AT147489B - Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol.

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  Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol. 



   Polystyrol findet auf Grund seiner hervorragenden isolierenden Eigenschaften in der Elektrotechnik steigende Verwendung. Bei einer Reihe von Anwendungsgebieten ist jedoch die geringe Wärmebeständigkeit des Polystyrols hinderlich. So war es beispielsweise bisher nicht möglich, an Gegenständen aus Polystyrol, in die Metallteile eingebettet sind, Lötungen vorzunehmen, da hiebei das Polystyrol erweichte. Auch traten bei der Verwendung in der Hochspannungstechnik bei höheren Temperaturen   Wärmedurchschläge   ein. Auch solches Polystyrol, das zwecks Vermeidung der Haarrissbildung beim Lagern einer nachträglichen Wärmebehandlung unterzogen wurde, zeigte eine ungenügende Wärmebeständigkeit, da auch der Erweichungspunkt des haarrissfreien Polystyrols unterhalb 660 nach Martens liegt. 



   Es wurde nun die überraschende und höchst wertvolle Beobachtung gemacht, dass man den Erweichungspunkt des Polystyrols auf über   660 nach   Martens steigern kann, wenn man Polystyrol einer fortgesetzten Wärmebehandlung bei erhöhter, jedoch unterhalb der   Depolymerisationstemperatur   liegender Temperatur unterwirft. Die Dauer dieser Nachbehandlung richtet sich nach der gewünschten Höhe des Erweichungspunktes ; sie kann durch Anwendung von vermindertem Druck verkürzt werden. Die Nachbehandlung ist um so rascher beendet, je höher die Temperatur gewählt wird. Es ist auch möglich, die Temperatur stufenweise zu steigern. Je nach Dauer der Behandlung und Höhe der Temperatur lässt sich der Erweichungspunkt nach Martens von beispielsweise   650   auf 900 steigern. 



   Beispiel 1 :   Handelsübliches   Polystyrol mit einem Erweichungspunkt von   650 nach Martens   wird in feingemahlener Form zunächst 8 Stunden lang auf 80 , dann 24 Stunden lang auf   850 und endlich   72 Stunden lang auf 900 erhitzt. Der Erweichungspunkt des so nachbehandelten Polystyrols ist auf 81  nach Martens gestiegen. 



   Beispiel 2 : Polystyrol mit dem Erweichungspunkt von 650 nach Martens wird zunächst 24 Stunden lang auf   120 ,   dann weitere 24 Stunden lang auf   1300 erhitzt.   Der Erweichungspunkt des Polystyrols liegt nach dieser Zeit bei 88  nach Martens. 



   Beispiel 3 :   Polystyrol mit einem Erweichungspunkt von 650 wird 90 Stunden auf 1050 erhitzt.   



  Der Erweichungspunkt des Styrols nach Martens beträgt alsdann   86 .   Die Wirkung der hohen Temperatur kann durch Anwendung von Vakuum unterstützt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol, dadurch gekennzeichnet, dass man Polystyrol einer fortgesetzten Wärmebehandlung bei erhöhter, jedoch unterhalb der Depolymerisationstemperatur liegenden Temperatur unterwirft, bis der Erweichungspunkt auf über 660 nach Martens gestiegen ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT147489D 1934-07-23 1935-05-15 Verfahren zur Herstellung von wärmebeständigem Polystyrol. AT147489B (de)

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