derselben ein besserer Halt gegeben. Bei grösseren Stärken kann die Formmasse noch besonders armiert werden, um eine genügend grosse Festigkeit derselben zu erreichen ; die Oberflächen derselben können zudem mit einer erhärtenden Schichte überstrichen oder überzogen werden.
In Fig. 6 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines solchen Sparmodells mit nach achter geneigten Flügeln dargestellt. Bei dieser Ausführungsform müssen die Seitenflächen des Zentrierungsprismas mit schrägen Ansatzteilen 23 versehen sein, auf deren ebenen Passflächen die Flanschen der Propellerflügel in gleicher Weise, wie zuvor bereits beschrieben, befestigt werden. Die Passflächen können statt eben, wie gezeichnet, auch nach Kugelflächen gekrümmt sein. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Zentrierungsachse 1 : 3 in zwei an den Stirnenden des Herzstückes 1 eingeschraubten Lagerteilen gelagert, während die Stirnscheiben 25 und 26 ähnlich angeordnet sind, wie im ersten Ausführungsbeispiel.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines solchen Sparmodells mit vier Flügeln, jedoch mit einer mechanischen Einstellvorrichtung, ist in Fig. 7-10 dargestellt. Auch hier werden die Propellerflügel 5 auf ein prismatisches, u. zw. vierseitiges Herzstück 27 um einen Zapfen 28 drehbar aufgesetzt. Die Flügeleinstellung für die jeweils gewünschte Steigung wird hier durch ein selbsthemmendes Schneckengetriebe bewerkstelligt, welch letzteres aus einem Schneckenrad 29, das auf dem Flügelflansch 30 fest aufgeschraubt ist und der Schnecke 31 besteht, deren abgesetzte Endzapfen zwischen zwei Lager 32 gelagert sind, welch letztere je auf der Innenseite der beiden Stirnscheiben 33 und 34 befestigt sind.
Es kann auch Vorsorge getroffen werden, dass der Totgang des Schneckengetriebes während der Einstellung durch Anwendung von federnden Anpressteilen vermieden wird. Dies kann beispielsweise durch entsprechend kräftige und nachstellbare Torsionsfedern um die Schneckenachse bewirkt werden, oder durch mit Federdruck angepresste Druckkolben, die am Umfange einer glatten Scheibe, die mit dem Schneckenrad in einer festen Verbindung ist, unter einem bestimmten Winkel schleift. Das eine Ende der Schneckenachse hat einen versenkt angeordneten Vierkantkopf 35, der mit einem Steckschlüssel in die gewünschte Lage entsprechend der einzustellenden Steigung verdreht werden kann.
Jeder einzelne Flügel hat in der Regel dieselbe Verstellvorrichtung, doch können eventuell auch zwei oder mehrere Flügel durch eine gemeinsame Verstellvorrichtung dieser Art gleichzeitig verstellt werden.
Der ganze Bewegungsmechanismus ist durch einen zylindrischen, im gezeichneten Fall vierseitigen Schutzmantel 36 nach aussen hin abgeschlossen und ist letzterer an den beiden Scheiben 33 und 34 mittels kleiner versenkter Schrauben 37 befestigt.
Dieser Schutzmantel hat für jeden Flügel eine kreisrunde, gedrehte Öffnung 38, zentrisch zum Schneckenrad, in welcher Öffnung der Flügelflansch samt Drehzapfen dicht eingepasst ist und somit
<Desc/Clms Page number 3>
als solides Halslager für die Drehflügel dient. Die Festhaltung der Drehflügel in der Längsrichtung derselben erfolgt durch eine Festklemmvorrichtung, die beispielsweise aus mehreren an der Peripherie angebrachten Klemmschrauben 40 besteht. Das Ende des gegen innen gelagerten Schneckenradwellenzapfens kann am einfachsten mit einer Spitze oder Kugel auf eine Lagerlinse aufruhen.
Die Flügel werden nach erfolgter Einstellung in die gewünschte Steigungslage dann durch je eine Arretierschraube oder eine beliebige andere Festklemmvorrichtung fixiert. Auf der Aussenseite des Schutzkastens ist eine Skala, für die Steigungsablesung angeordnet.
Es genügt, die Steigungseinstellung im mittleren Radius, der ungefähr zwei Drittel des maximalen Radius ist, vorzunehmen, u. zw. am einfachsten dadurch, dass man eine Schablone oder ein Winkelmass, das auf den jeweiligen Kantensteigungswinkel entsprechend zu reduzieren ist, anlegt. Dieses Mass hat der gewünschten mittleren Steigung zu entsprechen und stimmen dann die Steigungen an allen übrigen Radien für alle Flügel untereinander auch vollkommen überein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sparmodell für Schraubenpropeller, bestehend aus einem prismatischen Herzstück und darauf drehbar befestigtem Propellerflügel, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Verdrehungszapfens der Flügel parallel zur Sehne der Flügelerzeugenden und senkrecht zur Passfläche des Zentrierungsstückes steht, wobei die Flügel in jeder gewünschten Lage durch eine an sich bekannte Feststellvorrichtung oder durch einen selbsthemmenden Bewegungsmechanismus festgehalten werden können, während an den Stirnseiten des Herzstückes zur Propelleraehse konzentrische Kreiszylinderansätze angeordnet sind, die zur genauen Formgebung der Propellernabe zum Zwecke der Zentrierung der nach diesem Modell gegossenen Rohgussstücke auf der Drehbank dienen.