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Doppel-oder mehrwandige elektrische Entladungsröhre mit federnder Abstützung zwischen Innen- und Aussenrohr.
Die Erfindung betrifft eine doppel-oder mehrwandige elektrisehe Entladungsröhre mit federnder Abstützung zwischen Innenrohr und Aussenrohr.
Elektrische Entladungsröhren werden zur Vermeidung unerwünschter Wärmeverluste oder aus konstruktiven Gründen wie auch zum Schutz gegen äussere Einflüsse häufig mit einer ein-oder mehrwandigen Umhüllung versehen. Hiebei hat es sich als zweckmässig erwiesen, die verschiedenen Wandungen miteinander nicht starr zu verbinden.
Es wurde bereits vorgeschlagen, bei doppelwandigen elektrischen Leuchtröhren das Innengefäss mit konzentrisch umschliessenden Schraubendrahtringen auszustatten, die zwischen auf das Innengefäss aufgeschobenen Metallringen und dem Aussengefäss fest eingeklemmt sind. Diese federnde Abstützungsart weist jedoch in gewissen Fällen Nachteile auf. Die zahlreichen Windungen der Schraubendrahtringe verkörpern parallelliegende Wärmeleitwege, die auf die gleichmässige Temperaturverteilung des Entladungsgefässes mitunter von nachteiligem Einfluss sein können.
Ferner benötigen die federnden Schraubendrahtringe, damit sie sicher in ihrer Stellung gehalten werden, ausser den auf das Innengefäss aufgeschobenen Metallringen noch starre Drähte oder Stäbe, die mit den Metallringen zusammen ein das Innengefäss umspannendes Gerüst bilden, das verhältnismässig viel Licht absorbiert.
Die Erfindung bezweckt, die erwähnten Nachteile zu vermeiden und die Bauart der federnden Abstützung zu vereinfachen. Zu diesem Zweck wird das Innenrohr der Entladungsröhre gemäss der Erfindung mittels ganz oder annähernd radial gerichteter, federnder Organe gegen das Aussenrohr abgestützt. Insbesondere kann das Innenrohr an mindestens je zwei Stellen mindestens zweier Mantelkreise gegen das Aussenrohr abgestützt werden.
Bei gewissen Röhrengattungen spielt die Gleichmässigkeit des Abstandes der Röhren voneinander eine wesentliche Rolle. In solchen Fällen ist es empfehlenswert, drei Abstützstellen je Mantelkreis vorzusehen.
Ferner erweist es sich als zweckmässig, die Abstützstellen der verschiedenen Mantelkreise in bezug auf die Röhrenachse gegeneinander verdreht anzuordnen, so dass also die Abstützstellen, in Richtung der Röhrenachse betrachtet, einander nicht decken.
Bei einer besonders einfachen Ausführungsform der erfindungsgemässen Röhre wird mindestens eine der gegeneinander abzustützenden Röhren mit radialen oder annähernd radial gerichteten Zapfen versehen, auf die Schraubenfedern aufgestülpt sind, so dass die Zapfen zur Führung der im wesentlichen mit ihnen gleichachsig gelagerten Schraubenfedern dienen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Entladungsröhre dargestellt.
Hiebei stellt Fig. 1 die Ansicht, Fig. 2 die Draufsicht dar.
Die Entladungsröhre besitzt ein mit beliebigen Gasen, Gasgemischen, Dämpfen oder Gasdampfgemischen gefülltes rohrförmiges Innengefäss 1, in dem z. B. eine Hochdruckquecksilberdampfentladung stattfinden kann, wenn das Gefäss mit einer Edelgas-Quecksilberfüllung versehen ist, und ein das Innengefäss umschliessendes, ebenfalls rohrförmiges Aussengefäss 2. Der Raum zwischen beiden Gefässen kann entlüftet oder auch mit indifferenten Gasen gefüllt sein. Das Aussengefäss weist an einem Ende ein Tellerrohr 3 auf, durch dessen Quetschstelle 4 zwei Stromzuführungsleiter 5 und 6 hindurchgeführt sind. Der
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Strojnzuführungsleiter 5 ist mit der Glühkathode 7 verbunden.
Die am andern Ende des Entladungsgefässes befindliche Elektrode 8 ist mit Hilfe des Verbindungsleiters 9 mit dem StromzuführungRleiter 6 verbunden. Die Glühelektroden können von beliebiger Beschaffenheit sein und z. B. auf bekannte Weise aus einem schraubenlinienförmigen Kerndraht mit einer auf ihm befindlichen Substanz von starker Emissionsfähigkeit, z. B. Erdalkalioxyd, bestehen. Die Elektroden werden von der Entladung selbst auf-
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sie als indirekt geheizte Elektroden ausgebildet sein. In der Nähe der einen Glühelektrode, z. B. der Glühelektrode 7, kann in bekannter Weise eine Hilfselektrode 10 angeordnet werden, die über einen entsprechend grossen Widerstand 11 mit dem Stromzuführungsleiter 6 der andern Glühelektrode 8 verbunden ist.
Die Entladungsröhre 1 ist an je drei Stellen zweier ihrer Mantelkreise mit Zapfen 12 bzw. 13 versehen.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, sind die drei Zapfen 12 gegenüber den drei Zapfen 13 um einen gewissen Winkelbetrag versetzt. Auf die verschiedenen Zapfen sind Schraubenfedern 14 aufgesetzt, die die Rohrkörper 1 und 2 gegeneinander abstützen. Eine andere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, die Zapfen an der Innenseite des umhüllenden Aussenrohres 2 anzubringen, oder sie teils am Innenrohr, teils am Aussenrohr vorzusehen. Diese Anordnungen der Abstützung zentrieren sehr gut, vermeiden Spannungen zwischen den gegeneinander abgestützten Körpern, setzen die durch die federnde Verbindung unvermeidlichen Wärmeverluste auf ein Mindestmass herab, verursachen fast keine Lichtverluste und haben ausserdem den grossen Vorzug äusserster Einfachheit.
Das Aussenrohr 2 kann mit einem üblichen Sockel 15 ausgerüstet werden, jedoch können die Stromzuführungen z. B. auch an beiden Enden der Anordnung hinausgeführt werden.
Bei grösserer Längsausdehnung der gegeneinander abzustützenden Röhren können mehrere Mantelkreise mit Abstützorganen vorgesehen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Doppel- oder mehrwandige elektrische Entladungsröhre mit federnder Abstützung zwischen Innenrohr und Aussenrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenrohr mittels Sehraubenfedern, deren Achsen ganz oder annähernd radial stehen, gegen das Aussenrohr abgestützt ist.