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UNITED STATES RUBBER PRODUCTS, INC. IN NEW YORK.
Bei der Ausbildung der Lauffläche von Luftreifen war man bisher bestrebt, die Breite der Rippen oder Reihen von Gleitsehutzmitteln zu verringern und dafür die Anzahl der Rippen oder Reihen als
Laufflächenelemente zu erhöhen. Diese Bauart bedingt, dass die Rippenelemente eine grössere seitliche
Elastizität erhalten, wodurch der Reifen dazu neigt, Steine oder andere Gegenstände aufzunehmen und festzuhalten. Derartige in den Nuten der Lauffläche von Luftreifen festgehaltene Steine bedingen eine Oberflächenspannung an der Grundfläche der Nuten und bewirken ein Einreissen des Reifens an dieser Stelle. Ausserdem verursachen Steine, die durch den Reifen von einer gekiesten Strasse auf- genommen und festgehalten werden, einen beträchtlichen Lärm, wenn der Reifen auf glattem
Pflaster läuft.
Gegenstand der Erfindung ist ein Luftreifen, bei dem die Neigung zur Aufnahme von Steinen oder andern harten Gegenständen sowie auch das Bestreben, diese Gegenstände festzuhalten, erheblich vermindert ist. Der angegebene Zweck wird dadurch erreicht, dass die Lauffläche des Luftreifens eine Mehrzahl von Rippen aufweist, deren jede oder nur einzelne mit seitlichen Vorsprüngen versehen sind, so dass die umlaufenden Nuten zwischen der äusseren Öffnung und der Grundfläche mit einer Verengung ausgebildet sind. Durch diese Ausbildung wird das Aussehen der Lauffläche in keiner Weise verändert, aber das Aufnehmen von Steinen weitgehend verhindert.
Auf der Zeichnung ist der erfindungsgemässe Luftreifen in einigen beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt. Die Fig. 1 zeigt ein Schaubild eines Ausschnittes des Luftreifens. Die Fig. 2,3 und 4 zeigen in vergrösserter Darstellung Schnitte durch die Lauffläche von weiteren Ausführungsformen.
Der Luftreifen 1 nach der Fig. 1 weist die übliche Bauart auf und ist mit einer Mehrzahl von umlaufenden Rippen 2 versehen, die Nuten bilden. Die Rippen 2 können entweder einheitlich oder in Reihen oder Blöcke geteilt, um einen Gleitschutz zu erhalten, ausgebildet sein. Die Lauffläche ist gemäss Fig. 1 in sieben Rippen unterteilt, wodurch die Breite der Rippen etwas geringer ist als die Breite der gebräuchlichen Ausführungsformen.
Schmale Rippen sind durch ihre seitliche Beweglichkeit beim Einwirken von Steinen auf einer gekiesten Strasse leicht verschiebbar, wodurch die Steine in den Nuten zwischen den Rippen festgehalten werden. Um diese unangenehme Erscheinung zu vermeiden, werden nach der Erfindung Vorsprünge 4 vorgesehen, die zwischen der Lauffläche des Reifens und der Grundfläche der Nuten an den Rippen 3 angeordnet sind. Die Vorsprünge liegen nicht an den Grundflächen der Nuten an, da es wünschenswert ist, die Grundfläche der Nuten in einer bestimmten Breite zu erhalten, um ein Rissigwerden der Nutengrundfläche zu vermeiden.
Es ist weiter wünschenswert, den oberen Rand der Vorsprünge 4 in einem gewissen Abstand von dem äusseren Rand der Rippen etwa gleich der Breite der Nuten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Rippen zu halten. Gemäss der Fig. 2 wäre also zweckmässig, das Mass x etwa gleich der Breite y zu wählen.
Die Vorsprünge 4 brauchen nicht durchlaufend zu sein, sollen jedoch für den Fall, als die Rippen glatt sind, in der Richtung der Nutenwände durchlaufend oder im wesentlichen durchlaufend sein.
Wenn jedoch die Lauffläche in Reihen von Gleitschutzelementen unterteilt ist, können die Vorsprünge 4 von entsprechender Länge wie diese der Gleitschutzelemente sein.
