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Tragarm für ein aus einem Nachttisch od. dgl. herausschwenkbares Tischehen.
Die allgemein bekannten Krankentisehchen, die auf einem Stativ befestigt sind, haben den Nachteil, dass sie, wenn sie ausser Gebrauch sind, irgendwo im Zimmer umherstehen müssen, und dass der Kranke, wenn er sie benutzen will, sie nicht zur Hand hat.
Es gibt auch Bett-Tischchen, die direkt in den Nachttisch eingebaut werden können, doch haben die meisten derselben den Nachteil, dass sie, auch wenn ausser Gebrauch, sichtbar sind, daher die architektonische Form des Nachttisches stören, oder von diesem entfernt werden müssen, so dass sie der Kranke wieder nicht zur Hand hat, oder dass sie der Höhe nach nicht verstellbar sind.
In der beigegebenen Zeichnung ist ein Tragarm für Bett-Tischchen abgebildet, der die erwähnten Nachteile beseitigt. Er kann entweder in den Nachttisch direkt eingebaut werden, nachdem man dessen Schublade entsprechend tiefer gesetzt hat ; andernfalls kann er in einen Holzrahmen eingebaut werden, der dem. Nachttisch in Holzart, Farbe und Grösse angepasst ist und auf ihn zwischen der Schublade und der Deckplatte aufgesetzt wird.
Der in Fig. 1 dargestellte Tragarm wird innen an die dem Bette zugewendete Seitenwand des Nachttisches befestigt. Er besteht aus drei oder mehreren Gliedern, deren erstes in einem Support S horizontal drehbar gelagert ist und der stärkeren Beanspruchung wegen stärker ausgeführt ist als die andern Glieder. Das zweite oder eines der mittleren Glieder ist zu einem Gelenkparallelogramm ausgestaltet, wodurch ein Hoch-und Tiefstellen des auf dem Tragarm aufruhenden Tischchens ermöglicht wird. Das letzte Glied ist entsprechend kürzer und endet in ein vertikales Halslager H.
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Tischchen aufgesetzt. Ist an diesem vorne ein kleines Abschlussbrettehen befestigt. so ist das Tischchen, wenn eingeschoben, nicht sichtbar, sondern erweckt den Eindruck einer zweiten, kleineren Schublade.
Fig. 2 zeigt die Feststellung des Parallelogramms in einer bestimmten Höhenlage durch ein Häkchen, das auf einen der an einer Längsseite des Parallelogramms angebrachten Bolzen aufgesetzt wird. Ausser dieser Befestigungsart könnte man das Parallelogramm auch dadurch in einer bestimmten Höhenlage feststellen, dass man die Entfernung der beiden Längsseiten voneinander durch einen dazwischengeschobenen Keil oder durch Drehung einer übergesteekten Rolle mit spiraligem Querschnitt fixiert, oder indem man durch einen einzuschiebenden Bolzen oder durch eine Schraube den Winkel zwischen einer Längs-und Querseite fixiert.
Damit die Ausladung des Tragarmes nie so gross werden kann, dass sie die Stabilität des Nachttisches überschreitet, der Tragarm aber dennoch lang genug ist, um das Bett-Tischehen bis vor die Bettmitte zu bringen, ist das erste und zweite Glied nur bis zu einem rechten Winkel aufklappbar, was dadurch erreicht wird, dass das zweite Glied an das erste mittels einer Nase N anstösst. Wird nun von dem im Bette Liegenden das Tischchen nicht in den Nachttisch eingeschoben, sondern nur nachlässig beiseite gestossen, so wirkt als Ausladung nicht der völlig gestreckte Tragarm, sondern nur die Diagonale desselben ; diese aber auch nicht zur Gänze, weil sich infolge der Trägheit ein Teil derselben in den Nachttiseh zurückschiebt und nur ein Teil davon aus dem Nachttisch hervorragt.
Schiebt man das Tischchen in den Nachttisch ein, so legt sich der Tragarm in Dreiecks-bzw.
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