<Desc/Clms Page number 1>
Kamera.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine photographische Kamera, u. zw. ist sie darin gelegen, dass die wesentlichen Bestandteile, wie Gehäuse, Laufboden, Standarde, Objektivträger, vordere oder hintere Abschlussklappe, Scharniere u. dgl., aus Metall hergestellt und durch Pressmasse, Kunstharz, Zellstoff u. dgl. verkleidet oder umpresst sind, u. zw. derart, dass die Pressmasse die äussere, nicht weiter zu be- arbeitende Fertigform dieser Kamerateil bildet.
An sich ist Pressmasse zwar bekannt, jedoch handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um die Nutzbarmachung der Pressmasse in Verbindung mit möglichst zusammenhängenden Metallteilen bei photographischen Kameras.
Dadurch bietet sich bei photographischen Kameras der Vorteil, dass die Kamerakonstruktions- elemente und die beanspruchten Teile aus einem Material, dessen Festigkeit bewährt ist, also beispielsweise
Metall, hergestellt werden können, während die Pressmasse einerseits als Umkleidung und auch zur Ver- schönerung und anderseits zur einfachen Fertigfabrikation dient. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender
Vorteil wird darin erblickt, dass bei geschlossener Kamera die nach aussen kommenden Metallteile nunmehr durch die intensive Verbindung mit der Pressmasse und somit Umkleidung der Metallteile, letztere gegen
Tropenhitze, Seewasser, Feuchtigkeit u. dgl. geschützt sind.
Schliesslich wird durch die erfindungsgemässe Ausbildung der photographischen Kamera das bekannte Loslösen der sonst üblichen aufgeklebten Lederteile sowie das Matt-und Unansehnlichwerden der Metallteile vermieden.
Eine ganz besonders zweckmässige Ausführungsform ist die, bei welcher die mit Pressmasse zu umkleidenden Metallteile mit Durchbrechungen versehen sind, durch welche hindurch die auf der einen Seite der Metallseite befindliche Pressmasse mit der auf der andern Seite derselben befindliehen Pressmasse zusammenhängt.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen zur Darstellung gebracht.
Fig. 1 zeigt unter Weglassung aller Einzelheiten schematisch ein Kameragehäuse in Seitenansicht, Fig. 2 eine Rückansicht und Fig. 3 eine Draufsicht. Fig. 4 zeigt dasselbe Gehäuse aufnahmebereit ge- öffnet in Vorderansicht, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 4. In den Fig. 4 und 5 sind Balg, Objektivbrett und Objektiv mit strichlierten Linien angedeutet, Fig. 6 zeigt den Filmtransportknopf und den Entfernungseinstellknopf in einem entsprechenden Querschnitt durch das Gehäuse, Fig. 7 einen Teil einer Vorderansicht.
Die Fig. 8 bis 10 zeigen ein aus drei Teilen bestehendes Gehäuse, bei welchem in die Pressmasse Metallstücke zwecks Bildung von Scharnieren eingebettet sind, und die Fig. 11 bis 13 die drei Hauptteile einer Kamera, bei welcher durchgehende Metallschale beiderseits mit Pressmasse umkleidet sind. In den Fig. 14 bis 17 ist gezeigt, wie die erforderlichen Ausnehmungen u. dgl. bei derartigem Aufbau der Gehäusehauptteile berücksichtigt werden können.
Aus den schematischen Fig. 1 bis 5 ist das Kameragehäuse a zu erkennen. Gemäss den Fig. 6 und 7 sind der Filmtransportknopf b und der Entfernungseinstellknopf fim Kameragehäuse versenkt angebracht.
In Fig. 6 ist angedeutet, wie der Filmtransportknopf b durch Daumen c und Zeigefinger d erfasst wird und in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles gedreht werden kann.
Der Entfernungseinstellknopf fist in gleicher Weise angebracht, und der zur Entfernungseinteilung auf der Endfläche des Knopfes f gehörige Indexstrieh g ist in einer Hohlnut in der Gehäuseseitenwand h eingeprägt, so dass beispielsweise das Zeichen für Einstellung auf"unendlich" i dort sichtbar ist.
