AT147854B - Lagerschale mit Oberschmierung, insbesondere für Achslager von Schienenfahrzeugen. - Google Patents

Lagerschale mit Oberschmierung, insbesondere für Achslager von Schienenfahrzeugen.

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AT147854B
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slot
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Friedmann Alex Fa
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Lagersehale   mit Oberschmierung, insbesondere für Achslager von Schienenfahrzeugen. 



   Bei Achslagern von Schienenfahrzeugen mit Oberschmierung pflegt man vom Rücken der Lagerschale Durchbrüche in derselben anzuordnen, wie Bohrungen oder Schlitze, welche das Öl zur   Gleitfläche   führen sollen. Um letzteres örtlich sicher auf den Achsstummel aufzutragen, hat man bereits diese   Durchbrüche   als zugespitzte Bohrungen ausgeführt und in Höhlungen der   Gleitfläche   münden lassen, so dass das Öl von der Spitze von oben her auf die Achsstummelfläche auftropfen muss, oder man hat, um gleichzeitig auch eine Verteilung des Öles über die Länge der Achse zu erreichen, das Öl einer seitlich in der Gleitfläche angeordneten Tropfkante zugeführt, so dass es von dieser an beliebigen Stellen zum Achsstummel abtropfen kann. 



   Das Ausbilden von   örtlichen Tropfstellen   oder von ober der Achse seitlich angeordneten Tropfkanten erfordert ein Hinterschneiden der Ausnehmungen in der Lagerschale, so dass Tropfspitzen oder Tropfkanten entstehen, was umständlich und teuer ist. Auch ist das Verteilen der den früher erwähnten Tropfkanten zugeführten Ölmengen dem Zufall überlassen ; es bilden sich meist nur an einzelnen Punkten der Tropfkante örtliche Tropfstellen aus, von welchen die Ölverteilung längs der Achse erst durch Auswalzen des zur Achse übergetretenen Ölgerinsels erfolgt. 



   Demgegenüber wird mit der erfindungsgemässen Einrichtung eine sehr vollkommene Ölverteilung unter Anwendung sehr einfacher Mittel erreicht. 



   Der Erfindung gemäss lässt man die das Öl zum   Achsstummel leitenden Durchbreche   der Lagerschale als Langschlitz in annähernd horizontale Flächen seitlicher   Längsausnehmungen   der Lagerschalengleitfläche oder bei sogenannten kurzen Lagerschalen in deren unteren horizontalen Randflächen münden und macht die Langschlitzmündungen so schmal, dass infolge der Adhäsion und Oberflächenspannung auch als Tropfen zur Mündung gelangendes Öl diese mit einer Ölhaut überspannt. Diese parallel zur Achse, am besten seitlich in einer Flucht, angeordneten   Langschlitzmündungen   formen aus den zu ihnen gelangenden Ölmengen ein dünnes Band, welches aus der Ölhaut heraus annähernd in der vertikalen Mittelebene des Schlitzes zum Ausfliessen auf den Achsschenkel gezwungen wird.

   Es bildet sich also sozusagen eine flüssige Tropfkante in der vertikalen Mittelebene der Langschlitzmündungen, aus welcher das Öl bandartig auf den Achsstummel   übertritt,   wodurch eine sehr vollkommene Ölverteilung erreicht wird. 



   Zweckmässig ist es, eine ungerade Anzahl von solchen Langschlitzmündungen an jeder Seite des Achsstummels oberhalb desselben anzuordnen und dem mittleren Durchbruchsschlitz das Öl bevorzugt zuzuführen, so dass erst nach seiner Vollfüllung das Öl über Überläufe den andern Schmierschlitzen zufliesst. Um das rasche Anfüllen des mittleren Sehmierschlitzes zu erreichen, wird dieser entsprechend klein gemacht, so dass er auf die zufliessende Ölmenge drosselnd wirkt und das Öl zwingt, auch über die Überläufe zu den andern Durchbruchsschlitzen zu strömen. 



   Die   Lagerschalengleitfläche   wird zweckmässig ohne Schmiernuten oder sonstige Ausnehmungen ausgeführt, um einerseits die Ölfilmbildung nicht zu stören und anderseits das Ausgiessen der Lagerschale   mit Weissmetall einfacher   zu gestalten. Es ist daher vorteilhaft, die in der Lagerschale vorgesehenen Ölführungskanäle sowie die schlitzartigen Mündungen der Durchbruchsschlitze nur im harten Material der Lagerschale anzuordnen. 



   In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1, 2 und 3 eine erfindungsgemässe Lagerschale im Aufriss, Grundriss und Kreuzriss. In der Fig. 4 ist eine sogenannte kurze Lagerschale im Kreuzriss abgebildet. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der   Lagerschalenkörper   1 ist aus hartem Material hergestellt und in der   Lagergleitfläche   mit Lagermetall 2 ausgegossen. In der Lagerschale nach den Fig. 1-3 sind am   Rücken   derselben Hohlräume 3,3'angeordnet, die durch eine Rinne 4 miteinander verbunden sind. Je nach der Drehrichtung der Achse fliesst der der Einlaufseite zugekehrten   Höhlung-also   bei Drehung der Achse im Sinne des Pfeiles in Fig. 2 der Höhlung   3-das   Öl zu.

   Durch den aus der Höhlung 3 in der Mitte vertieft angeordneten Ablauf 5 rinnt das Öl in einen vertikalen schlitzartigen Durchbruch 6 des harten Lagerschalenkörpers, der unten als schmaler Langschlitz 7 in den im Lagerschalenkörper oberhalb der Achse angeordneten länglichen Hohlraum   S,   u. zw. in dessen annähernd horizontaler Fläche 9, mündet. Die Schlitzmündung 7 ist so schmal, dass ein zu ihr gelangender Öltropfen die   Schlitzmündung   mit einer Ölhaut überspannt. 