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Versuche zur Ermittlung der Wirksamkeit des Luftreifens nach der Erfindung wurden in der
Weise durchgeführt, dass die Reifen mit einer Geschwindigkeit von zirka 40 km/Stunde über eine
Entfernung von 2 km auf Kies laufen gelassen wurden, worauf die Steine, die in den Nuten fest- gehalten waren, abgezählt wurden. Hierauf wurden die Reifen über eine Entfernung von 1 km auf i Beton bewegt und die verbleibenden Steine neuerlich gezählt. Die Anzahl der Steine, die in dem Reifen am Ende der Bewegung über den Beton enthalten waren, geteilt durch die Anzahl der Steine, die am
Ende der Kiesstreeke gezählt wurden, ergibt den Hundertsatz der Zurückhaltung an Steinen. Auf dieser Grundlage wurden für verschiedene Luftreifen schätzungsweise die folgenden Werte, die die
Wirkungsweise verdeutlichen, gefunden.
EMI2.1
<tb>
<tb>
14reihige <SEP> Rippenlauffläche <SEP> Aufnahme <SEP> 1% <SEP> Zurückhaltung <SEP> 50%
<tb> 10reihige <SEP> Rippenlauffläche <SEP> Aufnahme <SEP> 3% <SEP> Zurückhaltung <SEP> 60%
<tb> 7reihige <SEP> Rippenlauffläche <SEP> Aufnahme <SEP> 11% <SEP> Zurückhaltung <SEP> 77%
<tb> Standardreifen <SEP> nach <SEP> U. <SEP> S.
<tb>
Muster <SEP> Nr. <SEP> 85063 <SEP> vom <SEP> 8. <SEP> Sep-Aufnahme <SEP> 100% <SEP> Zurückhaltung <SEP> 100%
<tb> tember <SEP> 1931
<tb> Aufnahme <SEP> 1/5 <SEP> der <SEP> Steinanzahl,
<tb> die <SEP> von <SEP> einem <SEP> gebräuchlichen <SEP> Zurückhaltung <SEP> 1/5 <SEP> oder <SEP> 500%
<tb> Reifen <SEP> nach <SEP> der <SEP> Erfindung <SEP> Reifen <SEP> aufgenommen <SEP> wird <SEP> oder <SEP> Wirksamkeit <SEP> verglichen <SEP> mit
<tb> 500% <SEP> Wirksamkeit <SEP> einem <SEP> gebräuchlichen <SEP> Reifen
<tb>
Die Zahlenangaben beweisen, dass ein Luftreifen, der die Merkmale der Erfindung aufweist, mit einem hohen Wirkungsgrad zur Vermeidung des Festhaltens von Steinen in den Nuten zwischen den Rippen oder Reihen von Gleitschutzelementen läuft.
Dieser Wirkungsgrad wird durch die Anordnung der Vorsprünge 4 im Verhältnis zur Breite der Nuten zwischen den Rippen 2 erreicht.
Die Fig. 3 und 4 veranschaulichen etwas abgeänderte Ausführungsformen der Vorsprünge, die, nach den verschiedensten Möglichkeiten ausgebildet, die gleiche Wirksamkeit aufweisen wie die bereits erläuterte Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2.
Die Fig. 3 zeigt eine versetzte Nut, die durch Anordnung einer Schulter 5, die als Hindernis im Wege der Nutöffnung wirkt, gebildet ist. Bei dieser Ausführungsform ist die Schulter 5 an der Grundfläche der Nut angeordnet, wobei jedoch die Nut an der Grundfläche nicht geschmälert wird.
An Stelle von doppelten Vorsprüngen ist in der Fig. 4 ein einzelner Vorsprung 6 an einer Seitenwand der Nut dargestellt. Dieser einzelne Vorsprung ergibt dieselben Vorteile wie die doppelten Vorsprünge gemäss den Fig. 1 und 2.
In den verschiedenen Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung sind in dem Weg, den Steine beim Eintritt in die Nuten der Lauffläche nehmen können, Hindernisse angeordnet, wobei jedoch die übliche Breite der Nutengrundfläche beibehalten wird, so dass die Steinaufnahme, der dadurch hervorgerufene Lärm und die Zerstörung des Gummis in den Nuten, insbesonders an der Grundfläche derselben, verringert bzw. auch ganz vermieden wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche eine Mehrzahl von Rippen aufweist, deren jede oder nur einzelne mit seitlichen Vorsprüngen versehen sind, so dass die dadurch gebildeten umlaufenden Nuten zwischen ihrer äusseren Öffnung und ihrer Grundfläche eine Verengung aufweisen.