AT147003B - Verfahren zur Herstellung eines emaillierten Papieres bzw. Kartons für Tisch-, Fußboden-, Wand-Belag od. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines emaillierten Papieres bzw. Kartons für Tisch-, Fußboden-, Wand-Belag od. dgl.

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AT147003B
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Carl Weisshuhn & Soehne
Erich Bartel Ing
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  Verfahren zur Herstellung eines emaillierten Papieres bzw. Kartons für Tisch-, Fussboden-,
Wand-Belag od. dgl. 



   Es sind fettdichte Papiere, z. B. Pergaminpapiere, die gegen Fett mehr oder weniger undurchlässig sind, bekannt, doch sind diese abgesehen von ihren sonstigen Eigenschaften gegen Nässe weniger widerstandsfähig und daher nicht waschbar. Anderseits kennt man mit flüchtigen Lacken oder auch
Kasein-Wasser-Lacken od. dgl. lackierte und halbwegs wasserfest, in geringem Masse auch waschbare Papiere bzw. Kartons, doch sind diese gegen Öle und Fette nicht mehr widerstandsfähig und erhalten dementsprechend bei zufälliger Behandlung mit Öl oder Fetten unschöne Fettflecke. Bekannt ist weiters, z.

   B. die sogenannten Lederpapiere vor dem Lackieren mit   Spiritus-Schellack-Lösungen   oder elastischem Kopallack mit dünner   Leim-oder Kaseinlosung vorzulackieren, doch bezweckt   diese lediglich den Farbaufstrich vor dem eigentlichen Lackieren gegen die Einwirkung des Lösung-un Verdünnungsmittels des Lackes zu schützen. Derartige Papiere sind aber weder wasserfest im Sinne von waschbar noch fettfest, da die schützende   Leim-oder Kaseinsehichte   viel zu dünn ist und dementsprechend erprobungsgemäss sehr viele Poren aufweist, durch die die einwirkenden Fettsubstanzen leicht zur an sich sehr saugfähigen Oberfläche des Papiers gelangen können. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung behebt die obigen Nachteile und besteht darin, dass mehrschichtiges Papier (Duplex-oder Triplexkarton) nur auf der obersten, besonders gut harzgeleimten Schichte vor dem Lackieren mit einem verhältnismässig starken (mindestens   0'02   mm), durchsichtigen Grundanstrich, bestehend aus einer hochkonzentrierten (ungefähr 40 Teile Gelatine od. dgl. auf 100 Teile Wasser) und nur eine geringe Menge von Glycerin od. dgl. (höchstens   10%)   enthaltenden Glutinlösung versehen wird, der nicht in die Bildtiefe des Papiers eindringt, worauf er nach dem Trocknen in bekannter Weise durch Behandlung mit Gerbmitteln gehärtet und schliesslich nach Erhärten des Auftrages in an sich bekannter Weise mit wasserfestem, hitzebeständigem Lack überzogen wird. 



   Das Verfahren kann gemäss nachstehendem Ausführungsbeispiele durchgeführt werden :
Eine unbedruckte oder bedruckte bzw. allenfalls mit Prägemuster versehene Bahn aus Duplexkarton od. dgl. wird auf einer Lackiermaschine oder sonstwie geeignet mit einem dick aufgetragenen Grundanstrich nachstehender beispielsweiser Zusammensetzung versehen, u. zw. : 100 Teile Gelatineleim, 10 Teile Latex, 6 Teile Glycerin, 250 Teile Wasser in erwärmtem Zustande. Mischungen von Gelatine und Latex zwecks Herstellung wasserdichter Überzüge sind an sich bekannt. 



   Nach dem allenfalls durch Wärmezufuhr beschleunigten Trocknen des Anstriches wird der Grund-   anstrich mit Härtelössung beispielsweise nachstehender Zusammensetzung überstrichen,   u. zw. : 100 Teile   40%ige Formalinlösung,   500 Teile Wasser, 500 Teile Spiritus, 5 Teile Glycerin. 



