AT146506B - Verfahren zur Entsäuerung, Farb-, Geruch- und Geschmacklosmachung von Ölen und Fetten. - Google Patents
Verfahren zur Entsäuerung, Farb-, Geruch- und Geschmacklosmachung von Ölen und Fetten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Sowohl Öle als Fette enthalten nach ihrer Gewinnung zahlreiche Verunreinigungen, welche aus Ölharzen, Schleimkörpern, Farbsubstanzen, freien Fettsäuren usw. bestehen und welche die Farbe, den Geruch und Geschmack sowie die Bekömmlichkeit derselben beeinflussen. Es ist daher die Entfernung dieser Verunreinigungen nicht nur aus geschmacklichen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen erwünscht. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Öle diversen Entsäuerungs-und Raffinationsprozessen sowie andern Verfahren unterworfen, welche die Verunreinigungen beseitigen. Diese Verfahren basieren teilweise auf chemischen Prozessen, teils sind es diverse Wasch-und Destillationsprozesse, schliesslich wurde auch versucht, mit Benutzung des elektrischen Stromes Öle und Fette zu reinigen. So ist es bereits bekannt, den Säuregrad von Molkereiprodukten sowie von Ölen und Fetten durch Waschen mit auf elektrochemischem Wege in ihrem Säuregehalt herabgesetzter Milch u. dgl. zu verringern. Es ist ferner bekannt, Öle und Fette der Einwirkung von Neutralisationsmitteln, wie z. B. Natronlauge, auszusetzen oder dieselben gleichzeitig mit überhitztem Dampf und elektrischem Strom im Vakuum zu behandeln. Eine andere bekannte Methode, die Härtung von Ölen und Fetten, besteht darin, dass man aus der alkoholischen Lösung von ungesättigten Fettsäuren und deren Estern durch elektrolytische Reduktion in Gegenwart von Säuren und entsprechenden, als Katalysatoren wirkenden Elektrodenmaterial gesättigte Fettsäuren und deren Ester herstellt. Alle diese Verfahren bewirken wohl bei mehr oder weniger Verseifung des Neutralfettes eine Entsäuerung der Fette und Öle, ohne jedoch die Geschmack-und Geruchstoffe zu zerstören bzw. ohne eine Bleichung herbeizuführen. Vorliegender Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, die Entsäuerung, Geruch-und Geschmacklosmachung sowie Bleichung von Ölen und Fetten jeder Art dadurch zu erzielen, dass dieselben in beispielsweise Magermilch oder verwandten Produkten, wie Molke, Schotte usw., emulgiert und dann einer Elektrolyse unterworfen werden. Die Elektroden bestehen im wesentlichen aus Metallen der Platinreihe, wie Platin, platiniertes Platin, Palladium u. dgl., so dass sie gleichzeitig und unmittelbar als Katalysatoren wirken. Durch entsprechende Führung des Öls oder Fettes werden alle Teilchen des zu behandelnden Materials mit dem Elektrodenmaterial in innigem Kontakt gebracht. Gegenüber der Elektrolyse in saurer Lösung wird der Vorteil erzielt, dass einerseits keine Härtung der behandelten Öle und Fette eintritt, anderseits die dem behandelten Material anhaftenden Geruchsund Geschmacksstoffe von der Magermilch od. dgl. unter gleichzeitiger Bleichung der Öle oder Fette aufgenommen werden, so dass die Produkte nach ihrer Behandlung gerueh-, geschmacklos und aufgehellt sind. Wenn es sich um die Behandlung von Ölen oder Fetten mit sehr hohem Säuregrad handelt, empfiehlt es sich, als Emulgator alkalisierte Milch u. dgl. zu verwenden. Hiebei treten die Metalle der Milchsalze teilweise in die Carboxylgruppen der Fettsäuren unter Bildung geringer Mengen von Seifen ein. Hiebei werden gleichzeitig die Geruch-und Gesehmackstoffe des behandelten Öls oder Fettes von den Eiweissstoffen des Emulgators adsorbiert. Es tritt daher nicht nur keine Härtung ein, sondern die Öle oder Fette werden bei gleichzeitiger Desodorisation, Geschmacklosmachung und Bleichung entsäuert. Es entfällt auch jede weitere Auswaschung, da die gebildeten gereinigten Mengen Seifen, als in der Milch löslich, in dieser zurückbleiben. <Desc/Clms Page number 2> Als Ausführungsbeispiel sollen nachstehende Ausführungen dienen : Das zu behandelnde Öl oder Fett wird in allenfalls alkalisierter Magermilch, Molke od. dgl. emulgiert und sodann zwischen zwei oder mehreren Elektroden elektrolysiert, wobei alle Teilchen des zu behandelnden Materials mit den als Katalysatoren dienenden Elektroden, z. B. Palladium, Platin usw., in innigem Kontakt kommen. Man kann dies erreichen, indem man beispielsweise das zu behandelnde Material durch klein gelochte Elektroden oder durch ein feinmaschiges Sieb, das aus. dem betreffenden Elektrodenmaterial gebildet ist, hindurchführt. Die zu verwendenden Stromstärken'und Spannungen richten sich zweckmässig nach dem verwendeten Emulgator, nach der Elektrodenentfernung und nach der Durchflussgeschwindigkeit der Emulsion.' : Bei Verwendung von Magermilch als Emulgator, einer Elektrodenentfernung von zirka 20 bis 30 mm, hat sich je nach der Durchflussgeschwindigkeit eine Spannung von 10 bis 50 Volt bei einer Stromstärke von 10 bis 25 MA pro Quadratzentimeter Elektrodenfläche als zweckmässig erwiesen. Man kann vorstehendes Ausführungsbeispiel entsprechend der Qualität und der Charakteristik des zu behandelnden Öls oder Fettes auch dahin abändern, dass man das zu behandelnde Material bereits in allenfalls alkalisiert Magermilch od. dgl. emulgiert und diese Emulsion der Elektrolyse, wie vorbeschieben, unterwirft oder dass man das zu behandelnde Material durch die Elektroden führt, während gleichzeitig als Leiter des elektrischen Stromes bzw. als Elektrolyt allenfalls alkalisierte Magermilch od. dgl. vorhanden ist. Durch die Verschiedenheit der spezifischen Gewichte tritt das Öl oder Fett in feinst verteilter Form durch den Elektrolyten und die Elektroden bzw. verlässt wieder den Bereich des elektrischen Stromes, während die Magermilch od. dgl. im Elektrolyseur bleibt. Die Emulsion entsteht daher beim Eintritt des zu behandelnden Materials in den Elektrolyseur und trennt sich auf der Oberfläche des Elektrolyten wieder durch das verschiedene spezifische Gewicht. Es ist selbstverständlich, dass beispielsweise bei Rahm, welches Produkt an und für sieh bereits eine Emulsion von Fett und Magermilch darstellt, die Herstellung einer besonderen Emulsion sich erübrigt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Entsäuerung, Farb-, Geruch-und Geschmacklosmaehung von Ölen und Fetten, wobei dieselben mit allenfalls alkalisierten Molkereiprodukten, wie Magermilch, Molke u. dgl., emulgiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die gebildete Emulsion zwischen als Katalysatoren wirkenden Elektroden der Elektrolyse unterworfen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulgierung der Öle und Fette durch Einpressen derselben durch ein feines Sieb in die alsElektrolyt dienenden Molkereiprodukte erfolgt.
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