AT147675B - Elastischer Riemen. - Google Patents

Elastischer Riemen.

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  Elastischer Riemen. 



   Die bekannten Treibriemen aus Leder, Baumwolle u. dgl. weisen eine nur beschränkte Elastizität auf, was sich insbesondere bei schnellaufenden Riemen ungünstig auswirkt und die Anordnung besonderer Einrichtungen erforderlich macht. So werden bei Einzelantrieben mittels Elektromotoren mit hoher Umlaufzahl die Motoren elastisch schwingbar gelagert, was den Bau verteuert und die Arbeitsweise des Motors ungünstig beeinflusst. 



   Zweck der Erfindung ist es, einen Riemen von solcher Elastizität zu schaffen, die auch bei sehr schnell umlaufenden Trieben genügt und die Anordnung besonderer Einrichtungen entbehrlich macht. 



  Der elastische Riemen gemäss der Erfindung gestattet, auch dort Riementriebe zu verwenden, wo die getriebene Welle während eines Umlaufes verschiedene Umlaufgeschwindigkeiten aufweist, wobei die Elastizität des Riemens die während eines Umlaufes der getriebenen Welle auftretenden Längenänderungen des Riemens aufnimmt und die Kraftübertragung ohne Schwierigkeiten besorgt. 



   Dieser Zweck wird der Erfindung gemäss dadurch erreicht, dass eine oder mehrere Lagen eines elastischen, beispielsweise durch Einweben elastischer Fäden, wie   Latex- oder Lactronfäden,   mit besonderer Elastizität ausgestatteten Gewebes mittels   Gummimilchlösungen,   wie Latexmilch, derart zu einer elastischen Masse vereinigt werden, dass die stark eingedrehten, bei Verwendung elastischer Fäden zwischen diesen liegenden Garnfäden in Wellenform in der Gummimasse eingebettet sind. 



   In der Zeichnung ist ein beispielsweises Gefüge des Riemens gemäss der Erfindung in Fig. 1 in Draufsicht und in Fig. 2 im Schnitt schematisch dargestellt. Fig. 3 dient zur Erläuterung der Wirkung. 



   Zur Erzeugung des elastischen Riemens w ; rd ein Gewebe hergestellt, das, wie Fig. 1 zeigt, einzelne elastische Kettenfäden 1 aus Latex od. dgl. enthält. Die dazwischenliegenden Kettenfäden bestehen aus stark gedrehtem Garn. Die elastischen Kettenfäden werden unter einer solchen Vorspannung verwebt, dass das Gewebe, wenn es vom Webstuhl abgenommen wird, stark einspringt. Die Verwendung stark gedrehter Garnfäden ist besonders dann wichtig, wenn das Gewebe ohne Verwendung elastischer Fäden aus Kautschuk nur aus Garnfäden besteht. Das Material der   Schussfäden   3 ist nicht von wesentlicher Bedeutung. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel liegen zwei oder mehrere elastische Gewebe, wie Fig. 2 zeigt, übereinander. Vorteilhaft wird ein entsprechend breites Gewebe mehrfach zusammengelegt. Diese Gewebe werden nun mit Latex oder ähnlichen Gummiemulsionen imprägniert und hiedurch gleichzeitig vereinigt und in die Gummiemulsion eingebettet. Hiedurch wird, wie in Fig. 3 angedeutet, der Raum zwischen den Kettenfäden 2 mit einer elastischen Masse gefüllt, die sozusagen in kleinen Partien 4 von   den Kettenfäden umschnürt wird und Polster zwischen den Fäden bildet.

   Wird der Riemen in der Richtung   der Pfeile 5 gespannt, so entstehen Kräfte 6, die auf die Masse 4 elastisch   drücken.   Die Zugkräfte 5 wachsen rasch im Verhältnis zu den Druckkräften 6 und verhindern so eine übermässige Dehnung des Riemens. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elastischer Riemen, bei dem ein oder mehrere Gewebe von einer Gummimasse umschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettenfäden der Gewebe aus stark gedrehten Garnen bestehen, die unter einer solchen Vorspannung verwebt sind, dass das Gewebe, vom Webstuhl abgenommen, ein- <Desc/Clms Page number 2> springt, und dass die Kettenfäden in der dem eingesprungenen Gewebe entsprechenden Wellenform in der Gummimasse liegen, wodurch der Riemen bis zur Strecklage der Garnfäden dehnbar ist.
    2. Elastischer Riemen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kette teils aus zugfestem Garn, z. B. Baumwollgarn, teils aus elastischen Fäden, wie Latexfäden od. dgl., besteht. EMI2.1
AT147675D 1934-07-02 1934-07-02 Elastischer Riemen. AT147675B (de)

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