   Nach vollkommener Trocknung dieses zweiten die Härtung bewirkenden Anstriches, die vorteilhaft gleichfalls durch Wärmeeinwirkung, welche die Härtung wesentlich begünstigt, beschleunigt werden kann, erfolgt sodann in üblicher Weise der dritte Anstrich, d. i. die Lackierung mit einem geeigneten Lack, beispielsweise mit einem Nitrolack, wobei sich auch hier zur Beschleunigung des Trockenvorganges   eine entsprechende Wärmeeinwirkung empfiehlt. Als Lacke werden vorteilhaft solche hitzebeständigen Lacke verwendet, dass dieselben auch dann nicht Schaden leiden, wenn man z. B. Töpfe mit kochendem   

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 Wasser auf das Emailpapier stellt, ohne dass ein Ankleben des Topfes in ähnlicher Weise wie bei Verwendung von Wachstuch eintritt.

   Die Hitzebeständigkeit des Lackes ist auch eine solche, dass es z.   B-   ohne weiteres möglich ist, das Papier in ähnlicher Weise wie Wäsche zu bügeln, natürlich nur durch flüchtiges Überstreichen mit dem Bügeleisen. Das fertige Erzeugnis kann sodann zur Erhöhung seiner Geschmeidigkeit auf der Rückseite noch mit Glycerinwasser befeuchtet werden. 



   Die Vorteile dieser die Geschmeidigkeit des Produktes nicht beeinträchtigenden emailartigen   Oberflächenveredelung   bestehen darin, dass unter reichlicher Aufwendung eines billigen Grundierungmittels und wegen der durch dieses wirksam beseitigten natürlichen Saugfähigkeit des Papiers bzw. Kartons u. dgl. unter geringem Aufwand an relativ teueren, flüchtigen Lacken ein Erzeugnis mit emailartiger Oberfläche erhalten wird, dessen bestrichen Seite vor allem fettfest und weiters aber auch waschbar ist, so dass sich einerseits bei Behandlung der Oberfläche mit öligen oder fetten Substanzen keinerlei unschöne Fettflecke bilden können und anderseits sich die Oberfläche des Erzeugnisses im Falle der Verschmutzung mit kaltem sowie auch warmem bzw. heissem Wasser selbst unter Anwendung von Seife ohne Schaden leicht reinigen lässt. 



   Im Gegensatz zu dem bisher bekannten Verfahren ermöglicht die Erfindung die vorteilhafte Herstellung eines ungemein fettfesten und in vollem Ausmasse waschbaren, sehr geschmeidigen Erzeugnisses aus Papier oder Karton mit emailartiger Oberfläche, das für die manigfachsten Verwendungszwecke, besonders im Ansehen seiner Billigkeit, z. B. als Wachstuchersatz für Tischbelagzwecke in Küche und Haushalt, mit ähnlichen Erzeugnissen in Wettbewerb treten kann und bedeutet die Erfindung daher einen wesentlichen technischen Fortschritt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Verfahren zur Herstellung eines emaillierten Papieres bzw. Kartons für Tiseh-,   Fussboden-, Wandbe, lag od. dgl. unter Verwendung einerseits von Leim mit Zusätzen, wie Glycerin od. dgl. und nachfolgender   Härtung,   anderseits unter Verwendung elastischer Lacke, dadurch gekennzeichnet, dass mehrschichtiges Papier nur auf der obersten, besonders gut harzgeleimten Schichte vor dem Lackieren mit einem verhältnismässig starken (mindest 0-02 mm), durchsichtigen Grundanstrich, bestehend aus einer hochkonzentrierten (ungefähr 40 Teile Gelatine od. dgl. auf 100 Teile Wasser) und nur eine geringe Menge von Glycerin od. dgl.

   (höchstens   10%)   enthaltenden Lösung, versehen wird, der nicht in die Bildtiefe des Papiers eindringt, worauf er nach dem Trocknen in bekannter Weise durch Behandlung mit Gerbmitteln gehärtet und schliesslich nach Erhärtung des Auftrages in an sich bekannter Weise mit wasserfestem, hitzebeständigem Lack überzogen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Grundanstrich ungefähr 100 Teile Gelatineleim, 10 Teile Latex, 6 Teile Glycerin in 250 Teilen Wasser gelöst und die Härtelösung aus ungefähr 100 Teilen 40% iger Formalinlösung, 500 Teilen Wasser, 500 Teilen Spiritus und 5 Teilen Glycerin besteht.
AT147003D 1932-12-14 1933-12-13 Verfahren zur Herstellung eines emaillierten Papieres bzw. Kartons für Tisch-, Fußboden-, Wand-Belag od. dgl. AT147003B (de)

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