AT151649B - Verfahren zur Herstellung eines mehr als 0¨6% Titan enthaltenden Roheisens im Hochofen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines mehr als 0¨6% Titan enthaltenden Roheisens im Hochofen.

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AT151649B
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Hochofenwerk Luebeck Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Es ist schon häufig versucht worden, titanhaltige Eisenerz zu verhütten. Einerseits wollte man auf diese Weise für gewisse titanhaltige Magneteisensteine, wie sie beispielsweise in Norwegen vorkommen, oder z. B. japanische Titaneisensande nutzbringende Verwertung schaffen, anderseits beabsichtigte man, titanhaltige Roheisen herzustellen.

   Wenn es bei diesen Versuchen auch gelang, I die bei normaler Schlackenzusammensetzung durch   Anreicherung   an   TiOa   häufig auftretende Dick- flüssigkeit der Schlacke durch Arbeiten mit hochsaurer   Schlacke-z.   B. 46% SiO2 + Al2O3 und   44%     CaO   +   MgO-zu   vermeiden, so gelang es doch nicht, nennenswerte, insbesondere   0-6% übersteigende  
Titangehalte im Dauerbetrieb im Roheisen zu erhalten (vgl. Osann, Lehrbuch der Eisenhüttenkunde,
Verlag W. Engelmann, 2. Auflage 1923, Seite   643/44).   Ein höher titanhaltiges Roheisen zu erzeugen, gelang erst vor einigen Jahren im elektrischen Hochofen (remanger A. S., Norwegen). 



   Es hat sich nun gezeigt, dass es möglich ist, Roheisen mit höherem   0-6% übersteigendem Titan-   gehalt im Dauerbetrieb ohne Schwierigkeiten im   Kokshoehofen   zu erzeugen, wenn gewisse Bedingungen betreffs Schlackenzusammensetzung und Ofentemperatur eingehalten werden.

   Bei einer Schlacke, die wie üblich aus Kalziumsilikaten besteht, findet erfahrungsgemäss eine ins Gewicht fallende Reduk- tion von   TiOs   nicht statt, ausserdem besteht stets die Gefahr ausserordentlicher Strengflüssigkeit und damit von   Ofenstörungen.   Arbeitet man jedoch mit einer Schlacke, die überwiegend aus Kalzium- aluminaten, also vorwiegend aus Verbindungen von   CaO   und.   Al203   besteht, so ist es möglich, beträcht- liche Mengen der Titansäure zu reduzieren und ins Roheisen überzuführen. Bedingung dabei ist, dass mit hohen Gestelltemperaturen, die mehr als   1600'C,   häufig bis zu 1800  C und mehr betragen, gear- beitet wird.

   Hiebei ist es möglich, bis zu   600   des Titangehaltes des Möllers ins Roheisen   überzuführen.   



   Führt man das Verfahren, wie es bekannt ist, mit niedrigerer   Gestelltemperatur   durch, so gelingt es nicht, wesentliche Titanmengen in das Roheisen einzuführen ; es geht im Gegenteil der ganz über- wiegende Teil des im Möller etwa vorhandenen Titans in die Schlacke. 



   Um die gewünschte   Schlackenzusammensetzung,   die möglichst in den Grenzen von 4 bis 25% 
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 ist, mit hohen Schlackenmengen, die bis zum dreifachen der Roheisenmenge betragen können, zu arbeiten, und dass anderseits trotz dieser hohen   Schlackenmenl2 : e   eine Gefährdung des gleichmässigen Ofenganges durch   Schlackenschwierigkeiten   nicht eintritt. 



   Da Bauxit als Erz nur wenig Eisen enthält, hat es sieh als zweckmässig herausgestellt, Schrott dem Möller zur Erhöhung des Roheisenausbringens zuzugeben. Die Desoxydationswirkung der Kalkaluminatschlacke und des hohen Titangehaltes des Roheisens gewährleisten dennoch eine ganz hervorragende, für   höchstbeanspruchten   Guss vorzüglich geeignete Beschaffenheit des Eisens. 



   Zur Kennzeichnung der   Möllerzusammensetznng   seien folgende Beispiele angeführt : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Beispiel <SEP> 1 <SEP> : <SEP> Möller <SEP> mit <SEP> Ilmenit.
<tb> 



  3000 <SEP> leg <SEP> Bauxit
<tb> 300 <SEP> kg <SEP> Ilmenit
<tb> 3750 <SEP> leg <SEP> Schrott
<tb> 3000 <SEP> kg <SEP> Kalkstein.
<tb> 



  Beispiel <SEP> 2 <SEP> : <SEP> mower <SEP> ohne <SEP> besonderes <SEP> Titanerz.
<tb> 



  3000 <SEP> kg <SEP> Bauxit
<tb> 1700 <SEP> Schrott
<tb> 3000 <SEP> kg <SEP> Kalkstein.
<tb> 
 



  In beiden Fällen fällt je nach der Ofentemperatur ein Roheisen mit   0-8-1-7%   Titan. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines mehr als   0-6%   Titan enthaltenden Roheisens im Hochofen unter einer überwiegend aus Kalkaluminaten bestehenden Schlacke, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochofenarbeit bei Gestelltemperaturen über 1600  C, am besten nicht unter 1800  C durchge- führt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Bauxit als Titanträger in möller Verwendung findet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Möller zur Er- höhung des Eisenausbringens Schrott zugegeben wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis Schlacke zu Roheisen mehr als 1 : 1 bis 3 : 1 beträgt.
AT151649D 1936-02-06 1936-12-14 Verfahren zur Herstellung eines mehr als 0¨6% Titan enthaltenden Roheisens im Hochofen. AT151649B (de)

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