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Verfahren zur Förderung von 01 aus Bohrlöchern.
Die Förderung von Rohöl geschieht auf verschiedene Weise, wie durch Löffel, Kolben, Pumpen.
Hochheben durch Luft oder Gas.
Im Gegensatz zu allen diesen Verfahren die nicht ohne Spezialapparate im Bohrloch auskommen, hat das erfindungsgemässe System normalerweise keine Organe im Bohrloch und verwendet bei minimalem Kraftbedarf nur sogenannte aufgeschaukelte Schwingungen"zur Forderung. Bei einem Bohrloch dessen Lagerdruck nicht ausreicht, das angebohrte Öl übertags ausfliessen oder gar eruptieren zu lassen, stellt sich der Flüssigkeitsspiegel ein und bleibt, wenn Gegendruck und zufliessende Menge sich das Gleichgewicht halten, ziemlich konstant. Es steht dann das Öl in den Förderrohren und in den das Bohrloch auskleidenden Röhren gleich hoch.
Wenn man die beiden spiegel intermittierenden Druckbelastungen und Druckentlastungen aussetzt, u. zw. genau im Rhythmus der Eigenschwingungen der beiden Ölsäulen, so genügen verhältnismässig kleine Kräfte, um die Amplituden dieses Flüssigkeitspendels so zu vergrössern, dass aus einer der abwechselnd hochgehenden Ölsäulen ein Überfliessen obertags eintritt. Ein Hochdruckkompressor K saugt aus einem entsprechend gross dimensionierten Behälter G Luft oder Gas an und drückt in einen andern, genügend stark gebauten Kessel H. Von diesen beiden Kesseln führt je eine Leitung zum Bohrloch, wo am oberen Ende der Bohr-bzw. Forderkolonne ein gemeinsamer mit Stopfbüchsen abgedichteter Bohrkopf der gebräuchlichen Form C angeschraubt ist.
An jeder Rohrtour befindet sich ein Rohrstutzen für die Ein-und Ausströmung. In Absperrorgane oder in einen gemeinsamen Vierwegbahn F münden nun Druck-und Vakuumleitung des Kompressors und die Förderbzw. Verkleidungsrohre.
Man kann nun durch blosses Drehen des Hahnkükens entweder den ringförmigen Raum zwischen der äusseren und inneren Rohrkolonne mit der Druckleitung und gleichzeitig zwangsläufig die Förderkolonne mit der Vakuumleitung verbinden oder auch umgekehrt.
Bei einem Missverhältnis der Abmessungen der Verkleidungs-bzw. Förderrohre, weil erstere einen grossen Durchmesser und letztere einen kleinen Durchmesser aufweisen, wird es genügen, nur auf den äusseren Ölspiegelrhythmisch Druck und Entlastung zu geben.
Aus dem Pressluftbehälter H der vom Kompressor K dauernd nachgefüllt wird, wird ein Druckstoss von beispielsweise 10 alü zwischen dem Rohre A und dem Rohre B gegeben. Oben ist das Bohrloch durch einen Absperrkopf C abgedichtet und unten ist bei Bohrlöchern mit geringem Lagerdruck ein Packer D normaler Ausführung vorgesehen. Zwangsläufig mit dem Druckstoss schaltet das Umstellorgan F (zwei Winkelhähne oder ein Vierweghahn) das Innere der Rohre an den Vakuumbehälter Ci.
Die Folge ist dann ein Absinken des äusseren Olspiegels und ein Ansteigen des inneren Ölspiegels zu einer Höhe die viel grösser sein wird als dem Drucke von 10 atü entspräche, da abgesehen von der Druckverminderung im inneren Rohre, noch die lebendige Kraft der schwingenden Ölsäule hinzukommt.
Beim Erreichen einer bestimmten Höhe die durch Indikatoren (Strömungsrichtungsanzeiger) E angezeigt wird, wird das Umstellorgan F umgestellt, um nun innen Druck und aussen Vakuum (Stellung 2) zu geben. Das Öl steigt nun aussen entsprechend höher, worauf abermals gewechselt wird usw. Nach einigen Schwingungen wird das Öl in den Vakuumbehälter G eintreten und sich dort aufspeiehern.
Die Luft (Gas) wird weiter vom Kompressor K durch einen Abscheider J vollkommen gereinigt angesaugt. Ein eventueller Überschuss wird durch ein Sicherheitsventil 0 abgeblasen. Dieser Vorgang wird solange dauern als Öl im Bohrloch ist, worauf bloss noch Luft (Gas) durchgeblasen wird.
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Die genaue Umsteuerung erfolgt entweder von Hand aus oder durch Steuerungsorgane automatisch.
Es kann nun Druck und Wechselzahl so gewählt werden, dass genau so viel Öl gefördert wird als der Ölsand produziert und dadurch ein konstantes Fördern erzielt wird, oder man fördert das angesammelte Öl heraus und wartet bis sich neuerlich die Ölsäule gehoben hat.
Auch kann man eine Mehrproduktion bewirken, wenn man die Luft (Gas) vor dem Einblasen hoch erhitzt, wobei dann durch das Dünnflüssigwerden des Öls Energie erspart wird, der Sand leichter hinausgespült und eventuell Paraffinansätze geschmolzen werden.
Wo der Lagerdruck gering ist und der auf die niedrige Ölsäule gegebene Druck dieselbe absenken und dadurch die Produktion verringern könnte, kann durch Einbringung eines der gebräuchlichen Packer D am unteren Ende des Aussenrohres ein Kugelventil angeordnet werden. Hiedurch wird eine Druckentlastung des Ölsandes während der Förderung bewirkt, während beim Nachlassen des Druckes nach erfolgter Förderung sich die Kugel durch das nachströmende Öl hebt und die Ölsäule wieder auf ihren normalen Stand kommt.