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Panzerung.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung und Verbesserung der durch das Patent Nr. 141573 geschützten Panzerung zum Zweck der Erhöhung der Durchschlagssicherheit, insbesondere für S. M. K-
Geschosse (Spitzmunition mit Stahlkern). Die erfindungsgemässe Verbesserung besteht darin, dass auf einer gummiimprägnierten Lederschicht an sich bekannte bombierte Metallschildlamellen befestigt sind, deren Hohlräume ebenfalls mit gummiimprägniertem Leder ausgefüllt sind. Die bombierten Schildlamellen sind an beiden Flächen der gummierten Lederplatte in an sich bekannter Weise überlappend befestigt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 im Querschnitt durch die Panzerung und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt.
Auf einer mit Gummi imprägnierten Lederplatte L werden bombierte Schildlamellen ! i, beispielsweise durch Schrauben s, Nieten od. dgl. mit ihren ebenen, einander überlappenden Plattenrändern r befestigt. Die Hohlräume der Bombierungen sind mit gummierten Lederplättchen L ausgefüllt. Die Füllung kann auch derart hergestellt werden, dass die bombierten Schildlamellen ! i bzw. l2 bereits vor der Montage mit gummiimprägniertem Leder bzw. Lederplättchen ausgekleidet werden und dann durch Zwischenlage von Distanzplättchen L in der aus der Abbildung ersichtlichen Art gegeneinander befestigt werden. Die Überlappung der ebenen Lamellenränder ist aus Fig. 2 ersichtlich.
Gegenüber bisher bekannten Panzerungen mit zwischen Schildlamellen liegenden gewöhnlichen Lederplatten oder sonstigen Zwischenlagen aus elastischem Material hat der Erfindungsgegenstand den Vorzug grösster Durchschlagsfestigkeit, der leichten Montierbarkeit und der leichten Auswechselbarkeit einzelner Schildlamellen nach Durchschiessung derselben. Das auf die bombierten Lamellen auftreffende Geschoss wird zunächst durch den Aufschlag auf der bombierten Stahlplatte entweder an die Verschraubung bzw. Nietstelle abgelenkt oder bei senkrechtem Aufschlag durch die vorderste Lamelle durch die gummiimprägnierte Ledermasse derart abgelenkt und abgebremst, so dass es in ihr stecken bleibt oder bei besonders rasanten Geschossen schliesslich von der hinteren Lamelle 4. aufgefangen wird.
Die grössere Durchschlagsfestigkeit der erfindungsgemässen Panzerung liegt vor allem darin, dass die elastische Masse nicht wie bisher aus einer homogenen elastischen Masse besteht, sondern aus sehr porösem Leder, dessen Poren mit Gummi ausgefüllt sind. Die grosse Bremswirkung der erfindungsgemäss verwendeten Masse ist darauf zurückzuführen, dass beim Auftreten des Projektiles dieses abwechselnd auf Gummi und auf Leder stösst. Da das Leder zäh, der Gummi wieder sehr elastisch ist, erfährt das Projektil eine ständige Ablenkung (ähnlich wie beim Einschuss in Schotter). Die Verwendung von bombierten Lamellen, deren Hohlräume mit der gleichen Masse ausgefüllt sind, hat den Vorzug, dass eine Panzerung herstellbar ist, die über die ganze Panzerfläche die gleiche Widerstandskraft besitzt.
An den Stellen der Panzerung, wo die Lamellen befestigt und miteinander verbunden sind, ist die doppelte bzw. vierfache Lamellenstärke vorhanden und genügt daher eine einfache gummiimprägnierte Lederschicht.
An den übrigen Stellen jedoch, wo die Lamellenstärke nur einfach bzw. doppelt ist, ist die gummiimprägnierte Lederschicht durch die ausgefüllten Hohlräume entsprechend verstärkt, wodurch gleichfalls die gleiche Durchschlagsfestigkeit erzielt wird wie an jenen Stellen mit doppelter oder vierfacher Lamellenstärke. Die Gelenkigkeit der Panzerung zur Anpassung auch an unebene Flächen wird durch ein Spiel an den Befestigungsstellen der Schrauben s bzw. der dortigen Nietköpfe ermöglicht. Die Platten-
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ränder der Lamellen besitzen zu diesem Zwecke an ihren Stossflächen Ausnehmungen, die bei Überlappung mehrerer Lamellen eine Kreisöffnung ergeben, deren Durchmesser grösser als jener des durch die imprägnierte Lederplatte hindurch geführten Verbindungsbolzens ist.
Das etwa beim scharfen Auftreffen durch die Bombierung gegen die Befestigungsstelle zu abgelenkte Geschoss findet dort vierfache Lamellenstärke zuzüglich der Dicke der gummierten Lederplatte L vor, die bei entsprechender Bemessung der Teile durch keinerlei Geschosse durchschlagen werden kann. Die einzelnen, zweckmässigerweise in ihrem Hohlraum bereits mit gummiimprägniertem Leder ausgefüllten Schildlamellen können leicht in Reserve gehalten werden und durch Lösung des Verschlusses s schadhafte Lamellen leicht durch neue ersetzt werden. Die beschriebene Panzerung bietet auch verlässliche Sicherheit gegen S.
M. K.-Geschosse, da beim Durchschlagen der ersten bombierten Lamellenschichte auch das nach der Explosion austretende Kemgeschoss abgeplattet wird und in der dahinterliegenden Gummilederschichte so weit verzögert und abgelenkt wird, dass es in der in der Schussrichtung abgelenkten Lamellenschieht l2 allenfalls nach geringer Deformation derselben stecken bleibt. An Stelle der einfachen Platte L können naturgemäss auch zwei oder mehrere derartige gummierte Lederplatten übereinandergelegt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Panzer nach dem Patente Nr. 141573, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer gummiimprägnierten Lederschichte (L) an sich bekannte bombierte Matallschildlamellen (i bzw. l2) befestigt sind, deren Hohlräume ebenfalls mit gummiimprägniertem Leder ausgefüllt sind.