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Verfahren zur Herstellung von elektrolytischen Kondensatoren.
Es ist bekannt, bei elektrolytischen Kondensatoren, insbesondere bei trockenen oder halbtrockenen Kondensatoren, zwischen den bandförmigen Elektroden ein saugfähiges Band als Abstandshalter und als Träger für den Elektrolyten vorzusehen, das lagenweise zwischen den beiden Metallfolien eingelegt ist. Man hat aber bei der Herstellung eines solchen Kondensators, insbesondere in Wickelform, mindestens drei Teile, nämlich die beiden Elektroden und den saugfähigen Abstandshalter. Es ist ersichtlich, dass die Herstellung eines Wickels um so schwieriger ist, je mehr einzelne Teile vorhanden sind.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf ein Verfahren zur Herstellung von elektrolytischen Kondensatoren, insbesondere in Wickelform, bei denen sich zwischen den bandförmigen Elektroden
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vor dem Tränken mit dem Elektrolyten mindestens eine der bandförmigen Elektroden mit dem Abstandshalter spiralförmig nach Art einer Bandagierung umhüllt.
Es sei erwähnt, dass elektrolytische Kondensatoren bekanntgeworden sind, deren Elektroden aus Metalldrähten bestehen. Demgegenüber werden die Elektroden bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung durch Metallbänder gebildet. Hiebei ergeben sich vollkommen verschiedene Aufgaben für die Anbringung der als Abstandshalter dienenden Gewebebänder. Bei den hiebei bekannten elektrolytischen Kondensatoren sind die Metalldrähte mit Faserstoff umsponnen. Bei den erfindungsgemässen Kondensatoren werden die Bandelektroden mit dem Abstandshalter spiralförmig nach Art einer Bandagierung umhüllt. Bekanntlich treten bei Kondensatoren mit bandförmigen Elektroden die sogenannten Randeffekte auf, die gefährlich im Betriebe des Kondensators sein können.
Diese Effekte werden auch nicht vollkommen vermieden, wenn man, wie bisher bekannt, bei bandförmigen Elektroden den Abstandshalter einfach zwischen die Elektroden legt. Hiebei kann es nämlich auftreten, dass die Fasern des Abstandshalters parallel zu den Elektrodenrändern laufen, diese also nicht bedecken und so eine gute Isolierung der Ränder nicht gewährleisten. Bei einer Bandagierung geiräss vorliegender Erfindung aber werden mit Sicherheit die Elektrodenränder durch Fasern des Abstandshalters an allen Stellen bedeckt, so dass eine gute Isolierung hiebei ständig gewährleistet ist.
Wenn. man ausserdem noch berücksichtigt, dass das Umspinnen einer Drahtelektrode wesentlich schwieriger und kostspieliger ist, als wenn man eine Bandelektrode mittels eines auf einer Vorratsrolle vorhandenen Bandes spiralförmig umgibt, so ist der Vorteil der spiralförmig umwundenen Bandelektroden gegenüber den umsponnenen Drahtelektroden offensichtlich.
Durch Änderung der Steigung der spiralförmigen Umwicklung bzw. des Überlappens beim Aufwickeln des als Abstandshalter und Elektrolytträger dienenden Isolierstoffbandes lässt sieh die isolierende Schicht in ihrer Stärke je nach Anforderung verändern.
Als Abstandshalter und Elektrolytträger wird saugfähiges Material, z. B. Gewebe, Papier oder ähnliches, verwendet.
Verwendet man z. B. Gewebe, das seiner Natur nach sehr saugfähig ist, so wird ein elektrolytischer Kondensator gemäss der Erfindung z. B. derart hergestellt, dass die eine Elektrode bandagiert und mit der andern blanken Elektrode zu einem Kondensatcrkörper zusammengewickelt wird. Der so hergestellte Wickel wird dann mit dem erforderlichen Elektrolyten imprägniert.
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Wird als Abstandshalter Papier verwendet, was den wesentlichen Vorteil einer erheblichen Raumersparnis und der billigeren Herstellungskosten hat, so ist es wegen der geringeren Saugfähigkeit des Papiers zweckmässiger, wie folgt zu verfahren : Die mit dem Papierband bandagierte Elektrode wird vor dem Aufwickeln mit dem Elektrolyten, z. B. in einem Wanderbad, durchtränkt.
Es ist bereits bekanntgeworden, die Metall-und Papierbänder durch entsprechende Gefässe mit Elektrolyt unbandagiert hindurchzuführen, dabei zu tränken und anschliessend gemeinsam aufzuwickeln.
Es entstehen aber hiebei Schwierigkeiten, insbesondere dadurch, dass Papier, wenn es mit Elektrolyt durchtränktist, eine zu geringe mechanische Festigkeit aufweist und ein Reissen der Papierbänder eintritt.
Ausserdem zeigt sich noch bei diesem bekannten Verfahren, dass ein Verlaufen der Bänder gegeneinander beim Durchlaufen des Imprägniergefässes bzw. beim Aufwickeln stattfindet.
Auch diese Schwierigkeiten werden durch das Verfahren gemäss der Erfindung vollkommen vermieden, wobei ausserdem noch der Vorteil erreicht wird, dass die Rollenführung im Bad vereinfacht wird.
Wird fernerhin nur die eine Elektrode bandagiert und die andere als blanker Streifen beim Wickeln eingelegt, so braucht nur die bandagierte Elektrode durch das Elektrolytbad bewegt werden, was eine besonders einfache Rollenführung ermöglicht und den Vorteil bietet, dass die bandagierte und getränkte Elektrode auf eine Vorratsrolle aufgewickelt werden kann. Für die Elektroden wird oxydschichtbildendes Metall, vorzugsweise Aluminium, benutzt.
Es ist nun möglich, die Elektrode, die mit der Oxydschicht versehen wird, nämlich die Anode, zu bandagieren oder aber die blanke Kathode. In dem Falle, in dem der fertige Kondensatorkörper getränkt wird und die Anode, deren Länge für die Kapazität des Kondensators bestimmend ist, in diesen bestimmten Längen auf Vorrat gelegt werden kann, ist es vorteilhaft, die Anode zu bandagieren, da bei der Kathode, die u. a. eine'grössere Länge aufweist, unnötig Bandagiermaterial verlorengeht. Die Anode wird dann zweckmässig vor der Bandagierung in einem Bade vorformiert und nach dem Imprägnieren des ganzen Kondensatorkörpers nachformiert. Anders verhält es sich jedoch in dem Falle, in dem die bandagierte Elektrode vor dem Zusammenwickeln in einem Wanderbad mit dem Elektrolyten getränkt wird.
Hier ist es häufig unbequem, die bandagierte und getränkte Anode nach dem Verlassen des Wanderbades unmittelbar auf die erforderliche Länge abzuschneiden. Da es aber auf die Länge der Kathode für die gewünschte Kapazität nicht ankommt, so kann in diesem Falle die Kathode bandagiert und getränkt und mit der auf die erforderliche Länge geschnittenen Anode zu dem Kondensatorkörper vereinigt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von elektrolytischen Kondensatoren, insbesondere in Wickelform, bei denen sich zwischen den bandförmigen Elektroden als Abstandhalter und Elektrolytträger ein saugfähiges Material befindet, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Tränken mit dem Elektrolyten mindestens eine der bandförmigen Elektroden mit dem Abstandhalter spiralförmig nach Art einer Bandagierung umhüllt wird.