AT146914B - Verfahren zur Herstellung von Elektrolyt-Kondensatoren mit Papier als Zwischenlagen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Elektrolyt-Kondensatoren mit Papier als Zwischenlagen.

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AT146914B
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Ludwig Dipl Ing Linder
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Siemens Ag
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  Verfahren zur Herstellung'von Elektrolyt-Kondensatoren mit Papier als Zwischenlagen. 



   Bei Elektrolytkondensatoren für hohe Spannungen (Spitzenspannung grösser als zirka 100 Volt) wurde bisher in der Hauptsache saugfähiges Gewebe als Abstandhalter verwendet. Dabei kann der Elektrolyt entweder durch Imprägnieren der Wickel (bei erhöhten Temperaturen mit oder ohne Anwendung von Vakuum) oder durch Pasten, d. h. durch Einstreichen des Elektrolyten in die auf den Folien liegenden Gewebebänder oder durch Durchziehen der Gewebebänder allein oder zusammen mit der Folie durch mit Elektrolyt gefüllte Tanks und anschliessendem Einpressen des Elektrolyten durch Druckwalzen od. dgl., erfolgen.

   Will man als Abstandhalter saugfähiges Papier verwenden, was den wesentlichen Vorteil einer erheblichen Raumersparnis und der billigeren Herstellungskosten hat, so ergeben sich bei dem für die hohen Spannungen notwendigen hochviskosen Elektrolyten Imprägnierschwierigkeiten, da das am besten saugfähige Papier viel weniger saugfähig ist als die bisher verwendeten Gewebe. Es ist zwar vorgeschlagen worden, die Aluminiumfolien durch mit Elektrolyt gefüllte Behälter zu ziehen und den an der Oberfläche der Folien haftenden Elektrolyt dann in das Papier unmittelbar vor der Aufspulung hineinzupressen, jedoch haften diesem Verfahren verschiedene Nachteile an.

   Ein unmittelbares Durchziehen des Papiers allein kann man deswegen nicht vornehmen, da das Papier, insbesondere bei der erhöhten Temperatur des Elektrolyten, eine viel zu geringe mechanische Festigkeit besitzt und daher entweder Falten bildet oder reisst. 



   Gemäss vorliegender Erfindung wird das für die Imprägnierung des Papiers am besten geeignete Verfahren, nämlich das Durchziehen des Papierbandes durch mit Elektrolyt gefüllte Behälter, dadurch ermöglicht, dass die Fortbewegung der Papierbänder auf ihrem Wege durch den mit Elektrolyt gefüllten Behälter durch mit annähernd gleicher Geschwindigkeit wie die Wickelrolle angetriebene Fördermittel unterstützt wird und die Bänder zugleich geführt werden. Diese Fördermittel sind so weitmaschig, dass zwar noch eine genügende mechanische   Stützung   des Papierbandes gewährleistet ist, dass aber auch der Elektrolyt selbst ausreichend zutreten kann. Als Fördermittel können Förderbänder oder andere Gebilde, z. B. wanderrostartige Vorrichtungen, verwendet werden. 



   In der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. 



   Von einer Vorratsrolle 1 (Fig. 1), 1 a läuft das zu imprägnierende Papierband 2,2 a ab und wird noch ausserhalb des Elektrolyten 3, 3 a durch ein mit einem Förderband 4, 4 a versehenes Fördersystem hindurchgeführt. Die Förderbänder 4,4 a und 5, 5 a (es genügt unter Umständen auch nur ein Förderband zu verwenden) werden durch geeignete Antriebsvorrichtungen mit gleicher Geschwindigkeit bewegt. 



  Die Förderbänder können aus Metall oder Faserstoffen bestehen. Unmittelbar nachdem das Papierband 2, 2 a die Fördervorrichtung verlässt, laufen die Metallfolien 6,6 a zu, so dass hiedurch eine weitere mechanische Stützung des imprägnierten Papierbandes erfolgt. Es sei noch erwähnt, dass es bereits bei statischen Kondensatoren bekanntgeworden ist, die als Dielektrikum dienenden Papierbänder durch ein Imprägnierbad zu führen und ihnen nach dem Verlassen des Bades die als Belegung dienenden Metallbänder zulaufen zu lassen. Anschliessend durchlaufen die zusammengeführten Bänder 2,6 und 2 a, 6 a ein Druckrollensystem 7,7 a, wodurch der Elektrolyt noch weiter in das Papier eingepresst wird. Zum Schluss wird auf den Dorn 8 aufgespult oder gleich in einzelnen Fabrikationslängen zur Herstelltmg der Einzel- 

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 wickel abgeschnitten.

