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Einrichtung zur Erzeugung einer dreieekförmigen Spannung mit einem Kondensator, der über einen Widerstand durch eine Gleichspannungsquelle geladen wird und sich über eine Entladungsröhre entlädt.
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nach links zu der mit 2 bezeichneten Lage am Ende der Aufladeperiode. Während der Entladeperiode kehrt sie wieder zu der Anfangsstellung zurück.
Die Spannung am Gitter 6 der Röhre 4 wird durch die negative Vorspannung der Spannungsquelle 16, die mit V1 bezeichnet werden soll, und durch die Zunahme und Abnahme der im Punkt 13 auftretenden Spannung bedingt, die über die R. C.-Sehaltung 14, 15 abfällt. Die Spannung am Gitter 6 der Röhre 4 ist daher im Wege der Röhre 9 von der über den Kondensator 1 auftretenden Spannung abgeleitet, u. zw., wie im folgenden gezeigt wird, derart, dass bei wachsender Kondensatorspannung die Gitterspannung negativer wird und umgekehrt.
Am Beginn der Aufladeperiode hat die Spannung im Kondensator 1 einen kleinen Wert, der mit Eo bezeichnet werden soll. Während der Aufladung des Kondensators nimmt die Anoden-
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positiver gewordenen Gitterspannung ein mit der Zeit wachsender Strom fliessen, wodurch ein erhöhter Spannungsabfall im Widerstand 12 entsteht. Dementsprechend sinkt die Spannung im Punkte 13 relativ zur Kathode.
Bezeichnen wird die zu Beginn der Aufladeperiode im Punkt 13 herrschende Spannung mit EI und die zur Zeit t an derselben Stelle herrschende Spannung mit E2'so ist E2 = E1- - k. a. t. Dabei ist die Konstante k gleich dem Verstärkungsfaktor des Rohres 9 multipliziert mit dem Teilungsverhältnis des Abgriffpunktes 13 auf dem Widerstand 12 ; wenn 13 bei der Anode liegt (Teilungsverhältnis 1), ist ; daher gleich dem Verstärkungsfaktor ; wenn 1. 3 am andern Ende des Widerstandes 12 liegt (Teilungsverhältnis 0), ist k gleich Null.
Anderseits ist die Spannung des Punktes 13 gleich der Summe der Spannungsabfälle über 7 und 15 ; also wenn man mit i den Ladestrom des Kondensators 14 bezeichnet, mit C seine Kapazität und mit R die Grösse des Widerstandes 15, ergibt sich : Nach Differentiation wird :
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oder
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Zeitkonstante des durch den Widerstand 15 und den Kondensator 14 gebildeten R. C. -Systems klein in bezug auf die Zeit sein soll, in der dem R.-System die mit der Zeit abnehmende Spannung E2 zugeführt wird.
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E2 = E1 - kat, bis zum Wert V2 = -kaRC ansteigt, der vor dem Ende der Aufladeperiode des Kondensators 1 erreicht wird.
Die Spannung am Gitter 6 der Röhre 4 kann also gegen das Ende der
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mässig zu, wodurch die Anodenstrom-Gitterspannungseharakteristik nach links verschoben wird. Sobald die Anodenspannung den der mit. 3 bezeichneten Stellung der Charakteristik entsprechenden Wert Eo+aT erreicht hat, bei dem T die Aufladezeit des Kondensators 1 darstellt, ist der Zusammenhang zwischen der Gittervorspannung der Röhre 4 und der Anodenspannung derart, dass die Röhre 4 leitend wird und Strom durchlässt. Die Aufladezeit T lässt sieh aus der Gleichung
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berechnen, in der g den Verstärkungsfaktor der Röhre 4 darstellt.
Es folgt aus dieser Gleichung :
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Sobald die Röhre 4 leitend wird. entlädt sich der Kondensator 1 über den Anoden-Kathoden- widerstand dieser Röhre und es nimmt die Anodenspannung ab, wodurch die Charakteristik der Röhre 4
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wodurch die Spannung im Punkt 1. 3 ansteigt und eine mit der Zeit wachsende Spannung über die . B. C-Schaltung an das Gitter der Röhre 4 gelegt wird, welche die Entladung des Kondensators 1 unterstützt. Diese Entladung wird fortwähren, bis die Spannung über den Kondensator 1 bis auf einen ganz geringen Wert Eo herabgessunken ist. Durch eine richtige Bemessung des Kondensators 1 und der Röhre 4 kann die Entladung in ganz kurzer Zeit erfolgen.
Am Ende der Entladeperiode ist die Gitterspannung derart, dass bei der am Ende der Entladeperiode auftretenden Anodenspannung Eo die Röhre 4 wieder gesperrt ist. Der Kondensator 1 wird jetzt aufs neue aufgeladen und die beschriebene Wirkung wird wiederholt.
Die Frequenz der erzeugten Schwingungen wird durch die Aufladezeit T bedingt, voraus-
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bei richtiger Einregelung der Spannungsquelle 76 mit Hilfe des Kondensators 1, des Widerstandes 2 oder der Gleichspannungsquelle 3, die Amplitude der erzeugten Schwingungen zu ändern, ohne dass die Frequenz beeinflusst wird. Die Frequenz kann dadurch geregelt werden, dass k, R und C entweder gesondert oder zusammen geändert werden.
Bei der beschriebenen Schaltung kann die dreieckförmige Spannung an den Punkten A und B oder an den Enden des Widerstandes 1 : 2 abgenommen werden. Sie eignet sich sehr gut für Abtastzwecke in Fernsehempfangsschaltungen, wobei mit den Bildströmen Synchronisierimpulse empfangen werden, die für die Steuerung der Abtasteinrichtungen bestimmt sind. Die Synchronisierimpulse können entweder dem Gitter der Röhre 4 oder der Kathode dieser Röhre zugeführt werden.
Falls die Synchronisierimpulse dem Gitter an der in Fig. 1 mit einem Kreuz angedeuteten Stelle zugeführt werden, so wird zweckmässig in den Leiter zwischen dem Punkt 13 und dem Kondensator 14 ein Widerstand 17 aufgenommen, wodurch dem Gitter 6 zugeführte Synchronisierimpulse eine grössere Spannungsänderung auf dem Gitter 6 der Röhre 4 zur Folge haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Erzeugung einer dreieckförmigen Spannung mit einem Kondensator (1), der über einen Widerstand (2) durch eine Gleichspannungsquelle (3) geladen wird und sich über eine Entladungsröhre (4) mit wenigstens drei Elektroden entlädt, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gitter (6) dieser Röhre (4) eine von der Spannung des Kondensators (1) abgeleitete elektromotorische Kraft über ein aus Widerstand und Kapazität bestehendes System, dessen Zeitkonstante klein ist in bezug auf die Schwingungszeit der zu erzeugenden Schwingungen, zugeführt wird, wobei die dem Kondensator (1) entnommene Spannung durch an sich bekannte Mittel derart umgeformt wird, dass ein Spannungsanstieg am Kondensator (4)
eine Spannungsabnahme (Negativerwerden) des Gitters (6) bewirkt.