<Desc/Clms Page number 2>
Das Kameragehäuse ist aus einer beliebigen Pressmasse, wie Kunstharz, Zellstoff od. dgl., hergestellt, welche gegen Seewasser, Feuchtigkeit, Tropenhitze u. dgl. beständig ist und dem Gehäuse ein schönes glattes Aussehen verleiht. Die bekannten Pressmassen besitzen jedoch nicht die manchmal erwünschte besondere Festigkeit.
Es ist nun bereits bekannt und verschiedentlich versucht worden, Muttern, Schrauben und sonstige Formstüeke aus Metall in Pressmasse einzubetten. Diese Massnahme hat aber in der Regel nicht dazu geführt, die Gehäuseteile beständiger zu machen, sondern im Gegenteile vielfach erst recht ein Ausbrechen in der Nähe der Metallteile herbeigeführt.
Demgegenüber wird vorgeschlagen, gemäss den Fig. 8 bis 17 eine eigenartige Verbindung von Metall neben und zusätzlich zu den Pressmasseteilen vorzusehen.
Im wesentlichen wird hiebei von dem Gedanken Gebrauch gemacht, die Kamerakonstruktionselemente und irgendwie besonders beanspruchte Teile aus Werkstoff besonderer Festigkeit vorzugsweise aus Metall herzustellen und die Pressmasse nur als Umkleidung, u. zw. zur Verschönerung sowie zur Ver-
EMI2.1
schädliche Einflüsse.
Gemäss den Fig. 8 bis 10 sind die Scharnierteile des Kameragehäuse durchgehend aus Metall
EMI2.2
Gemäss den Fig. 11 bis 13 ist der vollkommener Weg eingeschlagen, die drei Hauptteile des Gehäuses vollkommen aus Metall herzustellen und die Pressmasse lediglich als Umkleidung zu verwenden.
Die Metallteile sind durchweg mit 19, die Pressmasseteile mit 20 bezeichnet.
Die Fig. 14 bis 17 zeigen den Laufboden oder die Vorderklappe einer Rollfilmkamera in verschiedenen Ansichten, teilweise auch geschnitten. Hiebei ist der Boden 21 als Stanz- bzw. Prägestück hergestellt und von der Pressmasse 20 vollkommen umkleidet.
Der Metallteil21 des Laufbodens ist mit den erforderlichen Aussparungen versehen. Die Scharnier-
EMI2.3
forderlichen Einrichtungen bilden mit dem Teile 21 ein Ganzes.
Die Pressmasse 20 umkleidet die Metallteile eng und innig und gibt ihnen die gewünschte Aussenform und den erforderlichen Schutz, ohne dass eine weitere Bearbeitung nötig ist.
Damit eine sichere Verbindung der Pressmasse mit dem metallenen Laufboden erreicht wird, sind die Metallteile durchwegs mit rauhen Stellen sowie Durchbrechungen 24 versehen, so dass die Pressmasse durch die Löcher hindurch in sich Verbindung erhält sowie an den aufgerauhten Metallteilen festhaftet.
Sonstige Formstücke, wie beispielsweise die Stativmutter 25, brauchen nicht an dem Metallteil 21 des Laufbodens befestigt zu werden, sondern werden einfach in die Pressmasse 20 eingepresst. Diese ist durch den Hauptmetallteil des Laufbodens derart bewehrt, dass sie solch einzelnen Metallformstücken einen sicheren Halt gewährt, denn infolge der Bewehrung der Pressmasse kann diese neben einem solchen MetaIIformstüek nicht mehr ausbrechen, wie dies bei andern Konstruktionen bisher vorgekommen ist.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Kamera, dadurch gekennzeichnet, dass deren wesentliche Bestandteile, wie Gehäuse, Laufboden, Standarde, Objektivträger, Vorder-oder Hinterabschlussklappe, Scharniere u. dgl., möglichst zusammenhängend aus Metall hergestellt und durch Pressmasse, Kunstharz, Zellstoff u. dgl. verkleidet oder umpresst sind, so dass die Pressmasse die äussere nicht weiter zu bearbeitende Fertigform dieser Kamerateile bildet.