   Die Antriebsstelle des Fördersystems sind zweckmässig ausserhalb des Elektrolyten angeordnet. Die den Elektrolyten aufnehmenden Behälter 9,9 a können gegenüber dem Fördersystem verstellbar angeordnet werden, um den Weg des Papiers durch den Elektrolyten verschieden gross zu machen und ein leichtes Einrichten der Papierbahnen-zu ermöglichen. 



   Nach der Anordnung gemäss Fig. 2 laufen die Folienbänder mit durch den Elektrolyten. Von den beiden Rollen 17 laufen die zu imprägnierenden beiden Papierbänder 10, 10 a ab. Zwischen den Papierbändern 10, 10 a befindet sich die von der Rolle 11 ablaufende Metallfolie   12,   die vorzugsweise Anode ist. Die Papierbänder 10, 10 a werden zusammen mit der Metallfolie 12 mittels der durch den Antrieb (nicht gezeigt) in Bewegung gesetzten Förderbänder   13,   durch den Elektrolyten 14 geführt und nach Verlassen des Elektrolyten gemeinsam mit dem Kathodenband 18 auf den Dorn 15 aufgespult. Die Papier-und Metallbänder werden nach ihrer Vereinigung durch Druckrollen 19, 19 a hindurch geleitet. 



  Sollte es aus irgendwelchen Gründen erforderlich sein, so können auch alle Papier-10, 10 a und Metall- 
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 dann erforderlich, wenn diese gemeinsam mit den Metallbändern 12, 18 durch den Elektrolyten geführt werden. Bei einer derartigen gemeinsamen Führung liegt nämlich mindestens auf einer Seite ein Papierband aussen, das durch die Führungsrollen beschädigt werden kann. Besonders deutlich ist das bei dem durch die Fig. 2 dargestellten Verfahren zu ersehen. Hiebei liegen auf beiden Seiten des Metallbandes 12 die Papierbänder 10 und 10 a, die, wenn sie nicht durch die   Fördermittel13 geschützt   werden, Beschädigungen durch die Führungsrollen ausgesetzt sind. 



   Mit 16 ist der Behälter für den Elektrolyten 14 bezeichnet. 



   Es sei noch darauf hingewiesen, dass es bereits bekannt geworden ist, Fördereinrichtungen bei der Herstellung von elektrischen Kondensatoren mit permanentem Dielektrikum zu benutzen. So hat man bereits eine   Zuführungseinrichtung   an Stempelmasehinen vorgeschlagen, die die fertigen elektrischen Kondensatoren zur Abstempelung mit den elektrischen Daten an den Stempelplatz führt. Weiterhin hat man bereits bei Wickelkondensatoren die Papierbänder dazu benutzt, um Teile der Belegungen von den Vorratsrollen zu dem Wickeldorn zu transportieren. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Elektrolytkondensatoren mit Papier als Zwischenlagen, dadurch gekennzeichnet,   dass   die Fortbewegung der Papierbänder (2, 2 a, 10, 10 a) auf ihrem Wege durch den mit Elektrolyt (3, 3 a, 14) gefüllten Behälter (9, 9 a, 16) durch mit annähernd gleicher Geschwindigkeit wie die Wickelrolle angetriebene Förderbänder od. dgl.   (4,   4   a,     18) unterstützt wird,   wobei die Papierbänder zugleich von den Förderbändern od. dgl. geführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung durch ein-oder zweiseitig anliegende Förderbänder (4, 4 a, 5, 5 a, 13) erfolgt und bei Anordnung mehrerer Förderbänder diese zwangläufig mit gleicher Geschwindigkeit laufen : 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass wanderrostartige Gebilde zur Führung und zur Förderung der Papierbänder (2, 2 a, 10, 10 a) verwendet werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an die imprägnierten Papierbänder (2, 2 a), unmittelbar nachdem sie die Fördereinrichtung (4, 4 a) verlassen, die Metallfolienbänder (6, 6 a) herangeffihrt werden und anschliessend durch Druckrollen (7,7 a) laufen. EMI2.2 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolytbehälter (9, 9 a, 16) gegenüber der Fördereinrichtung (4, 4 a, 13) verstellbar angeordnet sind.
AT146914D 1934-05-19 1935-05-20 Verfahren zur Herstellung von Elektrolyt-Kondensatoren mit Papier als Zwischenlagen. AT146914B (de)

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