   Das nachströmende Öl tritt nun aus dieser Ölhaut als dünnes Band nach unten aus, wird durch die Adhäsion an den Rändern der Mündung und durch die Oberflächenspannung örtlich zusammengehalten, und erhält dadurch die Tendenz, nur in vertikaler Richtung nach abwärts zu fliessen, auch wenn die Fläche 9 bei Schiefstellungen des Fahrzeuges gegen die Horizontale sich neigt. Es wird also gezwungen, in Form dieses dünnen Bandes vertikal nach abwärts annähernd in der vertikalen Mittelebene der   Sohlitzmündung 7 abzufliessen   und gelangt so als breites dünnes Ölband auf den Achsschenkel, auf welchem es, durch dessen Drehung zum Scheitel des Lagers mitgenommen, den Ölfilm bildet. 



   Auf jeder Lagerseite sind ausser dem Durchbruch 6 noch zwei Durchbrüche 6'und 6"vorgesehen, deren   Mündungen 7'und 7"in   derselben Flucht wie   der Mündungsschlitz 7   in der annähernd horizontalen Fläche 9 der Höhlung 8 münden. Der Querschnitt des mittleren Schlitzes 7 ist entsprechend klein gehalten,   so dass der Ölzufluss durch ihn abgedrosselt wird und sich im Durchbruch 6 das Öl staut.

   Es fliesst   daher das Öl auch über   die Überläufe 10   und   10'in   die Durchbrüche 6'und   6"und   gelangt so zu den   Mündungsschlitzen 7'und 7", welche es wie   den Schlitz 7 mit Ölhäutchen überzieht, aus denen das zugeführte Öl wieder als dünne breite Bänder auf den Achsstummel übertritt und den vorerwähnten Ölfilm aus 7 nach rechts und links ergänzt. 



   Die die   Mündungsschlitze 7, 7'und 7"überspannenden Ölhäutchen bilden, wie   man sieht, eine Art flüssiger Tropfkante, aus welcher das Öl, gut verteilt, bandförmig dem Achsschenkel von oben her zufliesst. 



   Bei sogenannten kurzen Lagerschalen, wie eine solche in der Fig. 4 dargestellt ist, lässt man die Schlitze   7, 7', 7"in   den annähernd horizontalen unteren Begrenzungsrand 11 der Lagerschale münden und erreicht so denselben Effekt, der oben beschrieben wurde. 



   Vorteilhaft ist es, wie die Figuren zeigen, sämtliche   Ölführungskanäle   und auch die Schlitz-   mündungen 7, 7'und 7"im   harten Lagermetall zu führen, so dass die Filmbildung in der nun ununterbrochenen glatten   Lagergleitfläche   in keiner Weise gestört ist. 



   Wird eine Ölfördervorrichtung gewählt, die so reichlich fördert, dass alle Querschnitte der Schlitz-   mündungen     7, 7', 7"der Einlaufseite   zusammen den Öldurchfluss drosseln, so fliesst bei der erwähnten Drehrichtung des Achsschenkel im Sinne des Pfeiles in Fig. 2 das Öl über die Verbindungsrinne 4 zum Sammelraum 3'und aus diesem zu den   Schlitzen 7, l'und 7"auf   der andern Seite (Auslaufseite des Achsstummels) der Lagerschale, wodurch der Achsstummel auch auf der Auslaufseite reichlich von Öl   bespült   und dahergut gekühlt wird. Bei Änderung des Drehsinnes kehrt sich diese Ölflussrichtung natürlich um, so dass wieder in erster Linie der Einlaufseite des Achsschenkel das Öl zugeführt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Lagerschale mit Oberschmierung, insbesondere für Achslager von Schienenfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die das Öl zum   Achsstummel leitenden Durchbrüche   der Lagersehale als Langschlitze (6, 6', 6") in seitliche Längsausnehmungen   (8)   der Lagergleitfläche oder bei sogenannten kurzen Lagerschalen in deren unteren horizontalen Randflächen   (11)   münden, wobei ihre Mündungen (7,   7',   7") so schmal sind, dass auch als Tropfen zu ihnen gelangendes Öl sie mit einer Ölhaut überspannt, aus welcher das Öl als dünnes Band in der vertikalen Mittelebene der Schlitze (7,7',7'') auf den Achsschenkel zu fliessen gezwungen ist.

Claims (1)

  1. 2. Lagerschale mit Oberschmierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf jeder Lagersehalenseite mehrere schmale Durchbruchsschlitze (7, 1','I"), vorzüglich eine ungerade Anzahl, angeordnet sind und dem mittleren Durchbruchsschlitz (7) das Öl bevorzugt zugeführt wird, so dass erst nach seiner Vollfüllung der Überschuss etwa über Überläufe (10, 10') den anderen Schmierschlitzen zufliesst, wobei der Mündungsquerschnitt (7) des mittleren Durchbruchsschlitzes, um das Überlaufen des Öles zu den anderen Schlitzen ", 7' zu erreichen, entsprechend klein gemacht ist.
AT147854D 1935-07-13 1935-07-13 Lagerschale mit Oberschmierung, insbesondere für Achslager von Schienenfahrzeugen. AT147854B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764537C (de) * 1939-07-19 1951-05-21 Hellmuth Goerz Den Achsschenkel tief umfassende Achslagerschale

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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